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Warnung auf Sperrbildschirm

Apple warnt Nutzer in 99 Ländern vor Spyware-Angriffen

Es ist die zweite Welle von Warnungen nach August. Apple nennt weder Angreifer noch eingesetzte Spyware und empfiehlt den Blockierungsmodus.

Apple warnt Nutzer in 99 Ländern vor Spyware-Angriffen

Apple hat erneut Nutzer gewarnt, dass sie Ziel von Angriffen mit kommerzieller Spyware geworden sind. Die Benachrichtigungen gingen an ausgewählte Nutzer in 99 Ländern. Öffentlich gemacht hat die neue Welle der Sicherheitsforscher Costin Raiu. Nach seinen Angaben steht sie mit neuen Angriffen in Verbindung und ist unabhängig von den Warnungen, die Apple im August an Nutzer in 110 Ländern verschickt hatte.

„Die heutige Benachrichtigung wird an betroffene Nutzer in 99 Ländern verschickt, und bislang haben wir Nutzer in insgesamt über 150 Ländern benachrichtigt”, heißt es in der Mitteilung von Apple, die Raiu veröffentlichte.

Keine Angaben zu Tätern und Methoden

Wer hinter den Angriffen steht, welche Spyware eingesetzt wurde und welche Schwachstellen ausgenutzt wurden, hat Apple nicht mitgeteilt. Die Zahl der Länder beschreibt, wo sich benachrichtigte Nutzer befinden, nicht die Zahl der Opfer oder bestätigten Infektionen. Laut Apple werden solche Warnungen mit hoher Sicherheit ausgesprochen. Sie belegen aber nicht automatisch, dass jedes Gerät erfolgreich kompromittiert wurde. Einzelheiten zur Erkennung hält Apple zurück, damit Angreifer ihre Methoden nicht anpassen können.

Kommerzielle Spyware-Angriffe kosten laut Apple teils Millionen US-Dollar und richten sich gegen wenige Personen, häufig Journalisten, Aktivisten, Politiker und Diplomaten. Sie sind komplex, kurzlebig und daher schwer zu erkennen. Mitte Oktober hatte das Citizen Lab zudem erstmals technisch belegt, dass kommerzielle Spyware auch über gezielte Online-Werbung ohne Zutun der Opfer auf Geräte gelangen kann. Einen Zusammenhang mit der neuen Welle hat Apple nicht hergestellt.

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Warnungen auf dem Sperrbildschirm

Apple verschickt die Warnungen als Hinweis auf dem Sperrbildschirm des iPhone, in den Einstellungen sowie per E-Mail an die Adresse des Apple-Kontos. Zudem erscheint nach der Anmeldung auf der Website des Apple-Kontos ein Banner. Empfänger sollten die Warnung dort selbst prüfen, da echte Benachrichtigungen nie dazu auffordern, Apps oder Profile zu installieren, Dateien zu öffnen oder Passwörter und Bestätigungscodes preiszugeben.

Betroffenen empfiehlt Apple, ihre Geräte zu aktualisieren und den Blockierungsmodus zu aktivieren. Er schränkt unter anderem Nachrichtenanhänge, einige Webtechnologien, eingehende FaceTime-Anrufe von Unbekannten und die Installation von Profilen ein. Zudem verweist Apple auf die rund um die Uhr erreichbare Digital Security Helpline der Organisation Access Now. Die meisten Nutzer werden laut Apple nie Ziel solcher Angriffe.

(red)

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