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Gesundheitswesen

Jeder vierte Mitarbeiter im Gesundheitswesen (24 Prozent weltweit; 39 Prozent in Deutschland) ist der Meinung, dass Patientendaten nicht sicher sind, wenn sie mit ihrem mobilen Endgerät darauf zugreifen. 

Dies ergab die weltweite SOTI-Studie „Critical Technology for Critical Care: The State of Mobility in Healthcare 2020/21“. Darüber hinaus klagen 81 Prozent (77 Prozent in Deutschland) der Befragten aus dem Gesundheitswesen über Probleme bei Systemen, die für die Patientenversorgung im Einsatz sind. Weitere 63 Prozent (56 Prozent in Deutschland) sagen, dass sie wöchentlich mit Systemausfällen bei der Nutzung mobiler Geräte zu kämpfen haben.

Zudem wird über die Hälfte der Zeit der Mitarbeiter (56 Prozent sowohl weltweit als auch in Deutschland), die in erster Linie für die Patientenversorgung zuständig sind, für den Zugang zu Patientendaten und das Aktualisieren dieser verbracht. Mehr als einem Drittel der Mitarbeiter (34 Prozent weltweit; 28 Prozent in Deutschland) fehlt dabei der komplette Zugriff auf alle für die Patientenbetreuung benötigten Informationen.

„Laut unserer Studie haben die Beschäftigten im Gesundheutswesen massiv mit Systemausfällen, der Datensicherheit und dem generellen Zugriff auf Patientendaten im Einsatz mit mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones zu kämpfen. Hier geht wertvolle Zeit verloren, die sonst für die Pflege von Patienten verwendet werden könnte. Dazu kommen im Falle eines Datenverlustes mögliche Folgeschäden sowohl in finanzieller Hinsicht als auch in puncto Reputation", sagt Stefan Mennecke, Vice President of Sales, Central and Eastern Europe bei SOTI. „Rechnet man unsere Umfragedaten auf die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen weltweit hoch, entgehen den Patienten so mehrere hunderttausend Behandlungsstunden, weil das Pflegepersonal anderweitig beschäftigt ist. Hinzu kommt das in vielen Fällen potenziell unsichere System. Jeder Mitarbeiter bearbeitet jährlich mehrere hundert Patientenakten, was das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf selbige beträchtlich erhöht.“

Fehlende Kenntnisse der Belegschaft bergen ernstzunehmende Risiken

Auf die Frage, ob der jeweilige Arbeitgeber seine Mitarbeiter hinsichtlich des professionellen Umgangs mit Datensicherheit angemessen geschult hat, antworteten nur 56 Prozent der Befragten weltweit (57 Prozent in Deutschland) positiv. Ein Umstand, der sowohl Gesundheitsdienstleister als auch Patienten erheblichen Sicherheitsrisiken aussetzt. Weiterhin gaben 54 Prozent (55 Prozent in Deutschland) an, dass die von ihrer Firma implementierten Prozesse in Verbindung mit nur unzureichender Technologie aus ihrer Sicht zu Verschwendung von Zeit führt, die sonst für einen intensiveren Kontakt mit Patienten genutzt werden könnte. Auch hat lediglich die Hälfte der Befragten weltweit unmittelbaren Zugang zu persönlicher oder applikationsbasierter Unterstützung, um technische Probleme proaktiv lösen zu können.

Datensicherheit und Erfüllung von Compliance-Richtlinien essenziell

Vier von fünf Studienteilnehmern (81 Prozent weltweit; 77 Prozent in Deutschland) äußerten sich hinsichtlich der Sicherheit sensibler Daten in IT-gestützten Aktensystemen besorgt. Mehr als ein Drittel befürchtet, dass Patientenakten bei einem Cyberangriff gestohlen oder kompromittiert werden könnten. Fast ein Viertel (24 Prozent) gab darüber hinaus an, wenig Vertrauen zu haben, dass die derzeit von ihnen verwendeten Geräte ausreichend gegen Malware oder unbefugtes Eindringen geschützt sind.

Sicherheit und IoT im Gesundheitsbereich

Es wird prognostiziert, dass der Markt für mobile technologische Innovationen im Gesundheitswesen (aktuell 72,5 Milliarden US-Dollar), einschließlich der Geräte für das Internet der Dinge (IoT), bis 2025 auf 188,2 Milliarden US-Dollar anwachsen wird [1]. Das entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 21 Prozent pro Jahr. In der Praxis bedeutet dies, dass mobile Geräte wie Smartphones, Tablets oder Wearables in Krankenhäusern, der ambulanten Pflege und anderen klinischen Einrichtungen immer häufiger zum Einsatz kommen werden. So gaben 22 Prozent der Befragten (27 Prozent in Deutschland) an, solche Geräte bereits zu nutzen und weitere 22 Prozent (15 Prozent in Deutschland), dass ihr Arbeitgeber mit einer baldigen Einführung rechnet.

„Da mobile Technologien das Potenzial haben, die Patientenversorgung und die Pflegequalität zu verbessern, müssen Gesundheitsdienstleister in der Lage sein, die oft riesigen Datenmengen, kontinuierlich zu erfassen, zu sichern und zu verarbeiten“, führt Mennecke fort. „Durch den Einsatz von IoT-Technologien steigt sowohl die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls als auch eines Datenverlusts erheblich. Sensible Daten müssen daher unbedingt gesichert werden. Dies kann jedoch nur sichergestellt werden, wenn hochwertige Geräte ordnungsgemäß in alle relevanten Systeme integriert und für alle Mitarbeiter, die sie benötigen, verfügbar sind. Wenn dies gewährleistet ist, können Anbieter im Gesundheitsbereich die großen potenziellen Vorteile der IoT-Revolution gefahrlos nutzen und den Patienten mehr Zeit widmen.“

Methodologie
Im Auftrag von SOTI führte Arlington Research, eine unabhängige Marktforschungsagentur, Untersuchungen für den Bericht zum Stand der Mobilität im Gesundheitswesen 2020/21 durch. Zwischen dem 28. September und dem 7. Oktober 2020 wurden in sieben Ländern 475 Interviews mit Mitarbeitern im Gesundheitswesen (sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich) online durchgeführt. Alle Befragten sind mindestens 18 Jahre alt und arbeiten in Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern weltweit. Die Untersuchung bietet einen Einblick in die technologische Ausstattung der Beschäftigten im Gesundheitswesen, die wichtigsten Herausforderungen, denen sie an vorderster Front hinsichtlich Mobilität ausgesetzt sind, und in die Erfolge ihrer Unternehmen während der COVID-19-Pandemie.

Die Studie sollte hier zum Download verfügbar sein.

https://www.soti.net/


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