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Neue Mainboards für AM4

Speicherkrise: Intel und AMD setzen wieder auf DDR4

Gigabyte kündigt Support für neue LGA1700-CPUs an, AMD bringt weiter AM4-Chips. DDR5 kostet mehr als doppelt so viel wie DDR4.

Speicherkrise: Intel und AMD setzen wieder auf DDR4

Wegen der stark gestiegenen Preise für DDR5-Arbeitsspeicher setzen Intel und AMD wieder verstärkt auf Plattformen mit dem älteren Standard DDR4. Der Mainboard-Hersteller Gigabyte hat am 9. Oktober BIOS-Unterstützung für kommende Prozessoren mit Intels Sockel LGA1700 auf allen seinen Mainboards mit den Chipsätzen B760 und H610 angekündigt. Der Sockel unterstützt sowohl DDR4 als auch DDR5. Neue LGA1700-Prozessoren werden laut Gigabyte Anfang 2027 erwartet. Intel hat sich zu den neuen Prozessoren nicht geäußert, hatte aber bereits im Juni gegenüber Tom’s Hardware erklärt, weiterhin Produkte für ältere Speichertechnologien anbieten zu wollen.

Neue Mainboards für AM4

AMD bietet weiterhin neue Prozessoren für den Sockel AM4 an, der DDR4 nutzt. Gigabyte hatte im August neue Mainboards für die Plattform vorgestellt und zuvor auch den acht Jahre alten Chipsatz B450 mit neuen Modellen wiederbelebt. MSI listet neue Mainboards mit dem Chipsatz B550. Bereits zur Computex im Juni hatten mehrere Hersteller eine steigende Nachfrage nach DDR4-Mainboards und DDR4-Speicher bestätigt. Die neu aufgelegten DDR4-Kits erreichen laut Tom’s Hardware meist höchstens DDR4-3600.

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Preisabstand von mehr als 100 Prozent

DDR4 wurde 2014 eingeführt und war eigentlich durch DDR5 abgelöst. Die Preise für DDR4 sind zwar ebenfalls gestiegen, aber weniger stark. Ein 32-GB-Kit Corsair Vengeance DDR5 kostet in den USA derzeit rund 620 US-Dollar, das vergleichbare DDR4-Kit rund 260 Dollar. Ursache der Preissteigerungen ist die hohe Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren, auf die die großen Speicherhersteller ihre Produktion ausgerichtet haben.

Die Speicherknappheit wirkt sich auch auf den PC-Markt aus. Laut IDC sanken die weltweiten PC-Auslieferungen im dritten Quartal 2026 um 20,1 Prozent auf 62,7 Millionen Geräte. Der chinesische Speicherhersteller YMTC rechnet nach Angaben eines Mitarbeiters damit, dass die Knappheit noch rund drei Jahre anhält.

(red)

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