Anzeige

DHL

Bild: WDnet Creation / Shutterstock.com

Abofallen, Schadprogramme und Phishing: Im Vorweihnachtsgeschäft boomt nicht nur das Online-Geschäft, auch das Cybercrime-Business hat Hochkonjunktur.

Aktuell stellen die ESET-Sicherheitsexperten durch den Shutdown eine nochmalige massive Zunahme der Kampagnen von Kriminellen fest. Sehr beliebt sind vermeintliche E-Mails des Paketdienstleisters DHL. Bei dieser Masche wird dem Empfänger vermittelt, dass ein Paket nicht ausreichend frankiert wurde. Hierzu soll das potentielle Opfer eine verlinkte Webseite besuchen und die Differenz per Kreditkarte begleichen. Die Verbrecher wollen aber lediglich an sensible Informationen gelangen und diese in Untergrundforen verkaufen. Die Betrogenen haben neben dem Verlust sensibler Informationen gleichzeitig ein Abo für ein Fitnessstudio abgeschlossen. 

"Ihre Weihnachtsgeschenke kaufen viele Menschen online: Das wissen auch Kriminelle und sind zurzeit sehr aktiv mit Spam- und Phishing-Mails. Die Betrüger geben sich derzeit insbesondere als Paketzusteller, Fake-Shop oder Wohltätigkeitsorganisation aus", erklärt Thomas Uhlemann, ESET Security Specialist. "Solche E-Mails sind immer schwerer als Fälschung erkennbar. Gerade im Moment sollten Anwender sehr genau ihre -digitale Post checken, um nicht in die Falle zu tappen."

Tipps zum Schutz vor Spam- und Phishing-Mails

- Im Zweifel die E-Mail löschen: Nachrichten von unbekannten Absendern oder E-Mails mit seltsamen Inhalten sollten im Zweifel gelöscht werden. Spammer setzen häufig falsche Betreffzeilen wie "Re: Ihre Anmeldung" und gefälschte Absender-Adressen ein.

- Nicht auf enthaltene Links klicken: Gelangt doch einmal eine Spam-Mail durch die Filter ins Postfach, sollten nicht auf Links geklickt und auf gar keinen Fall persönliche Informationen wie Kreditkartendaten preisgeben werden.

- Keine Anhänge öffnen: Häufig werden Anhänge in Spam-Mails als vermeintliche Rechnungen im PDF-, Exe- oder Word-Format getarnt. Diese sollten unter keinen Umständen geöffnet werden. In den meisten Fällen lauern hier Schadprogramme, die so auf das System gelangen.

- Nicht antworten: Internetnutzer sollten niemals auf Spam- und Phishing-Mails antworten. Auch vermeintliche Abmelde-Optionen sollten nicht genutzt werden. Die Rückmeldungen sind für Kriminelle eine Bestätigung, dass die Adresse aktiv genutzt wird.

- Zweit-Adresse anlegen: Die private E-Mail-Adresse sollte nur in Ausnahmefällen herausgegeben werden. Für Bestellungen in Online-Shops oder Anmeldungen auf Portalen ist es besser, sich ein zweites Postfach zuzulegen. Wer über diese E-Mail viel Spam bekommt, kann einfach zu einer neuen wechseln. Unter der ersten Adresse bleibt er für Bekannte und Freunde erreichbar.

- E-Mail-Adresse in Foren verbergen: Nutzer sollten die eigene E-Mail-Adresse nicht öffentlich machen. Viele Foren bieten individuelle Einstellungen für die Privatsphäre. Dort können Nutzer festlegen, dass nur bestimmte Personenkreise die Adresse sehen dürfen.

- Sicherheitslösung einsetzen: Anwender sollten eine Sicherheitslösung einsetzen, die neben einem zuverlässigen Schutz vor Schadprogrammen auch einen umfassenden Spam- und Phishing-Schutz bietet.

- Updates einspielen: Wie die Analysen immer wieder zeigen, setzen Cyberkriminelle auf fehlende Rechnerhygiene. Daher sollten Anwender bereitgestellte Updates für das Betriebssystem, die installierte Software und auch Hardware umgehend einspielen. Empfehlenswert ist es, die automatische Updatefunktion, wenn verfügbar, zu aktivieren.

 

Die Erläuterungen zu den aktuellen Spam- und Phishing-Kampagnen sollten hier zu finden sein. 

www.eset.com/de


Artikel zu diesem Thema

Hacker shopping
Dez 12, 2020

Fake-Shops vor dem Kauf erkennen

Elektrogeräte, Bekleidung oder Haushaltsprodukte: Verbraucher finden online alles, was…
Hacker Coronavirus
Nov 25, 2020

Der digitale Virus: Unterschätztes Phishing-Mail-Risiko

79 Prozent der deutschen Büroangestellten öffnen bedenkenlos E-Mails von unbekannten…
E-Mail Security
Sep 17, 2020

Nur jeder Achte verschlüsselt häufig seine E-Mails

E-Mail bleibt auch weiterhin ein wichtiges Kommunikationsmedium. Spam ist nach wie vor…

Weitere Artikel

Facebook

Facebook: Pop-up mahnt zum Lesen vor dem Teilen

Facebook testet jetzt ein Pop-up, das User auffordert, Nachrichtenartikel vor dem Teilen auch tatsächlich zu lesen. Das soll dazu beitragen, dass Nutzer auf der Plattform News informierter weiterverbreiten.
USA-Flagge

Update zur Cyberattacke auf Colonial Pipeline

Eine Ransomware-Attacke hat die Treibstoffversorgung in weiten Teilen der USA beeinträchtigt, von Texas im Südwesten bis hoch nach New Jersey im Osten. Marcin Kleczynski, CEO von Malwarebytes, hat den Vorfall kommentiert und geht u.a. auf die Spannungen…
Grabstein

Best of Hacks: Highlights Februar 2021

Mit der höheren Online-Nutzung während der Corona-Pandemie steigen auch die Angriffe von Hackern im privaten Bereich, in Wirtschaft und Politik.
Smartphone

Smartphone wird immer mehr zur Heimat

Das Smartphone hat sich für viele Nutzer zu einem zweiten Zuhause entwickelt. Zu diesem Fazit kommen Anthropologen des University College London (UCL).
Hackerangriff

Cyberangriff: US-Pipeline soll nach Ende der Woche wieder laufen

Die größte Benzin-Pipeline in den USA soll nach einem Cyberangriff schrittweise wieder in den Dienst genommen und bis Ende der Woche weitgehend normal im Einsatz sein. Das erklärte der Betreiber Colonial Pipeline am Montag.
Data Analytics

72 % der Data & Analytics-Führungskräfte leiten Initiativen zur digitalen Transformation

Die sechste jährlichen Chief Data Officer (CDO)-Umfrage des Research- und Beratungsunternehmens Gartner belegt, dass 72 Prozent der Data and Analytics (D&A)-Führungskräfte Initiativen zur digitalen Transformation ihrer Organisation führen oder darin stark…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.