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Softwareentwickler

Der Entwickler als Nerd der Informationsgesellschaft ist ein Stereotyp aus US-amerikanischen Serien: Das eigenbrötlerische Superhirn, das lieber vorm Computer sitzt und komplexe Gleichungen löst als auf Partys zu gehen. Ein Typ mit Vorliebe für Science-Fiction und Comics, der mehrere Programmiersprachen beherrscht, aber kein normales Alltagsgespräch führen kann.

Das Bild ist längst überholt, trotzdem funktioniert Fachwissen nicht ohne Kommunikation, weshalb diese fünf Punkte aus einem guten Softwareentwickler einen erfolgreichen machen: 

Coden ist Silber, Reden ist Gold

Die IT durchdringt heute sämtliche Abteilungen und nicht selten entwickeln interdisziplinäre Teams in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden maßgeschneiderte Software. Die Rolle des Softwareentwicklers hat sich entsprechend gewandelt: Er muss nicht nur gute Ideen haben, sondern diese auch effektiv an Kollegen und Kunden kommunizieren – oder besser gesagt verkaufen können. Zu einer guten Kommunikation gehört das aktive Zuhören und Nachhaken an den richtigen Stellen, um die Aufgabe in allen Dimensionen zu erfassen. Auf der anderen Seite müssen komplexe Themen so heruntergebrochen werden, dass auch ein Fachfremder versteht, worum es geht.

Kritik ist erwünscht

Ein Softwareentwickler muss mit Verbesserungsvorschlägen konstruktiv umgehen können und nicht nur auf seinen Standpunkt pochen. Da in jedem Team zwangsläufig verschiedene Charaktere und Meinungen aufeinandertreffen, ist es wichtig, auch mal Kompromisse einzugehen. Eigeninitiative darf nicht zu Alleingängen führen. Im Extremfall kann das sture Beharren auf die eigenen Ansichten das erfolgversprechendste Projekt ausbremsen.

Man lernt nie aus

Agile Methoden setzen voraus, dass Probleme verstanden und direkt umgesetzt, also programmiert werden. Das heißt, der Entwickler muss sowohl die fachlichen Aspekte als auch den organisatorischen Kontext verstehen. Software übernimmt immer mehr Aufgaben und wird in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Internet of Things zunehmend komplexer. Jeder Entwickler sollte deshalb bereit sein, sich in Themen einzuarbeiten und auf neue Tools umzusteigen.

Drückeberger unerwünscht

So wichtig es für den Entwickler ist, als Teil des Teams zu funktionieren, genauso essentiell ist es, dass er Verantwortung übernimmt und Entscheidungen nicht an andere abschiebt. Wenn sich niemand für vereinbarte Ziele verantwortlich fühlt, die für den Fortgang des Projektes entscheidend sind, gerät dieses schnell ins Stocken. Von Entwicklern wird zudem immer mehr Selbstorganisation erwartet. Dazu gehört auch, die eigenen Aufgaben zu verwalten und Zeitmanagement zu betreiben.

Nie seine Leidenschaft verlieren

Ein Entwickler sollte sich für neue als auch bestehende Projekte begeistern können und seine Arbeit gerne machen. Sich und andere auf positive Weise antreiben zu können, bringt große Vorteile. Beispielsweise ist bei vielen Technologien noch völlig unklar, wohin sie sich entwickeln werden und welche Auswirkungen sie in Zukunft haben. Begeisterung für den Beruf hilft bei der Bewältigung von neuen Herausforderungen.

„Niemand erwartet, dass ein Softwareentwickler plötzlich zum Spitzenverkäufer wird. In der heutigen Zeit ist es aber wichtig, Erfindergeist und Produktivität in Einklang zu bringen. Und das setzt neben ausgezeichneten Kenntnissen in Programmiersprachen, Frameworks, Datenbanken und Projektvorgehen auch kommunikative Kompetenzen voraus“, erklärt Nadine Riederer, CEO bei Avision. „Softwareentwicklung ist unheimlich abstrakt und für Fachfremde ein Buch mit sieben Siegeln. Damit ein Projekt erfolgreich ist, sollte ein Softwarentwickler nicht nur intern mit Kollegen und dem Management effektiv kommunizieren, sondern auch den Kunden von seinen Ideen überzeugen können, da sie ansonsten nicht umgesetzt werden. Natürlich sind die einzelnen Skills bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt – und das ist auch gut so. Erst der Mix aller macht ein gutes Team aus.“

Nadine Riederer, CEO
Nadine Riederer
CEO, Avision

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