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Bildung an erster Stelle

Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen verdoppelt

Laut Check Point wurden Organisationen in Deutschland im September 2.316-mal pro Woche angegriffen, 103 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen verdoppelt

Organisationen in Deutschland wurden im September 2026 durchschnittlich 2.316-mal pro Woche angegriffen. Das sind 103 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das geht aus dem Monthly Cyber Threat Report von Check Point Research (CPR) hervor. Es ist der stärkste Anstieg im deutschsprachigen Raum: In Österreich lag der Wert bei 3.077 Angriffen pro Woche (plus 96 Prozent), in der Schweiz bei 1.928 (plus 99 Prozent). Grundlage sind Daten aus der Plattform ThreatCloud des Sicherheitsanbieters.

Weltweit verzeichnete eine Organisation im September im Schnitt 2.803 Angriffe pro Woche, 16 Prozent mehr als im August und 48 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit Mai ist der Wert um 36 Prozent gestiegen.

„Dass sich die Angriffe auf deutsche Unternehmen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt haben, ist kein Ausreißer mehr. Es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass Angreifer ihre Kampagnen in einem Tempo skalieren, mit dem manuelle Abwehrprozesse nicht mehr Schritt halten.”
Patrick Fetter, Lead Sales Engineer bei Check Point

Bildung an erster Stelle

In Deutschland waren wie im Vormonat Bildung, Energie und Versorgung, Hardware und Halbleiter, Unternehmensdienstleistungen sowie Telekommunikation am stärksten betroffen. Weltweit lag das Bildungswesen mit 6.656 Angriffen pro Woche vorn, 59 Prozent mehr als im Vorjahr. CPR führt das auf den Beginn des neuen Schul- und Studienjahres zurück. Es folgen Telekommunikation mit 3.483 und der öffentliche Sektor mit 3.443 Angriffen.

Europa verzeichnete mit 61 Prozent den stärksten Anstieg aller Regionen und kam auf 2.545 Angriffe pro Woche. Beim absoluten Volumen lag Lateinamerika mit 3.813 Angriffen vorn.

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Sensible Daten in KI-Prompts

Jeder 39. Prompt an generative KI-Werkzeuge barg im September ein hohes Risiko, sensible Daten preiszugeben, im August war es jeder 43. Betroffen waren 89 Prozent der Unternehmen, die solche Werkzeuge regelmäßig nutzen. Am häufigsten tauchten Netzwerk- und IT-Infrastrukturdaten wie Konfigurationen und IP-Adressen auf, bei 71 Prozent der Unternehmen. Es folgten Finanzdaten (70 Prozent), Rechtsinformationen (68 Prozent), Personaldaten (62 Prozent) und personenbezogene Daten (60 Prozent).

Jede 91. E-Mail wurde als Phishing eingestuft, im August war es jede 112. 81 Prozent der Phishing-Mails enthielten Links, 11 Prozent Anhänge.

The Gentlemen löst Qilin ab

Auf Leak-Seiten von Ransomware-Gruppen wurden im September 824 Angriffe gemeldet, 53 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber weniger als die 1.042 im August. Auf die USA entfielen 41,9 Prozent der Opfer, auf Deutschland 4,0 Prozent. Aktivste Gruppe war mit 13 Prozent der Angriffe The Gentlemen, die Qilin (9 Prozent) an der Spitze ablöste. Es folgte Akira mit 5 Prozent. Daten von Leak-Seiten bilden laut CPR nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Angriffe ab.

(red/Check Point Research)

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