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Bild: Marianne Janik, vorsitzende Geschäftsführerin, Microsoft Deutschland. Peter Arbitter, Leiter Bereich Portfolio- und Produktmanagement, Deutsche Telekom. Quelle: Telekom

Die Digitalisierung hat eine Vielzahl von Partnerschaften hervorgebracht – so auch eine Kooperation zwischen Microsoft und der Deutschen Telekom. Die vorsitzende Geschäftsführerin von Microsoft Deutschland, Marianne Janik, und der Leiter des Bereichs Portfolio und Produktmanagement bei der Deutschen Telekom, Peter Arbitter, stellten sich den Fragen von Ulrich Parthier, Herausgeber it management.

Digitalisierung und Corona. Wie hat das rückblickend auf die letzten knapp zwei Jahre zusammengepasst?

Peter Arbitter: Sehr gut! Die Digitalisierung hat es der Wirtschaft ermöglicht, im Zeitraffertempo Home-Office zu etablieren, und für viele Unternehmen waren Digitallösungen die Rettung im Lockdown. Die Frage lautet nun: Wie geht es weiter? Allen ist klar, dass der Digitalisierungsschub der letzten zwei Jahre nicht als Strohfeuer enden darf. Die großen IT-Anbieter sind aufgerufen, neue Angebote für Unternehmen und für deren Kunden zu entwickeln, damit der Digitalisierungsprozess in Deutschland in hohem Tempo weitergeht.


Frau Janik, Videokonferenzen waren in der Pandemie das Kommunikationsmittel Nummer 1. Egal ob in Unternehmen, Behörden, Haushalten oder Schulen. Kann man Software wie Microsoft Teams als eine Art digitalen Kitt ansehen, der die Kommunikation und damit den Kontakt am Laufen gehalten hat? Was haben Sie, was sollten wir daraus gelernt haben?

Marianne Janik: Wir haben vor allem gelernt, dass bei entsprechendem Engagement Dinge möglich sind, die man zuvor für unmöglich gehalten hat. Einige unserer Kunden haben zum Beispiel fast über Nacht ihre Kommunikation auf Microsoft Teams umgestellt. Des Weiteren haben wir gelernt, dass wir als Technologiekonzern eine wichtige Vorbildfunktion für die Wirtschaft haben: Viele Unternehmen wollten von uns wissen, wie man Remote Work am besten umsetzt und wie Mitarbeiterführung ohne Präsenzmeetings gelingen kann. Da wissen wir sehr gut Bescheid; schließlich setzt Microsoft seit 1998 auf Vertrauensarbeitszeit und seit 2014 auf freie Wahl des Arbeitsortes. Ohne Partner wäre es uns aber nicht möglich gewesen, diese Vorbildfunktion zu erfüllen. Nur dank der Zusammenarbeit mit Konzernen wie der Deutschen Telekom können wir der Wirtschaft zeigen, was machbar ist.


Partnerschaft ist ein gutes Stichwort. Herr Arbitter, was hat sich in der Digitalisierung für Sie in den letzten eineinhalb Jahren verändert, und wie hat sich das auf die Partnerschaft mit Microsoft ausgewirkt?

Peter Arbitter: Nun ja, in erster Linie hat sich die Geschwindigkeit des digitalen Wandels erhöht. Die Unternehmen haben die Vorzüge von digitalen Kommunikationstools kennengelernt, und jetzt möchten sie, dass diese Tools möglichst schnell überall zum Einsatz kommen. Was die Partnerschaft zwischen Microsoft und der Deutschen Telekom angeht: Die ist noch fruchtbarer geworden. Wir haben gemeinsam einige Produkte entwickelt, mit denen wir noch besser als bisher auf die Kundenbedürfnisse in der heutigen Arbeitswelt eingehen können.


Können Sie Beispiele nennen?

Marianne Janik: Da ist zum einen die Bündelung von Microsoft Teams mit den Anschlussprodukten der Deutschen Telekom, genannt „Connectivity+“. Außerdem haben wir maßgeschneiderte Managed Services rund um das Produktportfolio von Microsoft im Programm, und dann gibt es da noch das Express Route Offering von der Deutschen Telekom, mit dem Kunden einen sehr sicheren Zugriff auf Softwareprodukte von Microsoft haben.


Schauen wir doch mal etwas konkreter auf diese Lösungen und auf die enge Kooperation, die angesprochen wurde. Herr Arbitter, Sie bieten als erster deutscher Partner von Microsoft ein neues Voice-Produkt an, dass sich „Operator Connect“ nennt. Was steckt dahinter, und wem nützt es?

Peter Arbitter: Mit „Operator Connect“ bringen wir die Microsoft-Teams-Welt mit der Telefonie der Deutschen Telekom zusammen. Der Kunde erhält ein All-in-oneKommunikationspaket: eingehende Anrufe, egal ob aus dem Fest- oder aus dem Mobilfunknetz, werden in das TeamsProgramm integriert, und auch beim Anrufen aus Teams heraus kann das Mobiltelefon einbezogen werden. Faxgeräte, digitale Alarmanlagen, Aufzugüberwachung lassen sich ebenfalls einbinden. „Operator Connect“ liefert also alles aus einer Hand.


Frau Janik, das worüber Herr Arbitter gerade gesprochen hat, ist ja nur ein Beispiel für eine moderne, hybride Arbeitswelt. Ganz neu ist jetzt eine Lösung, die ich mal als „CloudPC“ beschreiben könnte, also einen kompletten Rechner aus der Wolke. Sollte ich jetzt meinen Desktop-Computer oder Laptop einfach in die Schublade stecken oder verschenken?

Marianne Janik: Nein, denn um ihren Cloud-PC nutzen zu können, brauchen Sie immer ein Endgerät. Das kann allerdings auch das Smartphone sein. Die Innovation bei diesem „Cloud-PC“ – den wir „Windows 365“ nennen – besteht darin, dass das komplette Betriebssystem samt Anwendungen und Daten nicht mehr auf dem Firmenserver liegt, sondern in der Cloud. Entsprechend ist alles jederzeit und von jedem Ort der Welt aus zugänglich; man braucht dazu nur ein Endgerät und Internetempfang. Angestellte können so auch ohne vorkonfigurierten Firmenlaptop im Homeoffice auf ihren digitalen Arbeitsplatz zugreifen. Viele Kunden, insbesondere kleinere Unternehmen, hatten sich so eine Lösung gewünscht. Im Internet gibt es ein Video dazu, das das System gut erklärt.


Ich habe das Video gesehen. Interessant ist, dass es ja erst mal gar nicht so anders aussieht als am eigenen Laptop. Was genau unterscheidet denn Windows 365 von einem klassischen PC oder Laptop?

Marianne Janik: Für den einzelnen Nutzer im Grunde nichts – er kann seinen Cloud-PC wie ein physisches Gerät nach seinen Bedürfnissen konfigurieren. Rechenleistung, Arbeitsspeicher: Alles lässt sich einstellen, genau wie beim Kauf eines PCs im Einzelhandel. Im Gegensatz zu anderen cloudbasierten Lösungen erfordert Windows 365 nicht einmal besondere Vorkenntnisse. Für IT-Abteilungen unterscheidet Windows 365 sich von physischen PCs dahingehend, dass die Bereitstellung und die Verwaltung deutlich einfacher sind.


Herr Arbitter, Sie sind für das Portfoliomanagement der Deutschen Telekom zuständig und immer auf der Suche nach Innovationen. Haben Sie den Cloud-PC schon getestet?

Peter Arbitter: Natürlich. Die Branche versucht sich ja schon seit Jahrzehnten an Thin-Client-Konzepten, aber bisher gab es da wenig Überzeugendes. Entweder war die zentrale Hardware zu teuer, oder die Clients waren dann doch nicht so „thin“, wie es dargestellt wurde. Bei Windows 365 ist das anders. Das System läuft auf Azure und auf allen Formfaktoren, sodass keine teuren Clients nötig sind.


Vielleicht noch ein kleiner Blick nach vorne: Was sehen Sie beide beim Blick in die Glaskugel als weitere innovative Veränderungen für eine moderne und flexible Arbeitswelt? Ich fange mal mit Herrn Arbitter an – what’s next?

Peter Arbitter: Wir erwarten deutlich stärkere Rechnerleistungen, die es uns erlauben, noch mehr Realtime-Services anzubieten – wie beispielsweise digitales Simultan-Übersetzen. So etwas gibt es bereits und wird in naher Zukunft breitflächig zur Anwendung kommen.


Und wie sieht die Zukunft aus Microsoft-Sicht aus?

Marianne Janik: Ich hatte ja anfangs schon erwähnt, dass wir in der Pandemie viel gelernt haben. Unter anderem, dass die Akzeptanz für virtuelle Zusammenkünfte umso größer ist, je mehr zwischenmenschliche Interaktion möglich ist. Deshalb haben wir das Projekt „Microsoft Mesh“ aufgesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Mixed-Reality-Plattform, die Nutzerinnen und Nutzern durch Hologramme das Gefühl gibt, zusammen am selben Ort zu sein. Wir verbinden also die physische und die digitale Welt noch enger miteinander. Die nötige Technologie dazu existiert bereits.


Ich danke Ihnen beiden ganz herzlich für dieses Gespräch!

 

 

 

Marianne Janik, vorsitzende Geschäftsführerin, Microsoft Deutschland, www.microsoft.com

 

 

 

 

 

Peter Arbitter, Leiter Bereich Portfolio- und Produktmanagement, Deutsche Telekom, www.telekom.com

 


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