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BlockchainDas neue Coco-Framework von Microsoft soll 2018 als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht werden. Das Framework vereinfacht den Einsatz von Blockchain-Technologien für Unternehmen. Unternehmen profitieren mit dem Coco-Framework von reduzierter technischer Komplexität und höheren Transaktionsgeschwindigkeiten.

Während aktuelle Blockchain-Protokolle oftmals komplexe Entwicklungstechniken erfordern, um die operativen und sicherheitsrelevanten Anforderungen von Unternehmen umzusetzen, verringert das Coco-Framework die Komplexität beispielsweise durch die Automatisierung von Bereitstellungsprozessen der Infrastruktur sowie die sichere Integration in Bestandssysteme. Zudem erfüllt es – integriert in ein Blockchain-Netzwerk – die Anforderungen nach hohen Transaktionsgeschwindigkeiten, Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten verteilter Prozesse sowie hoher Sicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Vertraulichkeit von Daten. Microsoft ermöglicht damit eine effiziente Umsetzung von vielfältigen Szenarien der Blockchain-Technologie in Branchen wie dem Finanz- und Gesundheitssektor oder der Logistik und dem Einzelhandel.

Unternehmenskunden und Entwickler können sich bereits heute über ein technisches Whitepaper und ein erstes Vorschauprojekt (Video) informieren.

„Blockchain gehört heute zu den zentralen transformativen Technologien, mit denen Unternehmen die Hürden ihrer organisationsübergreifenden Geschäftsaktivitäten – beispielsweise durch die automatisierte Abwicklung von Verträgen – substantiell verringern können”, sagt Patrick Schidler, Business Lead Data Insights & Blockchain bei Microsoft Deutschland. „Microsoft möchte den Einstieg in die Blockchain-Technologie für Unternehmen vereinfachen und liefert mit dem Coco-Framework bereits alle notwendigen Grundfunktionalitäten. So startet man nicht nur schneller mit der Umsetzung seiner Ideen, sondern erfüllt auch leichter die Anforderungen an unternehmenskritische Anwendungen.“

Die Kombination aus Algorithmen und Trusted Execution Environments (TEEs) wie den Software Guard Extensions (SGX) von Intel, die eine vertrauenswürdige Umgebung für Applikationen innerhalb und außerhalb von Blockchains schafft, oder dem Windows Virtual Secure Mode (VSM), mit dem Administratoren ihre Systeme vor Pass-the-Hash-Angriffen schützen können, erleichtern die Bereitstellung von Blockchain im Unternehmen weiter.

Vorteile des Coco-Frameworks:

  • Die Transaktionsgeschwindigkeit ist mit etwa 1.600 Transaktionen pro Sekunde deutlich höher als bei vorhandenen Blockchain-Protokollen.
  • Eine einfache Verwaltung der Datenvertraulichkeit wird ohne Leistungseinbußen ermöglicht.
  • Es ist branchenweit die erste Lösung, mit dem eine Netzordnung („Network Constitution“) in dem verteilten Netzwerk etabliert werden kann. Mit Hilfe eines sogenannten „Distributed Governance“-Modells für Blockchain-Netzwerke können Mitglieder selbst über alle Bedingungen entscheiden, die das Konsortium und das physische Netzwerk regeln.

Open-Source-Projekt startet 2018: R3, Intel Sawtooth Lake und JP Morgen Quorum zählen zu den ersten Partnern

Das Coco-Framework ist „by Design“ kompatibel mit allen Ledger-Protokollen und kann in der Cloud oder On-Premises – lokal im Rechenzentrum des Unternehmens – auf jedem Betriebssystem und Hypervisor eingesetzt werden, der ein kompatibles TEE unterstützt. Zu den ersten Partnern, die bestehende Ledger integrieren, gehören R3, Intel Sawtooth Lake und JP Morgan Quorum. Diese Unternehmen werden ihre eigenen Blockchain-Ledger-Plattformen in das Coco-Framework einbinden.

Das Coco-Framework wird 2018 als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht. In dem Rahmen werden Kunden und Partner sowie Blockchain-Communities in die Weiterentwicklung der grundlegenden Technologien eingebunden.  

 
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