Anzeige

Hardware Digital

Der Lockdown hat viele Technikexperten vor enorme Herausforderungen gestellt: Von heute auf morgen mussten sie eine riesige Home Office-Flotte klarmachen, ausstatten und sichern. Es galt auf einmal eine zusätzliche Schicht an Komplexität zu kontrollieren und Anwendungen performant zu halten. 

Mit der Lockerung werden die Uhren aber nicht zurückgestellt – jetzt heißt es, die neue, verteilte Arbeitswelt zu optimieren. 

SolarWinds Head Geek Sascha Giese bietet mit fünf konkreten Handlungsempfehlungen für IT-Management und -Monitoring im neuen Normal Hilfestellung.

Die neue Normalität wird für Technikexperten für lange Zeit die Bereitstellung und das Management eines verteilten Arbeitens sein. Zwar werden sich die Büros nach und nach wieder füllen. Dennoch werden viele Mitarbeiter weiter das Home Office nutzen. Auf diese Situation müssen sich IT-Profis jetzt dauerhaft einstellen. Nun heißt es, das Provisorium zu optimieren. Sie müssen ab sofort beide Welten im Blick behalten und sukzessive die im Crash-Kurs gewonnen Erkenntnisse auf die neue Gesamtsituation anwenden. Worauf ist dabei vor allem zu achten?

1. Monitoring: Die Kennzahlen der neuen Situation anpassen

Für die jetzt dringend notwendige Optimierung der Arbeitsplätze – Zugang zu Netzwerk und Anwendungen – ist ein leistungsstarkes Monitoring essentiell. Allerdings: Vergleichbare Messzahlen als Grundlage für die Optimierung liefert nur ein einheitliches Tool für die unterschiedlichen Welten – Zuhause, im Büro, Netzwerk, Anwendungen. Hier wird es nach der Rückkehr aus dem Lockdown nötig sein, die Tools neu zu eichen. Welche KPIs der Pre-COVID-19-Zeit sind noch relevant? Wie verhalten sie sich zu den Erkenntnissen aus der verteilten Arbeitswelt? Wie lassen sie sich in Zukunft zusammenbringen, um eine neue Basis zu schaffen?

2. Status Quo: Verifizieren, dass alles noch läuft, wie vor der Krise

Kommen die Mitarbeiter nach dem Lockdown zurück ins Büro, muss die IT sichergestellt haben, dass dort wieder alles so läuft, wie davor. Denn nicht wenige Abteilungen haben in der Phase des plötzlichen Übergangs Ressourcen verschoben, um das Unternehmen im Spiel zu halten. Zum Beispiel wurden im Zuge der Umstellung Ressourcen für die IT-Sicherheit umgeshiftet. Oder das Routing wurde geändert, um Zugänge zu ermöglichen. Oder Zugriffsrechte wurden anders verteilt. Verschiedene Maßnahmen müssen dahingehend überprüft werden – und entweder zurückgestellt oder durch bessere Praktiken, die man in der Krise entdeckt hat, ersetzt werden.

3. Kosten: Einsparpotenziale nutzen

Der Kaltstart in mehr Digitalisierung hat die Ressourcenverteilung durcheinandergewirbelt. Dabei haben sich Möglichkeiten gezeigt, Dinge anders zu regeln – unter Umständen dauerhaft günstiger. Optimierer sollten jetzt prüfen, welche Arbeitszyklen verzichtbar geworden sind oder an welchen Stellen Ressourcen hochgefahren wurden, die jetzt nicht mehr gebraucht werden. Zum Beispiel haben die IT-Profis zwangsläufig verschiedene Anwendungen in die Cloud verschoben. Ist es sinnvoll, diese wieder zurückzuholen, um diesen Kostenfaktor wieder aus der Bilanz zu bekommen? Oder ist das neue Sourcing-Modell für die Zukunft eventuell sogar kostengünstiger?

4. Resilience: Krisenpläne überarbeiten

Wer bislang noch keinen Notfallplan für die IT hatte, wird in Zukunft sicherlich einen schmieden. Doch haben auch viele IT-Profis im Zuge der Krise die Erfahrung machen müssen, dass ihr Notfallplan nicht ausreichend war. Das sollte jetzt angepasst werden – die Krise war für viele ein Lernen im Zeitraffer. Diese Erkenntnisse müssen die IT-Verantwortlichen jetzt sammeln und für zukünftige Herausforderungen abrufbar machen.

5. Anwendungs-Performance: Erfahrungen nutzen

Anwendungen wie spezielle Business-Systeme oder Microsoft- oder Oracle-Systeme sind das Kernstück des Geschäftserfolgs – performen sie gut, ist das immer auch gut für das Geschäft. Fallen sie aus, geht es sehr schnell um die Existenz der gesamten Unternehmung. In der Krise mussten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern ihre essentiellen Anwendungen auf neuen Wegen zugänglich machen, zum Beispiel, indem sie Datenbanken in die Cloud verschoben haben oder Collaboration-Tools breiter und mit mehr Funktionen genutzt haben. Optimierer müssen jetzt prüfen, wie sich diese Maßnahmen auf die Performance ausgewirkt hat. Manche Anwendungen laufen eventuell in diesem neuen Setting besser. Diese Leistungssprung lässt sich vielleicht auch auf andere Anwendungen übertragen.

„So schrecklich die Krise ist, der Lockdown war für viele Technikexperten wie ein Bad im Drachenfeuer – wer das gemeistert hat, der wird für zukünftige Herausforderungen gepanzert sein“, so Sascha Giese, Head Geek™ bei SolarWinds. „Voraussetzung dafür ist aber, dass sie diese wertvollen Erfahrungen für die Zukunft nutzen.“

Sascha Giese, Head Geek
Sascha Giese
Head Geek, SolarWinds

Weitere Artikel

Home Office

Fünf Fragen an die hybride Arbeitswelt

Die heutige Arbeitswelt schafft bereits neue Wege dafür, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter entwickeln und unterstützen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dennoch verkompliziert ein hybrides Umfeld nach der Pandemie diese Realitäten zusätzlich.
Bundestagswahl

Politik in der Kritik: Freelancer setzen auf FDP und Grüne

Mit 94 Euro bleibt der durchschnittliche Stundensatz der Freelancer trotz Corona-Pandemie unverändert zum Vorjahr. Beim Blick auf die Politik und die bevorstehenden Bundestagswahlen 2021 sind sich die Freiberufler laut Freelancer-Kompass einig: Jeder Zweite…
Home Office

Produktivität im Homeoffice? Oft wird nicht in Lösungen investiert!

Mehr als 18 Monate, nachdem die Pandemie Deutschland erreicht und Unternehmen ins Homeoffice gezwungen hat, haben nur zwei Fünftel der Unternehmen nach eigenen Angaben die erforderlichen Werkzeuge und Technologien bereitgestellt, um die…
Businesspeople

Führung und Teamwork jetzt neu zu kalibrieren

In jeder Krise stecken Chancen. Denn sie fordert auf, sich zu besinnen und neu auszurichten. Das alles kann fruchten – muss es aber nicht. Die Möglichkeiten bieten sich zwar an, packen muss man sie schon selber. „Einfach so“ geht auch nach der Krise nicht.
Büro

Ricoh Spaces erleichtert die sichere Rückkehr ins Büro

Ricoh gibt die Einführung von Ricoh Spaces in Deutschland bekannt. Die cloudbasierte, modulare Plattform bietet Unternehmen zahlreiche Tools zur Arbeitsplatzoptimierung und versetzt sie in die Lage, die Digitalisierung ihrer Büroräume weiter voranzutreiben…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.