Anzeige

Schwachstelle

Quelle: Alberto Garcia Guillen / Shutterstock.com

Tenable hat heute mehrere sicherheitsrelevante Probleme aufgedeckt, die macOS-Anwendungsinstaller betreffen. Diese Probleme sind noch nicht behoben!

Zu diesen Problemen gehört die Möglichkeit, die Standard-Sicherheitsmechanismen von macOS in Bezug auf signierte Anwendungsinstaller zu umgehen, welche die Ausführung schädlicher Skripte verhindern sollen. Tenable warnte außerdem alle Anwendungsentwickler vor einer möglichen Sicherheitslücke, auf die sie achten sollten, wenn sie Installationsprogramme für ihre Anwendungen erstellen.

Das Installieren neuer Anwendungen ist etwas, mit dem jeder macOS-Benutzer vertraut ist. Die von Tenable identifizierten und in diesem Blogpost besprochenen Schwachstellen haben das Potenzial, jeden Benutzer zu betreffen, der jemals eine neue Anwendung installieren muss. Dies gilt insbesondere für Anwendungen, die vor der Installation die Eingabe eines Passworts erfordern, wie Microsoft Teams.

Die identifizierten Schwachstellen könnten es außerdem Cyberkriminellen, die sich zuvor Zugang zum System verschafft haben, ermöglichen, ihre Berechtigungen zu erhöhen, ohne dass der Benutzer darüber informiert wird. Dies würde einem Angreifer die vollständige Kontrolle über das System des Benutzers geben. Dies könnte es dem Angreifer ermöglichen, Malware zu verbreiten, vertrauliche Informationen zu stehlen oder eine Reihe anderer kriminellen Aktivitäten auszuführen.

Diese Probleme sind noch nicht behoben. Apple hat erklärt, dass die von Tenable identifizierte Methode zur Sicherheitsumgehung ein erwartetes Verhalten ist und wie vorgesehen funktioniert. Apple erklärte auch, dass die von Tenable empfohlene Sicherheitsverbesserung für das Installer-Subsystem in der Verantwortung der einzelnen Entwickler liegt und kein Sicherheitsproblem darstellt, obwohl ein ähnliches Problem, das im Jahr 2020 gemeldet wurde, bereits behoben wurde.

Zudem ein interessanter Hinweis: Gestern haben neue (externe) Untersuchungen ergeben, dass die im Hacker-Toolkit der SolarWinds-Attacke verwendete Malware die Installer-Funktionen modifiziert oder missbraucht hatte, um ihre Angriffe zu fördern. Tenable erklärt in seinem Blog das "Wie" dieser Art von Angriff, aber speziell auf macOS ausgerichtet. Die Verbindung – abgesehen von Ähnlichkeiten im Angriffsvektor – zeigt, dass es sich um eine Angriffsart handelt, die von Unternehme leider  weitgehend missverstanden oder ignoriert wird.

Weitere Informationen:

Detailliertere Informationen sind über den TechBlog-Beitrag von Tenable Research und die entsprechenden Sicherheitshinweise (TRA-2021-19TRA-2021-20 und TRA-2021-21) verfügbar.

www.tenable.com
 


Weitere Artikel

Facebook

Wettbewerb: Bedenken gegen Übernahmepläne von Facebook

Die Wettbewerbshüter der EU haben Bedenken gegen den von Facebook geplanten Kauf des Start-ups Kustomer angemeldet.
Mitarbeiter Team

Auch zufriedene Mitarbeiter wechselwillig

Viele Unternehmen unterschätzen die Gefahr, Mitarbeiter zu verlieren, obwohl sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind. Das ist das Ergebnis einer Studie der New Yorker PR-Agentur Zeno Group. Demnach sind 48 Prozent aus dieser Gruppe offen für neue Möglichkeiten.
Urlaub Smartphone

72 Prozent sind im Sommerurlaub dienstlich erreichbar

Ein Video-Call am Strand, eine Chatnachricht am Flughafen, eine SMS an der Hotelbar: Fast Dreiviertel der Berufstätigen, die in diesem Sommer einen Urlaub planen, sind währenddessen für dienstliche Belange erreichbar.
Zoom

Millionenzahlung: Deal soll "Zoombombing"-Klage beenden

Als in der Corona-Pandemie Zoom schlagartig populär wurde, gab es immer wieder Ärger mit Störenfrieden, die in fremde Videokonferenzen platzten. US-Nutzer zogen deswegen vor Gericht, jetzt will Zoom ihre Sammelklage mit einer Zahlung von bis zu 85 Millionen…
künstliche Intelligenz

KI erlaubt Wetterprognose für zehn Tage

Mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Deep Learning wollen Forscher der Ocean University of China Wetterprognosen für die nächsten zehn Tage ermöglichen.
5G

5G-Standard bei US-Smartphones deaktiviert

Fast 40 Prozent der US-Bürger, die ein 5G-Smartphone haben, begnügen sich mit dem langsameren 4G-Netz, obwohl sie 5G bezahlen. Sie schalten die Funktion dauerhaft aus, wie eine Umfrage von "Android Authority" zeigt, an der sich 1.300 Leser beteiligt haben.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.