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Private Chats als Kennzahl

Claude Enterprise: Smart Reports zeigen Nutzung und Kosten

Führungskräfte sehen Arbeitsbereiche, Ausgaben und die Zahl privater oder themenfremder Chats. Namen sind standardmäßig ausgeblendet.

Claude Enterprise: Smart Reports zeigen Nutzung und Kosten
Bildquelle: Samuel Boivin/Shutterstock.com

Anthropic hat für Kunden von Claude Enterprise eine Analysefunktion namens Smart Reports eingeführt. Sie steht seit dem 28. Oktober allen Unternehmen mit diesem Tarif zur Verfügung. Berechtigte Nutzer können ein Team auswählen, einen Zeitraum von bis zu 28 Tagen festlegen und bestimmen, welche Claude-Produkte ausgewertet werden. Die Berichte gruppieren die Arbeit eines Teams nach Arbeitsbereichen und zeigen die zugehörigen Kosten. In den Tarifen Pro, Max und Team ist die Funktion nicht verfügbar.

Private Chats als Kennzahl

Kritik hat vor allem eine Kategorie ausgelöst, die Anthropic als Ineffizienzen bezeichnet. Sie zählt Sitzungen, die keinen verwertbaren Output erzeugt haben oder als persönlich beziehungsweise themenfremd eingestuft wurden, und weist deren Kosten aus. Ob eine Unterhaltung themenfremd ist, entscheidet das KI-Modell, nicht ein Mensch.

Inhalte privater Unterhaltungen zeigen die Berichte laut Anthropic nicht. Themenfremde Sitzungen erscheinen nur als Gesamtzahl und mit ihren Kosten, ohne Zusammenfassungen. Wer die Sitzungen geführt hat, ist standardmäßig nicht sichtbar. Diese Schutzmechanismen lassen sich laut Anthropic nicht abschalten.

„Smart Reports helfen Ihnen, die Nutzung zu verstehen und Ihre Investitionen in Claude zu planen.”
Anthropic

Das Unternehmen betont, die Berichte sollten nicht zur Bewertung der Leistung einzelner Beschäftigter oder für Personalentscheidungen genutzt werden.

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Standardmäßig ausgeschaltet

Smart Reports sind zunächst deaktiviert. Einschalten können sie nur Owner oder Primary Owner einer Organisation in den Organisationseinstellungen unter Capabilities und Analytics.

Die Funktion fällt in eine Phase, in der viele Unternehmen ihre KI-Ausgaben stärker kontrollieren wollen. Der Beratungskonzern Accenture hat das zentral finanzierte Budget für Claude laut Berichten auf 29 US-Dollar pro Person und Monat begrenzt. Laut Gartner haben 44 Prozent der CEOs Schwierigkeiten, finanzielle Erträge aus KI nachzuweisen.

In Deutschland unterliegt die Einführung technischer Systeme, die Verhalten oder Leistung von Beschäftigten überwachen können, der Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Hinzu kommen die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung.

(red)

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