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Blockchain

Diese drei Faktoren erweisen sich für die Implementierung praxisgerechter Blockchain-Lösungen als erfolgversprechend: radikal andere Einstellung Innovationen gegenüber, Vertrauen in partnerschaftliche Modelle und angstfreies Experimentieren.

Am 22. November 2017 richteten das global tätige Technologieberatungsunternehmen DataArt und die Strategie- und Managementberatung für die Finanzindustrie zeb gemeinsam das Blockchain-Event „Vom Hype zur Produktion“ aus. Namhafte-Blockchain Experten gewährten Einblicke in die Implementierung von Blockchain-Lösungen im Finanzbereich und verglichen den aktuellen Stand Deutschlands mit dem Rest der Welt. Über siebzig Gäste folgten der Diskussion im Münchner Werk 1.

Prof. Dr. Philipp Sandner, Gründer des Blockchain Centers der Frankfurt School of Finance and Management moderierte die Veranstaltung. Folgende Experten waren vor Ort: DataArts Chefberater Denis Baranov, Dr. Florian Forst, Partner von zeb, Farzad Pezeshkpour, Distinguished Engineer der Royal Bank of Scotland, Business Analyst der Deutsche Börse AG Andreas Fletcher, Daniel Grassinger, Co-Founder von nexussquared und der Gründer und CEO von Universa Alexander Borodich.

Prof. Dr. Sandner stellte zum Auftakt Lösungen vor, die er am Blockchain Center betreute, und die darauf hinweisen, dass “… in Deutschland bisher nur Industrieunternehmen die Blockchain adaptieren, während sie auf dem internationalen Spielfeld auf viel größere Akzeptanz stößt – besonders in Großbritannien, Singapur, in den USA und teilweise auch in arabischen Ländern.” Die Sprecher der Deutsche Börse Group und der Royal Bank of Scotland tauschten sich intensiv mit den Blockchain Entrepreneurs von Universa und nexussquared aus.

Dr. Forst und Denis Baranov führten in die Blockchain-Technologie ein und diskutierten ihre Auswirkungen und Herausforderungen sowohl aus unternehmerischer als auch technologischer Sicht. Baranov schilderte einige Blockchain-Projekte von DataArt für große Akteure der Finanzdienstleistungsbranche. „Beim Umsetzen dieser Blockchain-Projekte lernten wir, wie wichtig ein klarer Geschäftsfokus ist”, erläutert er. Dr. Forst fügte hinzu: ‘’Mit der richtigen Strategie und dem passenden Szenario kann die Blockchain die Spielregeln des Businesses grundlegend verändern. Bei willkürlicher Nutzung allerdings ist sie Zeitverschwendung. Hinter der Blockchain steckt mehr als nur eine Technologie.’’

Deutschland müsse sich auf die Enterprise-Blockchain zubewegen – folgende drei Faktoren bewerten die Panelteilnehmer als zentral für einen erfolgreichen unternehmerischen Blockchain-Einsatz: Zusammenarbeit, veränderte Geschäftsmentalität und Experimentierfreude ohne Angst vorm Scheitern.

1) Kooperation zwischen Unternehmen, Wettbewerbern und Aufsichtsbehörden als Schlüssel zum Erfolg

Farzad Pezeshkpour versetzte das Publikum in Erstaunen, als er erzählte, wie eng die RBS mit Marktbegleitern und Aufsichtsbehörden zusammenarbeitete um eine skalierbare Blockchain-Anwendung zu entwickeln. Die Blockchain verlange „… einen komplett anderen Weg der Zusammenarbeit. Sie ist gemacht für partnerschaftliches Engagement. Aber Gemeinschaftlichkeit ist heikel.“ Alexander Borodich bekräftigt: „In einer dezentralisierten Welt gibt es keine Wettbewerber, sondern nur Kooperativen. Das ist das neue Denken, das wir uns in den kommenden Jahren aneignen müssen.“

2) Verlasse die Komfortzone und denke quer – so entstehen Innovation

Ein weiteres Erfolgskriterium für effiziente Blockchainnutzung bildet eine andere unternehmerische Einstellung gegenüber Innovationen. Daniel Grassinger plädierte hier für umfassende Bereitschaft zur Veränderung. Oft stecke hinter Innovation der Versuch, „… mit einer hippen Technologie existierende Prozesse zu modernisieren”; eine Aussage, die alle Podiumsredner unterstrichen. Für Andreas Fletcher besitzt die Blockchain-Technologie das Potential, die gesamte Unternehmenslandschaft umzuwälzen – „die Technologie kann im besten Fall bewirken, dass große Firmen ihre Geschäftsprozesse und Prozessabläufe ganz neu überdenken.”

3) Aktive Schritte von gedanklicher Erwägung zur Produktion

Die Blockchain avanciert zum integralen Bestandteil operativer Finanzdienstleistungsinfrastrukturen, manche Finanzgrößen sind über den Prototypen-Status schon hinaus und arbeiten an blockchainbasierten Dienstleistungen. In nur wenigen Jahren wird sie zur Mainstream-Technologie reifen, voraussichtlich den globalen Standard für Finanztransaktionen darstellen und fast alle Unternehmen des Finanzsektors beeinflussen. Die Blockchain sei noch in der Entwicklung und brauche noch ein paar Jahre zum totalen Durchbruch, so etwas hören die Speaker immer wieder. Aber: Die Skills, die Geschäftsprozesse und die Infrastruktur auf einen funktionierenden Einsatz der Blockchain vorzubereiten, die Adaption mit Partnern zu synchronisieren – auch das benötigt Zeit!

Alle Experten stimmten überein, dass sich deutsche Firmen der Blockchain zu vorsichtig annäherten. Zwar scheint es sicherer, den Status Quo zu halten, doch in Windeseile büßt der Status Quo seine Wettbewerbsfähigkeit ein. Deutsche Unternehmen sollten das Feld der schieren Prototypen verlassen und sich endlich realen Projekten widmen, sonst schließt die neue Realität sie aus. Und weil laut Daniel Grassinger “Innovation nicht in der Komfortzone geschieht, wo wir uns sicher fühlen“, schenken nur erfahrene Partner Sicherheit, für die die Blockchain Komfortzone bedeutet.

www.dataart.com

www.zeb.eu

  

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