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H&M: Spur zu mutmaßlichem Datenleck führt zu Zulieferer

Angreifer drohen H&M mit einem Leak. Datenproben weisen auf die Lagersoftware GreyOrange. H&M sieht bislang keine Anzeichen einer Kompromittierung.

H&M: Spur zu mutmaßlichem Datenleck führt zu Zulieferer
Bildquelle: Michael Berlfein/Shutterstock.com

Unbekannte Angreifer drohen dem schwedischen Modekonzern H&M mit der Veröffentlichung angeblich gestohlener Daten. Auf einem Telegram-Kanal setzten sie eine Frist von drei Tagen, um Kontakt aufzunehmen. H&M hatte nach ersten Berichten über einen Angriff erklärt, den Vorwürfen nachzugehen, derzeit aber keine Hinweise auf eine Kompromittierung zu sehen. Nach neuen Erkenntnissen könnte ein Zulieferer betroffen sein.

Zweifel an Beteiligung von ShinyHunters

Laut dem Tracking-Dienst Vercert war ein Datensatz zu H&M in der vergangenen Woche in Untergrundforen aufgetaucht. Als Urheber wurde die Hackergruppe ShinyHunters genannt. Den Angaben zufolge soll es sich um Lagerbestände, Logistikdaten, Verkaufsanalysen und Angaben zur Infrastruktur für Filialen und Bestellabwicklung handeln.

Das Rechercheteam von Cybernews fand den entsprechenden Beitrag jedoch nicht. Das zugehörige Konto von ShinyHunters war als stillgelegt markiert, die Leak-Seite der Gruppe ist offline. Auf dem weiterhin erreichbaren Server, auf dem die Gruppe ihre Datensätze ablegt, fanden sich keine Daten zu H&M. Der Datensatz kursiert stattdessen in mehreren Telegram-Kanälen. Die Forscher halten es deshalb für wahrscheinlich, dass sich andere Täter als ShinyHunters ausgeben. In den vergangenen Wochen waren mehrere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe festgenommen worden.

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Proben aus Lagerverwaltung

Die neuen Angreifer veröffentlichten mit ihrer Drohung einige Datensätze mit Produktinformationen im JSON-Format. Laut Cybernews stammen sie aus der Software von GreyOrange, mit der Händler ihre Lagerbestände verwalten. H&M wird auf der Website von GreyOrange als Kunde genannt, ebenso Walmart Canada. Die Proben enthalten Daten, die sich H&M zuordnen lassen, etwa URLs zu Produktbildern und verschiedene Kennungen.

„Das bedeutet nicht, dass die Angreifer zwangsläufig über sensiblere Informationen wie personenbezogene Daten von Beschäftigten verfügen”, erklärte das Rechercheteam. Das hänge davon ab, wie die Systemarchitektur aufgebaut und GreyOrange darin eingebunden sei. GreyOrange und H&M haben auf Anfragen von Cybernews bislang nicht reagiert.

(red)

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