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5G

Etwa die Hälfte der Mobilfunkbetreiber installiert bereits ein eigenes 5G-Netz oder plant dies konkret. Das zeigt eine weltweit durchgeführte IDG-Umfrage unter Service-Providern im Auftrag von F5.

Derzeit besitzt fast kein Provider ein dediziertes 5G-Kernnetz. Solche Standalone-Netze dürften jedoch wie Pilze aus dem Boden schießen: 18 Prozent der befragten Netzbetreiber installierten Ende 2020 einen 5G-Standalone-Kern, weitere 29 Prozent wollen zeitnah folgen.

Von den europäischen Teilnehmenden arbeiten 21 Prozent an einem 5G-Standalone-Kern, weitere 21 Prozent befinden sich in der Planungsphase. Damit liegt Europa nicht weit hinter Asien, wo bereits 22 Prozent ein eigenes 5G-Netz aufbauen und weitere 41 Prozent dies planen.

Rund 90 Prozent der europäischen Befragten erwarten, dass sie den Umstieg auf 5G Standalone bis Ende 2023 abgeschlossen haben. Das deckt sich weitgehend mit den Antworten aus Nordamerika (96 %), dem Nahen Osten und Nordafrika (94 %) sowie Asien (86 %).

Bei der 5G-Architektur bevorzugen die Betreiber eindeutig vertikale Stacks von einem Anbieter (73 Prozent) gegenüber einer horizontalen Best-of-Breed-Strategie (23 Prozent). Ein ähnliches Verhältnis zeigt sich auch in Europa.

 

Verschiedene Wege führen zum Edge

Edge Computing wird eine der wichtigsten Fähigkeiten von 5G-Netzen sein. Allerdings wollen in Europa nur 18 Prozent dabei grundsätzlich mit Public-Cloud-Plattformen zusammenarbeiten. Dagegen sind weltweit die meisten Betreiber (60 Prozent) für eine Partnerschaft mit großen Public-Cloud-Plattformen offen. Vier von zehn Befragten weltweit sagen, dass sie eigene Edge-Netze aufbauen.

„Da Edge Computing von grundlegender Bedeutung ist, um das 5G-Versprechen extrem reaktionsschneller Verbindungen zu erfüllen, benötigen Mobilfunkbetreiber eine gut durchdachte und nachhaltige Edge-Strategie“, sagt Bart Salaets, Senior Director of Solutions Engineering bei F5. „Betreiber müssen nicht alles auf eine Public Cloud setzen: Neue Lösungen von F5 erleichtern es Mobilfunkbetreibern, Anwendungen und Netzwerkfunktionen über mehrere Cloud- und Edge-Umgebungen hinweg bereitzustellen und zu sichern.“

 

Reibungsloser Übergang von 4G zu 5G

Für einen reibungslosen Umstieg von 4G auf 5G müssen Netzbetreiber drei große technische Herausforderungen bewältigen:

  1. Erstellen einheitlicher Sicherheitsrichtlinien für 4G und 5G
  2. Zusammenarbeit zwischen neuen und alten Netzen
  3. Virtuelle Netzwerkfunktionen (VNFs) parallel zu Cloud-native Network Functions (CNFs) laufen lassen

In Europa sind einheitliche Sicherheitsrichtlinien am wichtigsten (61 Prozent), gefolgt von 4G-5G-Netzwerkverbindungen und VNF-CNF-Koexistenz (jeweils 53 Prozent). Die anderen Weltregionen gewichten die Punkte nur leicht abweichend.

„Diese Herausforderungen zeigen die Komplexität, die mit dem parallelen Betrieb klassischer 4G-Architekturen und der enorm vielseitigen 5G-Netzwerke auf Basis von IT-Technologien verbunden ist“, fügt Salaets hinzu. „Sie lassen sich zwar bewältigen, doch Mobilfunkbetreiber müssen gründlich bedenken, welche Konsequenzen die Einführung von Cloud-nativen 5G-Architekturen für Sicherheit und Interoperabilität hat.“

 

Sicherheitsprioritäten für 5G Standalone

Die Befragten sollten neun Kategorien von Sicherheitsfunktionen nach ihrer Bedeutung für die Bereitstellung und den Erstbetrieb eines 5G-Standalone-Netzes priorisieren. An erster Stelle steht die Signalgebung im 5G-Kernnetz, gefolgt von DDoS-Abwehr und Intrusion Prevention, Edge- und IoT-Diensten sowie Konfigurationsdiensten für das Kernnetz. Die Ergebnisse für Europa entsprechen weitgehend dem globalen Durchschnitt, doch gibt es hier stärkere Bedenken zur Sicherheit von Edge, IoT und Cloud RAN.

5G ermöglicht sehr hohe Geschwindigkeiten, zahlreiche Verbindungen und extrem zuverlässige Dienste. Die europäischen Betreiber sind optimistischer, dass die hohen Erwartungen an die Technologie erfüllt werden. Während 64 Prozent der Befragten in Asien und 57 Prozent in Nordamerika ernsthafte Zweifel daran hegen, sind in Europa nur 34 Prozent der Meinung, dass dies eine „extreme Herausforderung“ darstellt. Dieses Ergebnis überrascht angesichts der allgemeinen Meinung, dass europäische Anbieter skeptischer gegenüber 5G wären als asiatische oder amerikanische Provider.

 

Über die Studie

Im November und Dezember 2020 befragte IDG Connect im Auftrag von F5 insgesamt 163 Service-Provider. Rund 17 Prozent kamen aus Nordamerika, 23 Prozent aus Europa, 30 Prozent aus dem asiatisch-pazifischen Raum sowie 30 Prozent aus dem Nahen Osten und Afrika (hauptsächlich aus den Golfstaaten und Nordafrika).

www.f5.com


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