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Gartner-Analyse

Kompetenzlücken in der Chefetage größtes Risiko

Personalvorstände sollen laut Gartner neu definieren, was Führungskräfte können müssen. Zugleich sehen 79 Prozent der CHROs überlastete Manager.

Kompetenzlücken in der Chefetage größtes Risiko

Lücken bei den Fähigkeiten der obersten Führungsebene sind nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner das größte Risiko für jedes Unternehmen. Am besten geeignet, dieses Risiko zu verringern, seien die Personalvorstände (CHROs). Das erklärten Gartner-Analysten auf der Gartner HR Symposium/Xpo in Orlando. Sie stellten drei Fähigkeiten vor, mit denen sich Führungsteams auf künftige Anforderungen vorbereiten sollen.

Szenarien statt Prognosen

Personalvorstände sollen laut Gartner neu festlegen, was eine qualifizierte Führungskraft ausmacht, Anreize an neue Führungsfähigkeiten knüpfen und Führungskräfte auf künftige Anforderungen vorbereiten. Zu den genannten Fähigkeiten gehört strategische Vorausschau: Statt die Zukunft vorhersagen zu wollen, sollen Führungskräfte dynamische, szenariobasierte Strategien entwickeln, die Handlungsoptionen schaffen und Unternehmen auch bei Unsicherheit und unvollständigen Informationen handlungsfähig halten. Gartner empfiehlt, in der Planung der Führungsebene feste Zeit für Übungen zur externen Vorausschau einzuplanen und die Vergütung von Führungskräften an die Vorbereitung ihres Bereichs auf Risiken zu koppeln.

Eine weitere Fähigkeit betrifft den Umgang mit KI. Führungskräfte sollen bestimmen, welche geschäftlichen Herausforderungen sich am besten mit KI lösen lassen, Arbeit so umgestalten, dass sich der Nutzen tatsächlich realisiert, und Beschäftigte durch den Wandel begleiten.

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Überlastete Manager

Weitere Ergebnisse vom selben Konferenztag zeigen die Spannungen beim Einsatz von KI. 79 Prozent der Personalvorstände sagen, dass ihre Führungskräfte überlastet sind. Jede vierte Führungskraft würde auf ihre Managementrolle verzichten, wenn sie könnte. „Wir haben erwartet, mit mehr KI Reibung zu beseitigen, aber wir haben sie nur verlagert”, hieß es in einem Vortrag. 56 Prozent der CEOs erwarten, innerhalb von fünf Jahren mithilfe von KI Hierarchieebenen im mittleren Management abzubauen. Gartner warnt, dass Unternehmen, die Führungskräfte entfernen, bevor sie deren Aufgaben neu definiert haben, Kompetenzlücken riskieren.

Zudem erwarten 77 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder, dass KI Produktivität und Kosteneinsparungen bringt. Nur 3 Prozent der Unternehmen übertreffen laut Gartner ihre Einsparziele durch Produktivitätsgewinne. Die Gartner HR Symposium/Xpo findet am 16. und 17. November zudem in Sydney statt.

(red)

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