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Schlüssel in Kundenhand

Microsoft erweitert Souveränitätsangebote für Azure

Satya Nadella hat in Paris ein Sovereign Control Panel angekündigt. Schlüssel in Kundenhand per Azure Managed HSM sind jetzt allgemein verfügbar.

Microsoft erweitert Souveränitätsangebote für Azure
Bildquelle: Burdun-Iliya / Shutterstock.com

Microsoft hat seine Angebote für digitale Souveränität in der Cloud erweitert. CEO Satya Nadella stellte die Neuerungen auf der Veranstaltung Microsoft Frontier Tour in Paris vor. Sie bauen auf den „European Digital Commitments” auf, mit denen Microsoft im April 2025 Zusagen zur Datenhaltung und Ausfallsicherheit für europäische Kunden gemacht hatte.

Überblick über Souveränitätseinstellungen

Neu ist das Sovereign Control Panel. Es fasst im Azure-Portal die Einstellungen und Signale zur Souveränität einer Organisation in einer Oberfläche zusammen. Nach Angaben von Microsoft soll es beim Risikomanagement und bei der Planung von Szenarien für die Geschäftskontinuität helfen.

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Schlüssel in Kundenhand

Allgemein verfügbar ist nun Azure Managed HSM. Damit verwalten Kunden die Schlüssel zur Verschlüsselung ihrer Daten extern in einem Hardware-Sicherheitsmodul (HSM) und behalten die physische Kontrolle darüber. Ergänzend schützt Azure Confidential Computing Daten während der Verarbeitung. Mit Azure Confidential Clean Rooms können Organisationen sensible Daten gemeinsam mit Partnern analysieren, ohne sie miteinander zu teilen.

Zugriffe von Microsoft dokumentiert

Für die Kontrolle über Zugriffe durch Microsoft-Beschäftigte nennt das Unternehmen Just-in-Time Access und Customer Lockbox. Bei Customer Lockbox müssen Kunden einem Zugriff des Microsoft-Supports auf ihre Daten zustimmen. Ein sogenannter Production Touch Ledger soll Zugriffe auf die Produktionsumgebung nachvollziehbar protokollieren.

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Mehr Funktionen für die eigene Infrastruktur

Die Plattform Azure Local, mit der Unternehmen Azure-Dienste in eigenen Rechenzentren betreiben, unterstützt nun Confidential Virtual Machines. Hinzu kommen die Datenbank DocumentDB, GitHub Enterprise Local sowie Foundry Local für KI-Anwendungen. Diese Dienste lassen sich laut Microsoft sowohl mit Internetverbindung als auch in vom Netz getrennten Umgebungen betreiben.

Hintergrund ist die Debatte über die Abhängigkeit europäischer Organisationen von US-Cloudanbietern. US-Gesetze wie der Cloud Act können amerikanische Unternehmen verpflichten, Daten an Strafverfolgungsbehörden herauszugeben, auch wenn sie in Europa gespeichert sind. Laut seinem jüngsten Transparenzbericht erhielt Microsoft im zweiten Halbjahr 2025 weltweit 27.412 Datenanfragen von Strafverfolgungsbehörden. Der Rechtschef von Microsoft Frankreich hatte 2025 vor dem französischen Senat erklärt, das Unternehmen könne nicht garantieren, dass Nutzerdaten nicht auf Anfrage der US-Regierung weitergegeben werden.

(red/Microsoft)

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