Laut 404 Media finanziert der Beratungskonzern zentral nur noch 29 Dollar pro Person. Mehrkosten müssen Projekte oder Teams übernehmen.
Accenture begrenzt Claude-Budget auf 29 Dollar pro Monat

Der Beratungskonzern Accenture begrenzt die zentral finanzierte Nutzung von Claude für viele seiner Beschäftigten auf 29 US-Dollar pro Person und Monat. Das berichtet das US-Medium 404 Media unter Berufung auf eine interne Mitteilung mit dem Titel „Claude Enterprise Users: Important Updates to Licensing and Usage Costs”. Laut dem Bericht hatten einige Beschäftigte bis zu 1.000 Dollar pro Monat für Claude ausgegeben. Accenture hat sich zu dem Bericht bislang nicht öffentlich geäußert.
Mehrkosten über Projekte
Wer das Budget von 29 Dollar überschreitet, muss ein Projekt oder Team finden, das die zusätzlichen Kosten übernimmt. Ein Teil der Beschäftigten nutzt einen Premium-Tarif mit einem Kontingent von 250 Dollar pro Woche, die meisten jedoch den allgemeinen Tarif. Interne Nachrichten zeigen laut 404 Media, dass Beschäftigte nach Wegen suchen, Claude weiterhin im gewohnten Umfang zu nutzen, und kritisieren, dass ein Wechsel in den Premium-Tarif zu lange dauere. „Ehrlich gesagt ist das enttäuschend”, schrieb ein Beschäftigter, der Claude nach eigenen Angaben für die Entwicklung eines KI-Werkzeugs für Accenture-Kunden nutzt.
Accenture gehört zu den großen Partnern von Anthropic. Beschäftigte des Konzerns nehmen unter anderem an der Claude Frontier Academy teil, mit der Anthropic Entwickler für den Produktiveinsatz von KI-Systemen ausbilden will.
Unternehmen bremsen KI-Ausgaben
Accenture ist nicht das einzige Unternehmen, das die Ausgaben für KI begrenzt. Laut Berichten hatte Uber sein KI-Budget für 2026 bereits nach vier Monaten aufgebraucht, vor allem wegen des hohen Token-Verbrauchs von Beschäftigten. Uber-President Andrew Macdonald erklärte daraufhin, er sehe nicht, dass sich der höhere Verbrauch in entsprechend mehr nützlichen Funktionen für Kunden niederschlage.
Auch Microsoft hat für seine Copilot-Plattform eine verbrauchsabhängige Abrechnung eingeführt. Rechenintensive agentische Funktionen werden dort zusätzlich zur Nutzerlizenz über sogenannte Copilot Credits abgerechnet. Administratoren können dafür Ausgabenlimits auf Organisations- und Nutzerebene festlegen.
(red)




