Anzeige

Smartphone traurig

Soziale Medien machen Teens depressiv - das hat schon jeder gehört. Doch das Problem besteht womöglich auch bei Erwachsenen, wie eine im Mai 2020 gestartete US-Studie zeigt.

"Wir haben Leute befragt, die wegen ihrer Social-Media-Nutzung nicht deprimiert waren", so Erstautor Roy Perlis von der Harvard Medical School gegenüber "NC News". Monate später hatten dann vor allem jene Probanden, die Snapchat, Facebook oder TikTok nutzen, deutlich eher Depressionen.

5.395 Nutzer analysiert

Eigentlich wollten die Forscher mit ihren von Mai 2020 bis Mai 2021 monatlich erfolgten Befragungen von 5.395 erwachsenen Usern (Durchsnittsalter 56) ergründen, wie US-Nutzer mit der Corona-Pandemie umgehen. Doch mit der Zeit interessierten sie sich eher dafür, wie sich die Nutzung sozialer Medien auf das Gemüt auswirkt. So zeigte sich, dass jene Probanden, die Social Media nutzen, in späteren Befragungen eher depressive Symptome gezeigt haben als jene, die Social Media fern bleiben.

Zudem hat die Studie ergeben, dass verschiedene soziale Medien offenbar unterschiedliche Alterskohorten beeinflussen. So scheinen Menschen unter 35 mit Snapchat und TikTok keine Probleme zu haben, während die noch Älteren gerade bei der Nutzung dieser Plattformen eher in Depressionen abgleiten. Warum genau das so ist, bleibt unklar. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der Tatsache, dass es sich um stark visuelle Medien handelt oder damit, dass diese normalerweise eher auf jüngeres Publikum abzielen.

Facebook-Frust unter 35

Auch Facebook ist ein soziales Medium, das laut Studie relativ klar in Verbindung mit depressiven Symptomen bei Erwachsenen steht. Doch gilt das in diesem Fall besonders bei Unter-35-Jährigen, während ältere Facebook-User kaum betroffen scheinen. Auch hier bleibt unklar, woran genau das liegt. Die Forscher halten zudem fest, dass die Studie lediglich einen Zusammenhang von Depression mit Social-Media-Nutzung nachweist.

Die sozialen Medien sind aber nicht unbedingt tatsächlich der Auslöser. Es scheint ebenso denkbar, dass Menschen, die aus anderen Gründen zu Depressionen neigen, sich aus irgendeinem Grund zu bestimmten Plattformen hingezogen fühlen.

www.pressetext.com


Weitere Artikel

Hypnose Bildschirm

Zwei Jahre Corona: Jeden Tag 10 Stunden am Bildschirm

Ob Smartphone, Laptop oder Fernseher: Seit Corona verbringen die Menschen mehr Zeit vor dem Bildschirm. So beträgt die durchschnittliche Bildschirmzeit derzeit 10 Stunden pro Tag, 70 Stunden in der Woche.
KI

BioNTech und Deutsche Bahn investieren in KI-Spezialist InstaDeep

InstaDeep, ein Anbieter von fortschrittlichen KI-Systemen, gab heute bekannt, dass das Unternehmen 100 Millionen US-Dollar erhalten und eine Serie-B-Finanzierungsrunde unter der Leitung von Alpha Intelligence Capital zusammen mit CDIB abgeschlossen hat. Zu…
Haus digital

Energieeffiziente Gebäude: Wir brauchen eine digitale Renovierungswelle

Die Bundesregierung hat die Förderung energieeffizienter Gebäude gestoppt. Ein Kommentar von Bitkom-Präsidiumsmitglied Matthias Hartmann.
Twitter

"Twitter Flock": Tweets nur für enge Freunde

Der Mikroblogging-Service Twitter arbeitet offenbar an einem Feature, das es Usern ermöglicht, Tweets nur mit engeren Freunden zu teilen. Bis zu 150 Personen kann dieser "Flock" umfassen, wie der italienische Entwickler und Tech-Blogger Alessandro Paluzzi…
Cloud Computing

Die Kohlenstoffemissionen werden die Kaufentscheidungen für Cloud-Lösungen bestimmen

Bis 2025 werden die Kohlenstoffemissionen von Hyperscale-Cloud-Services an dritter Stelle bei Cloud-Kaufentscheidungen stehen, so das Research- und Beratungsunternehmen Gartner.
Hacker

Hackerangriff auf Unfallkasse Thüringen – Server verschlüsselt

Das Computersystem der Unfallkasse Thüringen (UKT) ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. «Am 4. Januar 2022 erfolgte ein gezielter Angriff auf unsere informationstechnischen Systeme», schreibt die UKT auf ihrer Internetseite.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.