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Kürzlich wurde bekannt, dass sich diverse Restaurants sogenanntem „Dynamit-Phishing“ ausgesetzt sehen. Betroffene Betriebe erhielten eine E-Mail, laut der die Ehefrau des Absenders nach Besuch des Restaurants an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt war. Ein Statement von Michael Kretschmer, VP EMEA, Clearswift RUAG Cyber Security.

Die Aussage wird mit dem Bild einer Frau mit geschwollenem Gesicht verstärkt. Angefügt an die Mail ist ein Word-Dokument, bei dem es sich scheinbar um einen ärztlichen Bericht handelt. Will der Empfänger das Dokument lesen, muss er zuvor die Ausführung von Makros erlauben. Tut er dies, geht der Plan des Angreifers auf und eine Schadsoftware wird auf dem Zielrechner installiert.

Ähnlich wie bei der Trojaner-Welle Emotet Ende letzten Jahres, ist das besonders perfide an dieser Phishing-Mail, dass sie, im Gegensatz zu vielen anderen derartigen Nachrichten, in einwandfreiem Deutsch geschrieben ist und darüber hinaus einen glaubhaften Grund liefert, den Anhang zu öffnen. Die Folgen können besonders für kleinere Betriebe verheerend sein, die sich bis jetzt nicht im Visier von Hackern sahen.

Je nachdem, welchem Zweck die Schadsoftware dient, können geschäftskritische Daten verschlüsselt oder ausgelesen werden. Auch die Verwendung kompromittierter Rechner für Bot-Netzwerke im Rahmen von DDoS-Angriffen ist möglich. Wenn im Falle einer Spyware kundenspezifische Informationen an unberechtigte Dritte weitergeleitet werden, kann es zusätzlich zum finanziellen Schaden, der durch den Ausfall und Wiederinstandsetzung der EDV-Systeme entsteht, zu Datenschutzproblemen kommen. Im Rahmen neuerer Verordnungen werden Verstöße gegen den Datenschutz mit hohen Bußgeldern geahndet, die besonders für kleinere Betriebe schnell geschäftsgefährdend sein können.

Eine dedizierte Lösung für E-Mail-Security kann helfen, schädliche Mails herauszufiltern, bevor diese den Empfänger überhaupt erreichen. Hierzu werden Anhänge und Links, die sich im Nachrichtentext befinden, in Echtzeit auf Gefahren hin untersucht und bei Bedarf geblockt. Doch wie können sich auch kleinere Betriebe, die wahrscheinlich kein großes Budget für IT-Security bzw. E-Mail-Security haben, vor solchen Attacken schützen?

Das beste Mittel, um nicht Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden, ist bei Mitarbeitern ein schärferes Bewusstsein für E-Mail-Betrug zu schaffen. Hier sollten Unternehmensleiter Schulungen anbieten, die auf die Gefahren von Phishing hinweisen und Beispiele geben, anhand derer man potenzielle Phishing-Mails erkennen kann. Darüber hinaus sollten Makros in Word-Dokumenten grundsätzlich deaktiviert bleiben und Links zu Websites mit Argwohn betrachtet werden. Attacken wie diese werden in Zukunft häufiger werden. Mit der richtigen Strategie können sich auch kleine und mittlere Unternehmen effektiv vor den finanziellen und reputativen Schäden schützen, die ein solcher Angriff verursacht.

www.clearswift.de


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