Anzeige

Google

Bild: Evan Lorne / Shutterstock.com

Betrüger haben leichtes Spiel dabei, falsche Unternehmen auf Online-Plattformen wie Google oder auch Facebook zu bewerben. Auf der Suchmaschine Google dauert das Erstellen von Fake-Business-Werbungen "nur ein paar Stunden", wie ein Bericht des britischen Verbraucherschutzunternehmens Which? zeigt.

Kein Check für Firmen-Existenz

Um zu prüfen, wie leicht es Schwindler auf Online-Plattformen haben, hat Which? zwei unechte, aber verlinkte Unternehmen ins Leben gerufen. Eines davon ist ein angeblicher Wasser-Anbieter namens "Remedii", dessen Produkt "beim Gewichtsverlust und bei der Verbesserung der Gemütslage hilft." Die anderen Fake-Firma ist "Natural Hydration", eine scheinbare Plattform für Gesundheitstipps.

Auf Google brauchten die beiden falschen Unternehmen nur einen Gmail-Account, um Werbungen zu erstellen. Zwar mussten die Anzeigen erst verifiziert werden, jedoch überprüfte Google nicht, ob die Firmen überhaupt existieren. In weniger als einer Stunde hatte die Suchmaschine die Werbungen genehmigt. Die beiden Fake-Unternehmen haben innerhalb eines Monats fast 100.000 Google-Impressionen eingesammelt.

Fake-Tipps auf Facebook erlaubt

Ähnliche Ergebnisse hat Which? auch bei Facebook gesehen. Nur mit einem persönlichen Account war es möglich, eine Business-Seite für "Natural Hydration" zu erstellen. Ohne Faktencheck konnte die Seite frei erfundene Gesundheitstipps verbreiten. Which? hat den Social-Media-Riesen auch für die Promotion der Seite bezahlt und jede Woche etwa 500 Likes eingesammelt.

Facebook hat gegenüber Which? erklärt, dass die Business-Seite keine gefährlichen Fehlinformationen verbreite und auch nicht versucht habe, Produkte zu verkaufen. Deshalb liege kein Verstoß gegen die Richtlinien der Plattform vor. Google zufolge werden die Regeln für Werbung ständig aktualisiert. Erst im Jahr 2019 habe die Plattform 2,7 Mrd. Fake-Werbungen entfernt.

www.pressetext.com


Artikel zu diesem Thema

Fake News
Jun 15, 2020

Fake News: Journalisten und Verlage fordern Strafen für soziale Netze

Im Kampf gegen Fake News rund ums Coronavirus haben Journalisten, Verlage und…

Weitere Artikel

Zugangsschlüssel

NFT-Kunst für Jedermann – Zugangsschlüssel in Bildern versteckt

Rocco Indovina möchte, dass hochwertige NFT-Kunst für jedermann erreichbar ist. Wer die letzten Buchstaben bzw. Zahlen des Zugangsschlüssels (Private Key) für einen sogenannten Non-Fungible Token in zwei seiner Bildern zuerst findet, bekommt diese Kunst…
Verkaufen

Verkaufen mithilfe von Smartphone-Apps fasziniert

Jeder dritte Brite zwischen 18 bis 24 Jahren überlegt, seinen Job zu kündigen oder seine Ausbildung abzubrechen, um ausschließlich Waren mithilfe von Smartphone-Apps zu verkaufen.
Ranking

Bundesländer-Ranking: Hamburg ist die Hauptstadt der IT-Profis

Hamburg ist das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialistinnen und Spezialisten. Im hanseatischen Stadtstaat arbeiten 4,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker oder in anderen IT-Berufen.
Partnerschaft

valantic und SYSTEMA schließen strategische Partnerschaft

valantic, IT-Beratungs- und Softwarehaus in Europa, partnert mit SYSTEMA, einem eigentümergeführten Systemintegrator, der sich auf Softwarelösungen und Dienstleistungen zur MES-Integration, Fertigungsautomatisierung und Produktionsoptimierung spezialisiert…
Firmenerweiterung

Okta schließt Übernahme von Auth0 ab

Okta, ein unabhängiger Anbieter von Identitätslösungen, gab die erfolgreiche Übernahme von Auth0, einer Identitätsplattform für Anwendungsteams, bekannt.
Dell

Sicherheitslücke in der Treibersoftware von Dell: Was jetzt zu tun ist

Wie kürzlich bekannt wurde, existiert eine eklatante Sicherheitslücke in einem Treiber für Firmware-Updates, der auf Millionen von Endgeräten der Marke Dell installiert ist. Der Hersteller empfiehlt, diesen Treiber komplett zu entfernen.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.