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26.09.19 - 26.09.19
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Freelancer Women 579721840 700

82.000 – so viele Stellen für IT-Spezialisten sind laut dem Digitalverband Bitkom in Deutschland unbesetzt. Gerade die Top IT’ler können sich nicht nur aussuchen bei wem sie arbeiten möchten, sondern auch wie und wo. Ein Ausblick von Arne Hosemann, Managing Director von expertlead.

Unternehmen müssen zunehmend kreativer werden, um ihren Bedarf zu decken: Ein Tech Hub in einer Großstadt, IT-Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland bringen oder Fachkräftesharing. Der Trend ist klar: Die Zahl der unbesetzten IT-Stellen ist in Deutschland im letzten Jahr um 49 Prozent gestiegen - zeitgleich steigt die Zahl der Freelancer in Deutschland seit Jahren erheblich an.

Viele derjenigen, die früher für eine Vollzeitstelle in Frage gekommen wären, folgen einem global beobachtbaren Trend in die Selbstständigkeit – vielerorts haben sich die Unternehmen darauf allerdings noch nicht eingestellt, ihre Recruiting-Prozesse und Suchkriterien sind nach wie vor unverändert. Deswegen bleiben zunehmend Stellen unbesetzt - wovon wiederum genau die Unternehmen in Relation zu anderen profitieren, die in der Lage sind ihre Aufgaben in unterschiedliche Projekte aufzubrechen und projektbasiert an IT-Freelancer zu vergeben. Dadurch umgehen diese Unternehmen das Problem des Fachkräftemangels und unbesetzter Stellen - und die digitale Transformation kann vorangetrieben werden, während andere Unternehmen immer länger warten müssen bis ein geeigneter Arbeitnehmer in Vollzeit an Bord kommt.

Platz Eins: JavaScript (frontend & backend)

JavaScript war 2018 auch laut der Stack Overflow Entwicklerumfrage im Gesamtmarkt eine der meistgenutzten Programmiersprachen. Das liegt zum einen daran, dass es vergleichsweise leicht zu erlernen ist, zum anderen aber weil es vielseitig einsetzbar und sowohl für front- wie auch backend Arbeit zu benutzen ist.

Die populärsten Frameworks dieses Jahr waren React und Angular im frontend - die Nachfrage nach Node.JS für backend-Arbeit sind im Jahresverlauf erheblich angestiegen. Auch bei dem framework vue.JS konnte ein deutlicher Anstieg beobachtet werden, wenn auch von einer geringeren absoluten Zahl an Anfragen kommend.

Platz Zwei: Android & iOS (mobile)

“Mobile first” gilt nach wie vor bei vielen unserer Kunden - sowohl bei etablierten Konzernen, die für ihre Kunden neue Digitalprodukte bauen, wie auch bei vielen Tech-Unternehmen bzw. Start-ups. Daher überrascht es wenig, dass Mobile/App-Entwickler stark gefragt sind. Gerade Apps können oft sehr gut als abgeschlossenes Projekt entwickelt werden, weshalb für diese Disziplin sehr gerne auf Freelancer zurückgegriffen wird. Gleichzeitig sind sehr gute mobile Entwickler in Deutschland nicht im Überfluss vorhanden - zudem sind sie immer weniger bereit, sich dauerhaft an Unternehmen zu binden, die nicht Teil des Tech-Ökosystems sind. Auch wenn die Mehrheit der Apps noch für den Endkonsumenten entwickelt wird, nimmt die Zahl der Anfragen für B2B mobile Produkte deutlich zu - und wir erwarten hier auch für 2019 starkes Wachstum.

Die Nachfrage besteht sowohl auf native als auch auf Cross-Plattformen - welches Setting das geeignetere ist, hängt davon ab, welche Bedeutung die App für das jeweilige Unternehmen hat und wer die target audience ist. Je nach Ausgestaltung der App wird auf Android-Seite mit Java, Kotlin oder auch Python gearbeitet - auf iOS Seite überwiegend mit Swift, aber auch Objective-C.

Platz Drei: PHP 

Bei PHP besteht der größte Disconnect zwischen der Popularität in der Entwickler-Community und Anfragen von Unternehmen. Während viele Unternehmen nach wie vor großen Bedarf an PHP- Entwicklern haben, ist die Sprache in der Entwickler-Community zunehmend weniger populär. Für die Entwickler, die sich auf PHP spezialisiert haben, sind die Zeiten also nach wie vor sehr gut.

Die Gründe für die Häufigkeit der Anfragen sind divers. PHP ist serverseitig immer noch die am häufigsten verwendete Programmiersprache zum Erstellen von Webseiten. Gerade durch Cloud Computing, wodurch Programme ausgelagert und über den Browser bedient werden, spielt PHP nach wie vor eine große Rolle. Zum anderen ist PHP eine sehr leistungsfähige und skalierbare Programmiersprache, die deswegen nach wie vor eine klare Daseinsberechtigung hat. 

Und auch wenn neue Anwendungen heute seltener in PHP geschrieben werden, gibt es noch eine große Menge an Systemen, die auf PHP basieren und weiterentwickelt werden sollen - gerade bei Unternehmen aus dem E-Commerce.

Platz Vier: Java

Java ist nach wie vor eine der am häufigsten verwendeten Programmiersprachen im Markt - das zeigt sich auch in den Popularitätsindizes TIOBE, RedMonk, und PYPL, wo Java stets auf #1 oder #2 auftaucht. Einer der Hauptgründe ist die Plattformunabhängigkeit, weshalb viele Programmierer bereits früh in ihrer Ausbildung lernen, mit Java zu arbeiten. Diese Flexibilität verbunden mit dem Boom von Mobile Devices sorgt für eine nach wie vor sehr hohe Nachfrage nach Java-Entwicklern.

Platz Fünf: Python

Data Science Experten sammeln und analysieren große Datenmengen, um damit wertvolle Erkenntnisse über Kunden und für die Unternehmensstrategie zu gewinnen. “Big Data” ist schon seit Längerem in aller Munde, operativ sind die Möglichkeiten durch Datenanalyse aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Den Data Engineers kommt inzwischen in vielen Unternehmen eine Schlüsselrolle zu: Sie sorgen dafür, dass sämtliche Unternehmensdaten sinnvoll generiert, gespeichert und aufbereitet werden.

Wo geht die Reise hin

Alle fünf Top Disziplinen werden im kommenden Jahr weiterhin stark nachgefragt werden, weil sich die Nachfrage nach Tech Stacks von einem auf das andere Jahr auf der Seite der Unternehmen nicht fundamental ändern wird. 

Gerade bei den Wachstumsraten werden die Unterschiede deutlich erkennbar sein. So ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach PHP nur stabil oder rückläufig sein wird. JavaScript wird voraussichtlich unverändert gefragt sein, die Nachfrage nach bestimmten Frameworks wird sich aber vermutlich im Vergleich zu diesem Jahr verändern.  JavaScript Frameworks werden im Backend zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Ähnlich ist es bei Mobile, wo aufgrund der Marktlage nach wie vor von sehr hoher Nachfrage auszugehen ist.

Einen der größten Nachfrageanstiege wird für die Programmiersprache Python erwartet. Das Thema “Artificial Intelligence” wird weiter an Bedeutung und medialer Aufmerksamkeit gewinnen - und damit insbesondere die Nachfrage nach Machine Learning Programmierern, den Wegbereitern möglicher AI Anwendungen. Weil viele der heutigen Machine Learning Anwendungen auf Code aufgebaut sind, der in Python programmiert wird, werden vermutlich Ende des Jahres Python Entwickler weiter erheblich an Popularität gewonnen haben im Vergleich zu 2018.

Arne Hosemann160

Arne Hosemann, Managing Director und Co-Founder von expertlead.com/de

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