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Hacker

Gezielte Hinweiskampagnen sind wesentlich effektiver als Festnahmen, um den Einstieg junger Gamer in die Cyber-Kriminalität zu verhindern. Das besagt eine Studie der University of Cambridge und der University of Strathclyde.

Wenn User demnach gezielte "Denial of Service"-Attacken (DoS) starten wollen, hilft es am meisten, ihnen mitzuteilen, dass das illegal ist.

"Digitale Vormundschaft"

"Überraschenderweise funktioniert das, es ist wie eine Art digitale Vormundschaft. Sobald sich ein User für Cyber-Kriminalität interessiert, erhält er einen kleinen Hinweis. Das funktioniert vielleicht nicht bei Menschen, die bereits in solche Aktivitäten involviert sind, aber es reduziert die Zahl an neuen Kriminellen", erklärt Ben Collier, Koautor der Studie.

Die Forscher haben die Effektivität von Maßnahmen des FBI und der britischen National Crime Agency (NCA) gegen DoS-Angriffe von sogenannten "Booter"-Seiten untersucht. Bei DoS-Angriffen wird ein Datennetz gezielt überlastet, sodass dieses nicht mehr verfügbar ist. "Booter"-Seiten führen solche Attacken gegen Bezahlung durch. Vor allem in der Gaming-Szene wird diese Taktik oft gegen andere User eingesetzt.

Hinweise bei der Suche

Collier zufolge befürchten Behörden, dass DoS-Angriffe eine Art "Einstiegsdroge" für ernsthafte Cyber-Kriminalität sind. Das Forschungs-Team hat anhand der Daten über größere Booter-Seiten analysiert, welche Strategie des FBI und der NCA am wirksamsten sind, um User davon abzuhalten. Es stellte sich heraus, dass Festnahmen wenig Wirkung zeigen, DoS-Attacken nehmen so nur für höchstens zwei Wochen ab. Viel effektiver waren Störungen der Infrastruktur von "Booter"-Seiten und vor allem Werbekampagnen.

Von Dezember 2017 bis Juni 2018 führte die NCA eine Online-Werbekampagne gegen DoS-Angriffe durch. Wenn User nach Booter-Seiten suchten, tauchte eine gezielte Werbung auf, die darauf hinwies, dass solche Aktionen illegal sind. Diese Strategie zeigte mehr Wirkung als Festnahmen oder Störungen der Infrastruktur dieser Seiten. Behörden sollten ihr Vorgehen gegen Cybercrime dementsprechend überdenken, meinen die Wissenschaftler.

www.pressetext.com
 


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