CEO John Ternus nennt keinen Termin für ein Ende der Lieferengpässe. Einige Geräte wurden wegen Displayschäden am Scharnier zurückgegeben.
iPhone Duo: Apple kann Ende der Knappheit nicht absehen

Apple kann die Nachfrage nach seinem ersten faltbaren Smartphone iPhone Duo nicht decken und weiß nicht, wann sich das ändert. Das sagte CEO John Ternus der Nachrichtenagentur Reuters nach Vorlage der Zahlen für das vierte Geschäftsquartal. Es war die erste Telefonkonferenz zu Quartalszahlen mit Ternus als CEO.
„Die Duo ist derzeit knapp. Der Produktionsanlauf läuft gut, und wir arbeiten hart daran, sie so schnell wie möglich so vielen Kunden wie möglich zur Verfügung zu stellen, aber derzeit können wir nicht vorhersagen, wann Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sein werden.”
John Ternus, Apple-CEO
Lieferung erst im Januar
Wer das iPhone Duo derzeit bestellt, erhält laut MacRumors einen Liefertermin im Januar. In den Apple Stores gibt es kaum Geräte zur Online-Reservierung. Das Gerät war am 16. Oktober wenige Minuten nach Start der Vorbestellungen ausverkauft und kam am 23. Oktober in den Handel. Apple begrenzt den Kauf auf zwei Geräte pro Kunde. In den USA kostet es ab 1.999 US-Dollar.
Risse im inneren Display
Zu Problemen mit dem Display sagte Ternus, ein sehr kleiner Anteil der Geräte sei zurückgegeben worden, Apple biete Ersatz an. Nutzer hatten seit dem Verkaufsstart über Risse im inneren Display entlang des Scharniers berichtet, teils schon nach wenigen Faltvorgängen. Apple hatte Ende Oktober eingeräumt, von dem Problem zu wissen, und Betroffene an AppleCare verwiesen. Zudem gab das Unternehmen Apple Stores und Servicepartnern Hinweise, wie sie den Fehler erkennen und Geräte reparieren oder ersetzen sollen.
Rekordumsatz im September-Quartal
Im Quartal von Juli bis September erzielte Apple einen Umsatz von 114,5 Milliarden Dollar, 12 Prozent mehr als im Vorjahr und ein Rekord für ein September-Quartal. Der Gewinn lag bei 30,7 Milliarden Dollar. Das iPhone Duo ist in den Zahlen noch nicht enthalten, da es erst nach Quartalsende in den Handel kam. Fragen nach möglichen weiteren Preiserhöhungen wegen gestiegener Speicherkosten ließ Apple laut MacRumors offen. Am 6. November bringt Apple unter anderem das erste MacBook Pro mit Touchscreen und OLED-Display sowie ein neues iPad mini in den Handel.
(red)




