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Mobilfunk

Unter dem Titel „Roads to Mobile 2030: 10 Wireless Industry Trends” befasste sich David Wang, Executive Director of the Board von Huawei und Vorsitzender des ICT Infrastructure Managing Board, auf dem Global Mobile Broadband Forum (MBBF) mit der Zukunft mobiler Netze.

Dabei bekräftigte er Huaweis führende Rolle, wenn es darum geht, zukunftsorientierte Wireless-Netzwerke zu definieren und die Industrie auf die intelligente Welt 2030 vorzubereiten.

Die digitale Wirtschaft wird bis 2030 zu einer Hauptantriebskraft der realen Wirtschaft werden und die Industrie wird ihren Schwerpunkt von der Geräteeffizienz auf die Entscheidungseffizienz verlagern, davon ist David Wang überzeugt. „Für diese Fortschritte müssen wir aber auch die Sicherheit der Netze und deren Energieeffizienz verbessern, um die Umwelt durch grünes Wachstum zu schützen“, so Wang in seiner Rede.

Mobilfunknetze seien ein wichtiger Bestandteil des Konzepts „Intelligente Welt 2030" von Huawei und so fasste Wang die zehn Trends zusammen, die die Mobilfunkbranche in den nächsten zehn Jahren kennzeichnen werden.

Trend 1: 10 Gbit/s für die physisch-digitale Integration

In Zukunft erweitert die digitale Kommunikation den Informationsaustausch zwischen Menschen und ermöglicht multisensorische Erfahrungen wie Hören, Sehen, Tasten und Riechen. Hierfür werden flächendeckend Mobilfunknetze mit einer Datenübertragungsrate von 10 Gbit/s und einer Latenzzeit von einer Millisekunde benötigt, um Informationen auf eine semantisch besser organisierte Weise zu übertragen.

Trend 2: Ein Netz für 100 Milliarden IoT-Verbindungen für alle Szenarien

Bis 2030 müssen Mobilfunknetze bis zu 100 Milliarden Geräte miteinander verbinden. Vor allem das Internet der Dinge (IoT) zwingt Netzbetreiber, verschiedene Arten von Verbindungsdiensten anzubieten, die sich durch Geschwindigkeit und Prioritätsanforderungen unterschieden. Dies bedeutet, dass ein deterministisches Erlebnis mit niedrigeren Latenzzeiten und höherer Zuverlässigkeit notwendig ist und eine neue Form des drahtlosen IoT mit niedrigem Stromverbrauch und passiven Verbindungen geschaffen werden muss.

Trend 3: Zusammenarbeit von Satelliten und stationären Netzwerken für 3D-Abdeckung

Die Zusammenarbeit zwischen Satelliten und stationären Netzwerken wird die Lücken in der drahtlosen Bodenabdeckung schließen und eine dreidimensionale Luftraumabdeckung ermöglichen, die für die Kommunikation und Kontrolle zukünftiger Drohnen und Flugzeuge erforderlich ist. Mobilfunknetze mit ihren fortschrittlichen Kommunikationstechnologien spielen beim Ausbau der Satellitenkommunikationstechnologien eine zunehmend wichtige Rolle.

Trend 4: Integrierte Sensorik und Kommunikation für echte digitale Replikate

Sensorik und Kommunikation werden weiter integriert, um eine digitale Nachbildung der physischen Welt in Echtzeit zu ermöglichen und das autonome Fahren und Drohnenmanagement auf hohem Niveau zu erleichtern. Sowohl die Funkschnittstellen als auch die Netzarchitekturen müssen in ähnlicher Weise integriert werden. Die Technologie für die Erfassungsauflösung muss durch den Einsatz von Ultrabreitband mit Massive MIMO bis in den Zentimeterbereich vordringen, um diese Funktionen zu erreichen.

Trend 5: Intelligenz in jeder Branche und Verbindung

Drahtlose Netzwerke werden vollständig in KI-Technologien integriert, um vollständig autonome Netze der Stufe 5 zu ermöglichen, die automatisierte Betriebs- und Wartungsabläufe unterstützen und helfen, den CO2-Fußabdruck zu minimieren. Zukünftige Funkgeräte sind ebenfalls mit nativer Intelligenz ausgestattet. Intelligente Funkalgorithmen optimieren die Verwaltung von Kanal-Codierung und Funkressourcen weiter.

Trend 6: Grüne Netze mit voller Anbindung und vollem Lebenszyklus

Mit dem Anstieg des weltweiten Netzwerkverkehr um das Hundertfache in den nächsten Jahren steigt die Nachfrage nach Lösungen, die den Energieverbrauch des Netzwerks reduzieren, ebenso stark. Auch die Energieeffizienz pro Bit muss sich in ähnlichem Maße verbessern. Gerade die Energieeffizienz muss bei jedem Aspekt des Netzdesigns berücksichtigt werden, einschließlich der Funkschnittstellen, Geräte und Standorte. Nur so ist der Aufbau dieser grünen und nachhaltigen Netze über den gesamten Lebenszyklus hinweg möglich.

Trend 7: Flexibles Vollband unter 100 GHz

Bis 2030 benötigen die Länder durchschnittlich 2 GHz Bandbreite im mittleren Bandbereich und über 20 GHz Bandbreite im Millimeterwellenbereich, um den wachsenden Datenverkehr zu bewältigen. Die Branche muss die Entwicklung des Sub-100-GHz-Spektrums zu NR (New Radio) erleichtern und die Spektrumsnutzung durch Multibandintegration und andere innovative Technologien neu definieren, um eine zehnfache Verbesserung der spektralen Effizienz zu erreichen.

Trend 8: Multi-Breitband-Antennen für geringere Kosten pro Bit

Die Kosten für die Datenübertragung pro Bit könnten sinken, wenn Multi-Antennen-Technologien in jedem Frequenzband und jedem Szenario zum Einsatz kommen. Modulare Ultrabreitbandantennen unterstützen flexible Kombinationen mehrerer Bänder. Intelligente reflektierende Oberflächen werden Multi-Antennen-Technologien in immer mehr Szenarien anwenden, um eine cloudbasierte Bereitstellung zu ermöglichen.

Trend 9: Sicherheit als Eckpfeiler für eine digitale Zukunft

Intrinsische Gerätesicherheit und intelligente und vereinfachte Sicherheit auf der Netzebene gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Netzsicherheit und Ausfallsicherheit stärker in den globalen Fokus rücken. Die Betreiber müssen diese Art von vereinfachten Sicherheitsdiensten über Cloud-Netz-Synergien für ihre Industriekunden anbieten, um die digitale Transformation zu fördern.

Trend 10: Mobile Computing-Netzwerke für Device-Pipe-Cloud-Zusammenarbeit

Künftige Mobilfunknetze unterstützen vielfältigere Dienste, wie zum Beispiel das Metaverse, industrielle Feldnetzwerke und Vehicle-to-Everything (V2X)-Kommunikation. Das bedeutet, dass die Datenverarbeitung in die Mobilfunknetze integriert werden muss, um unterbrechungsfreie, qualitativ hochwertige Dienste nach Bedarf bereitzustellen, da ein einzelnes Dienstmodell für den Aufbau neuer digitaler Plattformen nicht ausreicht.

Wang rundete seine Präsentation ab, indem er noch einmal betonte, dass diese zehn Branchentrends ein deutliches Zeichen dafür sind, dass sich die Mobilfunkbranche schnell in Richtung einer vollständig intelligenten Welt bewegt. Er schloss mit dem Versprechen, dass Huawei weiterhin mit Partnern aus der Branche zusammenarbeiten wird, um diese Netzwerke der Zukunft zu definieren und die Vision der intelligenten Welt 2030 Wirklichkeit werden zu lassen.

www.huawei.com


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