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Instagram

Quelle: Nopparat Khokthong / Shutterstock.com

Auch an Ostern bleibt Social Distancing leider nicht aus. Die anhaltenden weitreichenden Kontaktbeschränkungen in Zeiten der Pandemie haben im Alltag zur Folge, dass die Nutzerzahlen auf Sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook & Co. in die Höhe schnellen.

Dabei verbucht die Instagram-App laut Statistik (Stand Februar 2021) mit rund 21,5 Millionen die höchsten Downloadzahlen in der Kategorie "Social" im Google Play Store. Auch beim Nachwuchs ist das soziale Medium ein Dauerbrenner. Häufig setzen die Kids bereits auf Apps, die die Trends von morgen darstellen.

Doch Eltern sollten die Risiken für Kinder und Jugendliche im Auge behalten, wenn sie Stories, Bilder oder Videos posten. Erst kürzlich haben Datenschutzexperten bestätigt, dass Instagram zu einer der datenhungrigsten Apps gehören und fast 80 Prozent der gesammelten Informationen wie Einkäufe, Standort, Kontaktdetails etc. mit Drittanbietern teilt. Worauf Mütter und Väter achten sollten, erklären die ESET-Sicherheitsexperten.

Instagram: Hier lauern Risiken

Auf dem Sozialen Netzwerk teilen Instagrammer Fotos und kurze Videos mit ihren Freunden oder mit der ganzen Welt. Laut Nutzungsbedingungen darf mitmachen, wer mindestens 13 Jahre alt ist. Ziel ist es, möglichst viele Likes und Follower einzuheimsen. Nicht nur für Heranwachsende erweist sich das Medium als probates Format, sich in Szene zu setzen, seine Kreativität auszuleben, sondern auch als Mittel zur Selbstbestätigung und als Vermarktungsmaschine. Doch Instagram bietet mehr als kurzweilige Videos und coole Bilder: Unangemessene Inhalte, problematische Kommentare, Mobbing, Datenschutzlücken und Urheberrechtsverletzungen sind nur einige der Tücken für Kinder und Jugendliche.

Schon allein die Anmeldung erweist sich als erster Unsicherheitsfaktor für Eltern. Das vorgeschriebene Mindestalter von 13 Jahren kann von Kindern und Jugendlichen leicht umgangen werden: Das Alter wird zwar beim Anlegen eines neuen Instagram-Profils abgefragt, eine Verifikation gibt es allerdings nicht.

Der Konsum steigt

Gerade in diesen Krisenzeiten suchen die Menschen andere Möglichkeiten, um mit Freunden und Familienangehörigen in Verbindung zu bleiben, das tagesaktuelle Geschehen zu verfolgen und Zerstreuung zu finden. Einer aktuellen Bitkom-Studie unter 1.003 Anwendern in Deutschland ab 16 Jahren zufolge geben 75 Prozent an, dass sie seit Ausbruch der Pandemie die Sozialen Netzwerke intensiver nutzen. Vor allem die 16- bis 29-Jährigen haben hier mit 86 Prozent die Nase vorn, gefolgt von den 82 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 74 Prozent der 50- bis 64-Jährigen. Selbst die ältere Generation ist immer mehr in den Sozialen Netzwerken vertreten.

Im Januar 2020 lag der Anteil der 13-bis 17-Jährigen weltweit schon bei über 50 Millionen: Tendenz steigend. Laut einer Statistik aus demselben Jahr verbuchte Instagram unter 12- und 18-Jährigen den zweithöchsten Nutzeranteil in Deutschland.

Tipps für sicheres Instagram

Gerade in Sozialen Netzwerken wie Instagram ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder an die Hand nehmen und ihnen Tipps an die Hand geben. Denn eines bewahrheitet sich, seitdem es das Word Wide Web gibt: "Das Internet vergisst nicht". Aus diesem Grund haben die ESET-Sicherheitsexperten folgende Tipps zusammengestellt.

  • Familienprofil als Einstieg: Ist der Nachwuchs jünger, bietet sich womöglich ein Familienprofil an. Darf sich das Kind mit einem eigenen Konto anmelden, sollte ausgemacht werden, dass die Eltern jederzeit zusammen einen Blick auf die Aktivitäten werfen können.
  • App-Rechte unter die Lupe nehmen: Überprüfen Sie genau, welche Zugriffsrechte die Instagram-App fordert Im Downloadbereich haben Sie Einsicht in die Bewertungen zur App.
  • Privatsphäre-Einstellungen checken: Stellen Sie das Instagram-Profil auf "privat". Ihr Kind sollte bei der Anmeldung an "Daten sparen" und einen Nickname verwenden.
  • Vorsicht bei Crossposting: Die auf Instagram geteilten Inhalte sieht nicht nur die Instagram-Community, sondern auch Mitglieder von anderen Sozialen Medien wie Facebook und Twitter. Diese Verknüpfung können Sie unter Optionen unterbinden.
  • Starkes Passwort: Ein sicheres Passwort ist ein wichtiger Baustein, damit das Konto nicht gehackt wird. Fordern Apps und Webseiten Zugriff auf das Profil, sollten Kinder die Finger davon lassen. Besser noch: Das Handy als zweiten Faktor für die Anmeldung nutzen.
  • Urheberrechtsverletzungen meiden: Fremde Bilder und Videos sind tabu. Erklären Sie Ihrem Kind, dass man Bilder von anderen ohne deren Erlaubnis nicht posten darf.
  • Problematische Inhalte melden: Bei komischen und unangemessenen Bildern und Videos sollte Ihr Nachwuchs Screenshots davon machen, den Kontakt sofort abrechen, die Kommentare des Nutzers auf dem eigenen Profil blockieren und Sie als Eltern informieren!

www.eset.com/de/


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