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innovationWollen Unternehmen bei der digitalen Transformation erfolgreich sein, müssen sie die IT stärker in die Entwicklung des Unternehmens einbeziehen. 

An Industrie 4.0 kommen Unternehmen unabhängig von der Branche oder Unternehmensgröße nicht vorbei. Bei allen Vorteilen, die durch die Entwicklung der Geschäftsprozesse entstehen, steigt auch der Druck, diese kontinuierlich anzupassen und zu automatisieren. Um sich zukünftig gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten, müssen zusätzlich neue Geschäftsmodelle geschaffen werden. In diesem Prozess wird sich die IT weit über die Erfüllung definierter Anforderungen hinaus zu einem Innovationstreiber im gesamten Unternehmen entfalten.

„Wollen Unternehmen bei der digitalen Transformation erfolgreich sein, müssen sie die IT stärker in die Entwicklung des Unternehmens einbeziehen und in das Portfolio einbinden. Eine reine Fixierung auf Betriebsmodi wie es beispielsweise bei der Bimodal-IT oder der Two-Speed-IT der Fall ist, sollten Unternehmen allerdings vermeiden, da diese allein ein Unternehmen nicht zukunftsfähig macht“, erläutert Martin Beims, geschäftsführender Gesellschafter der aretas GmbH und Autor des Fachbuchs „IT-Service Management in der Praxis mit ITIL“.

IT im Wandel: neue Anforderungen

Die Veränderungen im Markt haben Auswirkungen auf die Anforderungen an die Unternehmens-IT: Hohe Geschwindigkeit bei gleichzeitig hoher Zuverlässigkeit sind gefordert. Aufgrund der grundlegenden Bedeutungszunahme der IT verändert sich ihre Rolle innerhalb des Unternehmens radikal. Besonders ihre Bedeutung für den Unternehmenserfolg nimmt stetig zu. „Bisher wurden Geschäftsprozesse durch Automatisierung oder aber mithilfe der ITSM-Methoden wie ITIL unterstützt“, so Beims. Inzwischen ist es in vielen Unternehmen Alltag geworden, den Fokus auf den Service zu legen – der Wirkungsgrad für die Anwender steht im Vordergrund, die technischen Komponenten treten dahinter zurück.

„Themen wie Cloud-Computing oder die daraus resultierenden Multisourcing-Umgebungen können neue Perspektiven eröffnen. Viele Unternehmen haben in diesen Bereichen noch deutliches Entwicklungspotenzial“, stellt Beims fest. Seine Prognose: Die Unternehmens-IT wird statt der eindimensionalen Erfüllung definierter Anforderungen langfristig als Innovationstreiber gefragt sein. Grundlegende Veränderungen in etablierten Geschäftsmodellen sind untrügliche Zeichen für eine sich wandelnde Gesellschaft. Zu den Veränderungen zählt das grundlegend erneuerte Prinzip der Plattformökonomie. Diese Methode modifiziert elementar die Art, wie beispielsweise Hotels ihre Betten auslasten, wie Warenhäuser funktionieren oder wie Musik gekauft wird: Alles ist online, schnell und flexibel verfügbar.

Nächster Evolutionsschritt

„In den letzten Jahren hat sich die IT immer mehr von der reinen Technologie zu einem Anbieter bedarfsgerechter Services entwickelt. Deren Erbringung stellt allerdings künftig nur noch einen Teil der Aufgaben dar“, erläutert Beims. In Zukunft stehen die levelkonformen Services nicht mehr im Vordergrund. Die Rolle der IT sollte sich vielmehr in Richtung Ideenlieferant entwickeln. Um kreativ zu agieren und gleichzeitig das Alltagsgeschäft souverän zu meistern, müssen die Mitarbeiter zuerst die Basisarbeit, wie die zuverlässige und wirtschaftliche Service-Bereitstellung, sicher beherrschen. Voraussetzung hierfür ist die detaillierte Kenntnis der aktuellen Prozesse und Aktivitäten des Unternehmens und welche Services für welche Prozesse bereitzustellen sind. Nur so hat die IT genug Freiraum und kann ideenreich mit neuen Konzepten und Services das Geschäft bereichern.

„Für den CIO liegt der Schwerpunkt in den nächsten Jahren auf Geschäftsmodell- und Service-Innovationen. Damit verschiebt sich die IT in das Zentrum der unternehmenskritischen Prozesse. Die Diskussion, ob der CIO Teil der Unternehmungsführung sein soll, erhält vor diesem Hintergrund eine neue Perspektive“, resümiert Beims. 

www.aretas.de
 

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