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KI im Büro

Künstliche Intelligenz (KI) hilft Unternehmen dabei, die Einstellung und Arbeitsmoral ihrer Mitarbeiter zu überwachen. Auch die Produktivität der Beschäftigten soll mittels dieser Programme gesteigert werden können.

In naher Zukunft soll "Artificial Intelligence" (AI) auch dazu genutzt werden, unliebsame Beschäftigte auszumachen und diese zu entlassen oder Bewerber auf Tauglichkeit zu testen. Pikant: Ebenfalls kann die Einstellung gegenüber dem Chef überprüft werden, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Nicht nur schlechte Seiten

Das Programm Xander des amerikanischen Entwicklerteams von Ultimate Software analysiert beispielsweise, ob sich Beschäftigte optimistisch, verwirrt oder verärgert fühlen. Unter anderem ließ das amerikanische Industrieunternehmen SPS Companies so mittels Xander eine vertraulich durchgeführte Mitarbeiterbefragung auswerten. Was zunächst nach Überwachung klingt, kann aber auch positive Folgen haben.

So fand das Unternehmen nach der Auswertung der Fragebögen mit Unterstützung des Programms heraus, dass die firmeninterne Gesundheitsvorsorge für die Beschäftigten undurchsichtig und zu komplex sei. Hierfür analysierte Xander Antworten auf offene Fragen, Einstellungen und Meinungen basierend auf Sprache und andere Daten.

Es ist keine grundlegende Neuerung, dass Technologien eingesetzt werden, um die Produktivität der Belegschaft zu messen - sehr wohl jedoch, dass diese auch im Zuge des Bewerbungsprozesses sowie zum Beurlauben von Angestellten zum Zuge kommen. Laut Studien nutzten weltweit sogar mehr als 40 Prozent aller Arbeitgeber schon KI in irgendeiner Form. Das ruft wiederum besorgte Arbeitsrechtler auf den Plan.

Arbeitsrechtler schlagen Alarm

Diese sehen die Gefahr, dass künstliche Intelligenz für Diskriminierung am Arbeitsplatz sorgen könnte. Zudem will im Zweifel der Arbeitnehmer erst gar nicht damit konfrontiert werden. Sarkasmus oder Depressionen können nach wie vor nur schwer von künstlicher Intelligenz ausgemacht werden.

Die Equal Employment Opportunity Commission fand 2016 heraus, dass moderne Technologien teilweise sogar Barrieren schaffen. Dennoch: Die Technologie hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Das Forschungsunternehmen DeepMind entwickelte beispielsweise eine Software, die vorhersagen kann, wie die KI entscheidet und falsche Entscheidungen begründet.

Wie DeepMind verkündet, kann die Software mittlerweile einen psychologischen Test meistern, den Kinder erst ab einem Alter von etwa vier Jahren bestehen. Diese Fähigkeit könnte einmal zu Robotern führen, deren Denkweise Menschen immer mehr ähnelt. Die Grundvoraussetzung von weitentwickelter künstlicher Intelligenz sei jedoch die "Theorie des Geistes" als der Schlüssel zu unseren komplexen sozialen Interaktionen.

www.pressetext.com
 

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