Auch 2024 hat die Sicherheit für IT, Storage und Daten oberste Priorität. Cyberbedrohungen werden immer ausgeklügelter, nicht zuletzt durch künstliche Intelligenz. Zudem halten KI-Anwendungen Einzug in die Unternehmen. Nachhaltigkeit und Energiesparen bleiben zwar ein Thema müssen aber zurückstehen. 👉 Update!
Storage 2024: Trends & Technologien

In den nächsten zwölf Monaten stehen zwei besonders bedeutende Themen im Fokus der technologischen Entwicklungen: Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz (KI). Obwohl Cyberkriminalität schon länger eine Herausforderung darstellt, ist die breite Öffentlichkeit erst seit kurzem intensiver mit KI vertraut. Dies ist vor allem den beachtlichen Fortschritten geschuldet, die Anwendungen wie ChatGPT, Midjourney und andere erzielen.
Diese Entwicklung beeinflusst maßgeblich den Bereich Infrastruktur und Betrieb, auch bekannt als Infrastructure and Operations (I&O). Es wird erwartet, dass bis zum Jahr 2027 jeder zweite Mensch in entwickelten Volkswirtschaften täglich von einem persönlichen KI-Assistenten Unterstützung erhält, so eine Prognose von Gartner.
Ein weiterer Aspekt dieser Entwicklung sind die sogenannten maschinellen Kunden. Diese nicht-menschlichen Wirtschaftsakteure erwerben Waren oder Dienstleistungen und zahlen dafür. Beispiele hierfür sind virtuelle Assistenten, intelligente Geräte und vernetzte Fahrzeuge. »Maschinelle Kunden bieten beträchtliche Vorteile, die ihr Interesse und ihre Akzeptanz steigern. Gleichzeitig sind sie mit Herausforderungen verbunden, wie beispielsweise der Anpassung von Betriebs- und Geschäftsmodellen«, so Jeffrey Hewitt, Vice President Analyst bei Gartner. Er rät I&O-Führungskräften, geeignete Einsatzbereiche für maschinelle Kunden zu identifizieren und die notwendigen technologischen Prozesse und Kompetenzen im Bereich des digitalen Handels und generativer KI zu entwickeln.
Markus Grau, Principal Systems Engineering bei Pure Storage, sieht in der Entwicklung und Implementierung generativer KI-Lösungen einen künftigen Trend, der das Interesse an Containertechnologien verstärkt. »Wir stehen vor einer beachtlichen Entwicklung. Container spielen eine entscheidende Rolle in der KI-Daten-Pipeline und der dazugehörigen Tool-Chain«, erklärt er. Die Relevanz von Containern wird sich voraussichtlich auch über das Jahr 2024 hinaus fortsetzen, getrieben durch den fortschreitenden Einsatz von KI.
Generative KI und ChatGPT werden Teil des Arbeitsalltags
Langfristig gewinnen KI-Sprachmodelle an Bedeutung in der Arbeitswelt. »Aktuell setzen in etwa 45 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft mindestens einige Mitarbeiter KI-Sprachmodelle ein«, erläutert Dr. Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im Forschungsbereich »Digitale Ökonomie« des ZEW. Im verarbeitenden Gewerbe nutzen derzeit etwa 28 Prozent der Betriebe solche Technologien, so das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung.
In den nächsten zwei Jahren planen 55 Prozent der Unternehmen aus dem verarbeitenden Sektor den Einsatz von KI-Chatbots. In der Informationswirtschaft, einschließlich der IKT-Branche, Mediendienstleistern und wissensintensiven Dienstleistern, erwarten sogar 71 Prozent der Betriebe eine Integration solcher Systeme. »Derzeit nutzen durchschnittlich neun Prozent der Beschäftigten in der Informationswirtschaft generative KI in Form von Sprachmodellen für ihre Arbeit«, führt Erdsiek weiter aus. »Für die nächsten zwei Jahre prognostizieren die Unternehmen eine Verdreifachung dieser Quote auf 27 Prozent der Beschäftigten.«
Firmen müssen Umgang mit KI reglementieren
Für den Umgang mit KI müssen Firmen zudem Richtlinien definieren: Gartner prognostiziert, dass Unternehmen, die AI TRiSM (KI-Vertrauens-, Risiko- und Sicherheitsmanagement) einsetzen, bis 2026 eine 50-prozentige Verbesserung ihrer KI-Modelle in Bezug auf Akzeptanz, Geschäftsziele und Benutzerakzeptanz erreichen werden.
GenAI soll die Demokratisierung von Wissen und Fähigkeiten durch die Nutzung von Konversation und natürlicher Sprache ermöglichen. GenAI für I&O hat zwei Hauptaspekte – die Nutzung von GenAI innerhalb von I&O und die Auswirkungen von GenAI auf I&O. »Demokratisierte GenAI bietet ein neues Arbeitsparadigma und kann die Agilität, Anpassungsfähigkeit und Kompatibilität der I&O verbessern«, meint Hewitt. »Wenn sie übermäßig oder unnötig eingesetzt wird, kann sie unannehmbare Kosten und negative Umweltauswirkungen verursachen.« Laut einer Umfrage unter 1.400 Führungskräften im September 2023, befinden sich bereits 55 Prozent der Unternehmen im Pilot- oder Produktionsmodus mit GenAI.
KI und Cyberkriminalität: Helfer und Bedrohung
Da Kriminelle zunehmend Künstliche Intelligenz (KI) für ihre Zwecke nutzen, wird das kontinuierliche Management der Bedrohungslage (CTEM) immer wichtiger. »Das rasante technologische Wachstum verlangt nach neuen Methoden im Umgang mit potenziellen Gefahren«, erklärt Hewitt. »Dies erweitert die Angriffsfläche weit über die herkömmliche IT-Umgebung hinaus. CTEM bietet einen Ansatz, der sich auf die Priorisierung konzentriert, anstatt jede Schwachstelle beheben zu wollen.« Er fügt hinzu, dass CTEM den Wechsel von einem rein präventiven zu einem umfassenderen Ansatz mit präventiven und reaktiven Kontrollmöglichkeiten fördert. Hewitt rät dazu, ein spezialisiertes CTEM-Team innerhalb der I&O-Abteilung zu etablieren, das sowohl lokale als auch Cloud-basierte Infrastrukturen und Netzwerkrand-Schwachstellen überwacht.
KI-getriebene Tools sind mittlerweile fähig, komplexen Code zu erstellen. »Cyberkriminelle nutzen dies, um raffinierte Malware und Exploit-Programme zu entwickeln, schneller und effizienter als je zuvor«, warnt Arne Jacobsen, Director of Sales EMEA bei Aqua Security. »Dies senkt die Einstiegsbarrieren in die Cyberkriminalität erheblich, auch für Personen mit nur geringen Programmierfähigkeiten. KI-Systeme können etablierte Angriffstechniken schnell anpassen und verfeinern, was die Umsetzung komplexer Bedrohungen vereinfacht. Diese Zugänglichkeit von Angriffswerkzeugen wird zu einer Zunahme fortschrittlicher Malware führen – was wiederum häufigere und effektivere Cyberangriffe zur Folge hat.«
Die Cybersicherheitsbranche muss auf diese Entwicklungen reagieren. Auch hier sind KI und maschinelles Lernen essenziell, um normales Nutzerverhalten zu erfassen, Anomalien zu erkennen und neuartige Bedrohungen zu bewältigen. Jacobsen betont, dass proaktive und intelligente Systeme, die Speicher-Scanning und Prozessüberwachung integrieren, entscheidend sind, um Gefahren frühzeitig zu identifizieren und zu neutralisieren. In einem dynamischen Cloud-Ökosystem sind sie unerlässlich für eine zuverlässige Sicherheit.
👉 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👉 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👉 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👉 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👉 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Neu: Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Neu: Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
Stefan Schachinger, Product Manager Network Security bei Barracuda Networks, erwartet, dass 2024 Cyberkriminelle mit der Einführung von KI schneller sein könnten als die Sicherheitsbranche:
»Durch Werkzeuge wie generative KI hat die Qualität von Angriffen ein neues Niveau erreicht, das es uns Menschen fast unmöglich macht, zwischen echt und gefälscht zu unterscheiden. Für die Industrie und ihre Sicherheitslösungen ist es wichtig, diese neue Technologie schnell zu übernehmen. Denjenigen, die ihre Sicherheitslage nicht verbessern, stehen schwierige Zeiten bevor.
Denn die meisten Organisationen sind nicht darauf vorbereitet, sich gegen gezielte und qualitativ hochwertige Angriffe zu verteidigen, die wir früher nur auf Nationalstaaten- und Geheimdienst-Ebene gesehen haben. Dazu gehören Social Engineering und technische Angriffsvektoren. Im Hinblick auf KI wird klar, dass immer mehr Unternehmen mit ausgeklügelten Angriffen konfrontiert sein werden. So können robuste Zero-Trust-Maßnahmen Unternehmen vor ernsthaftem Schaden schützen.
Wir Security-Anbieter sollten uns neben der Prävention auf die Erkennung laufender Angriffe und die entsprechende Reaktion konzentrieren, zum Beispiel mit dezentraler Sicherheit an den Randbereichen eines Netzwerks oder eines Systems – also an den Endpunkten.
Wir werden bei der Einführung neuer Sicherheitslösungen wie SASE oder Zero-Trust-Konzepten einen großen Schritt sehen. Es besteht kein Zweifel daran, dass wir eine weitere Welle schwerwiegender Sicherheitsvorfälle erleben werden, und die unsichere geopolitische Lage in vielen Teilen der Welt tut ihr Übriges. Im Jahr 2024 werden wir erkennen, dass moderne Lösungen erforderlich sind, um sich gegen moderne Bedrohungen zu verteidigen. Unternehmen sollten Security als fortlaufenden Prozess leben, aber nicht versuchen, über Nacht 100 Prozent zu erreichen. Werden Projekte zu groß, zu kompliziert oder zu teuer, können sie scheitern. Skalieren ist die richtige Vorgehensweise.«
👉 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👉 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👉 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👉 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👉 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug

»Auch im Jahr 2024 werden sich die Trends in der Cyberkriminalität weiter fortschreiben, welche vor Jahresfrist schon aktuell waren«, sagt Martin Zugec, Technical Solutions Director bei Bitdefender. »Cyberkriminelle mit finanziellen Beweggründen, insbesondere Ransomware-Affiliates und -Operatoren, werden ihre Fähigkeiten weiter verbessern und in Sachen Raffinesse das Niveau staatlich unterstützter Hacker erreichen. Die Cyberkriminellen werden sich weiter rasch neue Fähigkeiten aneignen, die es ihnen ermöglichen, neu entdeckte Schwachstellen sofort auszunutzen. Dabei sind sie bestrebt, Schwachstellen innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden der ersten Proof-of-Concept (PoC)-Codes auszunutzen. Diese Agilität fordert die Cybersicherheitsteams in hohem Maße heraus und erhöht die Notwendigkeit proaktiver Maßnahmen. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die Angreifer immer geschickter darin werden, sich vor der Abwehr zu verbergen. Sie werden verbesserte Techniken wie DLL-Sideloading einsetzen, um ihre Aktivitäten zu verschleiern. Diese Entwicklungen unterstreichen die zentrale Rolle fortschrittlicher Cybersicherheit durch Technologien wie zum Beispiel Extended Detection and Response (XDR) sowie durch die externen Sicherheitsdienste einer Managed Detection and Response. Da Unternehmen jeder Größe und Branche weiterhin Ziel von Angriffen sind, wird der Bedarf an robusten Cybersicherheitsmaßnahmen im Jahr 2024 und darüber hinaus immer weiter steigen.
Darüber hinaus wird Künstliche Intelligenz die Bedrohungslandschaft weiter massiv umgestalten. Der spektakuläre Fortschritt bei Large Language Models (LLM) wird höchstwahrscheinlich automatisierte Scamming-Toolkits hervorbringen, die Opfer im sechsstelligen Bereich in verschiedenen Sprachen gleichzeitig angreifen können. Zugleich wachsen die Schwierigkeiten, einen Scam an einfachen Äußerlichkeiten zu erkennen. Toolkits werden Scamming-as-a-Service-Angebote zusammen mit KI-basierter Bild- und Ton-Manipulation verkaufen, vermieten oder verwalten. Die Bedrohungsakteure werden die Möglichkeit haben, perfekt zu chatten, mit überzeugenden Bildern zu hinterlegen und eventuell sogar zu Echtzeit-Video-Unterhaltungen übergehen. Zugleich wird KI auch Video-Content generieren können. Erste Beispiele liefern schon Instagram-Influencer. Cyberkriminelle und politisch motivierte Hacker mit staatlichem Hintergrund werden hier nicht zurückstehen und Fehlinformationen zu streuen versuchen – insbesondere im Vorfeld der bevorstehenden US-Wahlen.
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👉 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👉 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👉 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👉 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
Für Uli Simon, Director Sales Engineering bei Commvault, sind Datensicherung und Datensicherheit keine getrennten Bereiche mehr: »Aber die beiden Disziplinen der Cyber-Resilienz werden immer weiter zusammenwachsen, weil sie zusammengehören. In einer sich enger vernetzenden Wirtschaft und durch den Übergang in eine hybride Datenwelt steigen Komplexitäten, Angriffsflächen für Cyberkriminelle und auch das Risiko, einer Ransomware-Attacke zum Opfer zu fallen. Denn die Hacker haben gelernt, dass Backups ein enormer Datenschatz sind und dass ein Angriff auf gesicherte Daten oder das Blocken der dazugehörigen Infrastrukturen Unternehmen erst wirklich erpressbar macht. Es wird daher immer wichtiger, Präventivmaßnahmen, die heute bereits im Umfeld Data Security angewendet werden, auch im Umfeld Data Protection zu etablieren.
Auf der anderen Seite wird die Wichtigkeit eines vollständigen, sicheren und sauberen Backups als `last line of defense´ für das Datensicherheits-Konzept eines Unternehmens oder einer Behörde enorm zunehmen. Gleichzeitig sollten Unternehmen sich immer besser dafür rüsten, um in einem Desaster-Fall schnell wieder auf die Beine zu kommen.
Im Brennpunkt einer cyberresilienten Datensicherheit und Datensicherung steht dabei weiterhin das Backup, an das die Anforderungen weiter steigen. Ein Backup muss im Desaster-Fall vertrauenswürdig sauber sein. Eine zentrale Rolle spielt, dass eine Unveränderbarkeit von Daten, speziell in einem Backup-Set, gegeben ist. Permanentes Backup wird daher Point-in-time-Sicherungen ablösen. Denn um sicherzustellen, dass alle Daten jederzeit sauber wiederhergestellt werden können, muss klar sein, zu welchem Zeitpunkt ein Backup zuletzt noch vor der Infektion von Malware sauber oder unverschlüsselt war. Eine permanente Datensicherung kann dies im Gegensatz zu Point-in-time umfänglicher und so nah wie möglich am letzten noch reinen Zustand gewährleisten.
`Do more with less´ wird allerdings die IT-Teams in Unternehmen und Behörden auch in diesem Bereich vor schwierige Aufgaben stellen. Daraus ergibt sich eine dringende Notwendigkeit für weitergehende Automatisierungen. Hier hilft die immer besser werdende, operativ einsetzbare und auch erreichbare künstliche Intelligenz. Sie wird Administratoren bei deren Arbeit unterstützen und eventuell sogar Teilaufgaben eigenständig übernehmen. Sie wird bei der Definition von Plänen für die Datensicherheit, bei der täglichen Administration, bei Security-Tests und bei der Definition von Wiederherstellungs-Szenarien unterstützen – und am Ende auch im Desaster-Fall, um die Produktion schnellstmöglich wiederherzustellen. Präventiv wird künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle bei der Abwehr von Angriffen spielen. Cyberresiliente Cloud-Plattformen sind daher nur dann zukunftsfähig, wenn Sie KI auch für die Abwehr von Cyberbedrohungen einsetzt.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👉 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👉 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👉 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?

Für Sascha Hempe, Regional Sales Manager DACH bei Datadobi, lauten die wichtige Trends, AI-Daten, mehr Performance für Objektspeicher, besseres Datenmanagement und Datenverwaltung über API und Risk-Management bei der Datenspeicherung:
»Zugegeben, Data-Storage war noch nie wirklich sexy. Ob auf Band, Festplatte oder Flash, in der Cloud, im Rechenzentrum oder Hybrid, die Datenspeicherung war für die IT immer eher die Pflicht als die Kür. Die Kür ist derzeit fraglos das aktuelle Top-Thema KI – Künstliche Intelligenz. Wie so üblich, wäre KI nichts, ohne die Daten, die Unternehmen seit Jahrzehnten auf ihren Speichersystemen horten. Sexy oder nicht, auf der Skala der Wichtigkeit im Rechenzentrum ist Storage aufgrund des Kostenfaktors, der Komplexität und der großen Bedeutung von Daten hingegen bei Unternehmen immer ganz weit oben zu finden. Grund genug, sich die Kräfte im Markt einmal genauer anzusehen, um die wichtigsten Trends im Bereich Storage für das Jahr 2024 zu prognostizieren.
1. Um das Potenzial von KI ausschöpfen zu können, benötigen Unternehmen mehr Einsicht in ihre Daten.
Künstliche Intelligenz (KI) basiert auf Daten. Analog hängt die Qualität der KI-Lösungen direkt mit der Qualität der Daten zusammen, auf denen sie aufgebaut ist. Die meisten Unternehmen halten sehr viele Daten vor. Tatsächlich haben die meisten Unternehmen noch nie irgendwelche ihrer Daten gelöscht. Nach langer Wartezeit und hohen Kosten für die Speicherung der Daten ist für viele Unternehmen nun endlich der Zeitpunkt gekommen, die Daten gewinnbringend nutzen zu können. Doch um KI-Lösungen strategisch mit den richtigen Daten zu füttern, und sicherzustellen, dass die wertvollsten und relevantesten Informationen für die Analyse verwendet werden, muss man die Daten im Detail kennen. Dafür benötigt man granularen Einblick in den angehäuften Datenberg. Gleichzeitig wird die Mobilität der Daten zu einem kritischen Faktor, da große und zahlreiche Datensätze effizient an KI-Systeme übertragen werden müssen, um sie eingehend zu analysieren und Modelle zu verfeinern. In dieser Ära der KI-Einführung wird es nicht nur darum gehen, riesige Datenmengen zu besitzen, sondern auch darum, deren wahren Wert durch sorgfältige Auswahl und agile Bewegung zu erschließen.
2. Sinkender Preis für Flash hat weitreichende Folgen
Die Speicherbranche steht 2024 vor einem bedeutenden Umbruch: Der Preis pro Terrabyte für Flash ist erstmals günstiger als für HDDs. Da Flash deutlich höhere Performance bei geringerem Energiebedarf bietet, wird der Einsatz von Flash sehr wahrscheinlich zur Norm werden. Die Vorteile von Flash werden im Rechenzentrum auch dringend benötigt. Nicht zuletzt, um den hohen Anforderungen neuer KI-Systeme gerecht zu werden und die Ziele für Nachhaltigkeit zu erreichen. Als Folge werden Unternehmen auf All-Flash-Objektspeichersysteme setzen. All-Flash-Objektspeicher bietet das Beste aus beiden Welten: Er bietet die schnelle Leistung traditioneller HDD-basierter Objektspeicher, und die Skalierbarkeit, die NAS-Systemen fehlt. Dieser systematische Wechsel auf eine neue, modernere Speicherart wird zu einer Welle von Datenmigrationen führen, bei der Datensätze und Workloads von veralteten und langsamen Speicherarchitekturen auf hochmoderne All-Flash-Objektspeicherlösungen übertragen werden.
3. Automatisierung im großen Maßstab erfordern neue Lösungen für das Datenmanagement
Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie die exponentiell steigende Datenmenge zukünftig sinnvoll verwaltet werden kann. Der Beginn der KI-Ära gibt nun endlich eine Antwort darauf. Denn wollen Unternehmen Wert aus ihren Daten ziehen, müssen moderne Lösungen für das Datenmanagement eingesetzt werden, um Datenbestände zu klassifizieren, Erkenntnisse daraus zu gewinnen und sie zu optimieren. Das wird die Landschaft des Datenmanagement tiefgreifend verändern, da die meisten aktuellen Lösungen nicht für diese komplexen Aufgaben konzipiert wurden. Ein wichtiger Teil solcher Lösungen werden beispielsweise Funktionen zur Automatisierung des Datenmanagement sein, da das Wachstum der Datenmengen die Geschwindigkeit übersteigt, mit der Unternehmen ihr IT-Personal aufstocken können. Prognosen von Gartner zufolge werden bis 2027 nicht weniger als 40 Prozent von Unternehmen neue Lösungen für Datenmanagement einsetzen.
4. Datenverwaltung über API für vernetzte Anwendungen
Kunden verlangen zunehmend, dass Lösungen für das Datenmanagement einen API-Zugang zu ihren Funktionen anbieten. Über kurz oder lang werden sich API-zentrierte Architekturen für vernetzte Anwendungen durchsetzen und wir werden wahrscheinlich ein Netz von miteinander verbundenen Anwendungen sehen, die nahtlos miteinander kommunizieren. Man kann sich beispielsweise vorstellen, dass ITSM- (IT Service Management) und/oder ITOM-Software (IT Operations Management) als Reaktion auf Tickets über API-Aufrufe Aktionen in anderen Anwendungen auslösen. Eine solche Vernetzung wird alltäglich werden. Dieser Trend zu API-first-Strategien wird sich wahrscheinlich noch beschleunigen, um das Datenmanagement stärker in das breitere IT-Ökosystem einzubinden. Infolgedessen wird die Entwicklung von Self-Service-Anwendungen florieren, die automatisierte Arbeitsabläufe ermöglichen und den Zugang zu Datenverwaltungsdiensten erleichtern – ohne dass eine manuelle Kontrolle erforderlich ist. Diese Entwicklung hin zu einer stärker integrierten, automatisierten IT-Umgebung ist nicht nur absehbar, sondern steht unmittelbar bevor und spiegelt eine breitere Verlagerung hin zu Effizienz und Interkonnektivität in der technologischen Landschaft wider.
5. Risikomanagement wird zur Notwendigkeit
Risikomanagement für Unternehmen wird zu einer strategischen Notwendigkeit werden. Es wird erwartet, dass Governance-, Risiko- und Compliance-Praktiken (GRC) rund um die Datenspeicherung erhöhte Aufmerksamkeit erhalten werden. Unternehmen setzen sich zunehmend mit der Komplexität der Verwaltung von Datenzugriff sowie mit veralteten, verwaisten und illegalen/unerwünschten Daten auseinander und erkennen diese als potenzielle Schwachstellen. Darüber hinaus werden unveränderliche Objektspeicher und Offline-Archivierungsspeicher weiterhin wichtige Instrumente sein, um die verschiedenen Anforderungen an das Risikomanagement und den Datenlebenszyklus zu erfüllen.
Fazit: Storage, Sexiest Technology Alive?
Unternehmen sitzen auf einem Datenberg, den sie seit Jahrzehnten angehäuft haben. Mit KI bietet sich Unternehmen nun die Chance, diesen Datenberg endlich gewinnbringend zu nutzen, anstatt nur jedes Jahr für dessen teure Speicherung zu bezahlen. Dieser Makro-Trend hat zahlreiche Micro-Trends zur Folge: Mehr Einsicht in den Datenberg, All-Flash-Objektspeicher für mehr Performance und bessere Skalierbarkeit, mehr Automatisierung bei der Verwaltung, idealerweise über APIs, und besseres Risikomanagement. Allesamt sehr spannende Themen, die die Speicherbranche nächstes Jahr beschäftigen werden. Noch ein paar solch spannende Jahre, und wer weiß, vielleicht wird Storage ja irgendwann einmal doch noch zur Sexiest Technology Alive gewählt.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👉 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👉 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
Ari Albertini, CEO von FTAPI Software, ist sich sicher, Cyberangriffe nehmen weiter zu und werden 2024 sogar noch raffinierter: »Proaktive Abwehrmaßnahmen unterstützt von innovativen Technologien wie Künstlicher Intelligenz spielen daher in Zukunft eine wichtige Rolle. Auch das Thema Quantencomputing wird im Blickfeld der Cybersicherheitsforschung bleiben. Mittels Krypto-Agilität, also der Fähigkeit, alternative Verschlüsselungstechnologien in einem System zu implementieren, wird es möglich sein, schnell und flexibel auf sich verändernde Bedrohungen zu reagieren. Der Einsatz verschiedener Verschlüsselungsverfahren erleichtert es, den sich ständig ändernden Angriffsmethoden standzuhalten und neuen Bedrohungen gezielter entgegenzuwirken. Langfristig könnte sich Krypto-Agilität zu einer festen Disziplin in der Cyberabwehr entwickeln.
Infrastrukturen, die nicht zusammenhängende Abläufe durch die logische und physische Trennung klar voneinander abgrenzen und im Falle eines Angriffs nicht vollständig ausfallen, werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Durch Umbau ihrer IT-Landschaft können Unternehmen die Cyber-Resilienz ihrer Systeme langfristig stärken.
Die Cloud wird sich von einer einfachen Speicherlösung immer mehr zu einem Grundpfeiler für eine sichere, dezentrale und skalierbare Infrastruktur entwickeln. Durch vermehrten On-Demand-Betrieb werden Kernservices zunehmend dezentralisiert. Umso entscheidender wird es daher, die Resilienz der IT gegenüber Angriffen von außen zu stärken. In diesem Zusammenhang werden umfassende Plattformen zum sicheren Teilen und Speichern von Daten und Informationen eine immer wichtigere Rolle spielen. Anstatt wie bisher nach dem Best-of-Breed-Ansatz einzelne Lösungen für Problemstellungen und Anforderungen von verschiedenen Herstellern zu beschaffen, lassen sich über ganzheitliche Plattformen mehrere Prozesse sicher abbilden. Durch das Bündeln von sicherem Datentransfer, virtuellen Datenräumen und automatisierten Prozessen ist die Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit und Integrität der erhobenen, übermittelten und weiterverarbeiteten Daten jederzeit gegeben.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👉 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Infinidat: Storage-Trends 2024
wie geht es 2024 in der Storage-Welt weiter? Eric Herzog, CMO von Infinidat, blickt in die Zukunft und identifiziert die wesentlichen vier Trends für das neue Jahr:
Nr. 1: Triple Play aus Cyber-Resilienz, Erkennung und Wiederherstellung
Die Konvergenz von Cyber-Resilienz, Erkennung und Wiederherstellung auf einer einzigen Speicherplattform wird Unternehmen 2024 ein höheres Maß an Cybersicherheit bringen. Allein auf Backups zu vertrauen, reicht nicht mehr aus, um Speichersysteme zu sichern. Der Primärspeicher ist zu einem Hauptziel von Cyberkriminellen für ihre heimtückischsten und schwer zu entdeckenden Ransomware- und Malware-Angriffe geworden, die kostspieliges Chaos bei Unternehmen anrichten. Die Kombination von Resilienz (defensive Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr von Angriffen), Erkennung (zu wissen, wenn Daten korrumpiert sind und ob eine bekannte gute Kopie der Daten frei von Ransomware oder Malware ist) und Wiederherstellung (die Fähigkeit, sich schnell von Cyberangriffen zu erholen) ist der Schlüssel zur Absicherung der Speicherinfrastruktur.

Dieser Trend ist besonders wichtig angesichts der anhaltenden exponentiellen Zunahme von Cyberangriffen auf Unternehmen aller Art in allen Branchen. Prognosen zufolge wird die Cyberkriminalität weltweit von acht Billionen US-Dollar im Jahr 2023 auf mehr als zehn Billionen US-Dollar im Jahr 2025 ansteigen. Cyberkriminelle versuchten im vergangenen Jahr fast 500 Millionen Ransomware-Angriffe, und in der Fortune-CEO-Umfrage 2023 zu den Bedrohungen für Unternehmen nannten CEOs die Cybersicherheit als zweitwichtigstes Anliegen. Auf Ransomware-Angriffe entfielen im vergangenen Jahr zwölf Prozent der Angriffe auf kritische Infrastrukturen.
Die Konvergenz von Cyber-Resilienz, Erkennung und Wiederherstellung auf einer integrierten Speicherplattform ist ein Fortschritt gegenüber dem in der Vergangenheit häufig verwendeten Ansatz, bei dem mit unterschiedlichen Tools und Technologien versucht wurde, Cyberangriffe in Silos zu bekämpfen. Indem sie die Silos beseitigt, integriert die Konvergenz die IT-Sicherheitsmaßnahmen und gewährleistet eine schnelle Wiederherstellung von Daten innerhalb von Minuten, um Cyber-Kriminelle abzuwehren, Lösegeldforderungen nichtig zu machen und Ausfallzeiten oder Schäden für das Unternehmen zu verhindern (oder zu minimieren). Diesen Trend zu verschlafen, kann ein Unternehmen teuer zu stehen kommen, vor allem, wenn es nicht einmal weiß, dass Cyberkriminelle in seiner Dateninfrastruktur lauern.
Nr. 2: Freiwerdendes Storage-Budget wird für KI und andere unternehmenskritische Projekte genutzt
Die Kosten für Unternehmensspeicher drastisch zu senken, setzt IT-Budgets frei, um andere wichtige neue Projekte zu finanzieren, zum Beispiel KI-Projekte, Projekte im Zusammenhang mit Cybersicherheit oder andere strategische Aktivitäten. Dieser Trend wird 2024 eine zentrale Rolle in Unternehmen spielen, die unter Druck stehen werden, KI-Projekte für die nächste Stufe der digitalen Transformation zu beschleunigen und Abwehrmaßnahmen gegen immer ausgefeiltere KI-gesteuerte Cyberangriffe zu verbessern. Das Geld für diese Projekte muss irgendwo herkommen.
Ein intelligenter Ansatz zur Umwidmung von IT-Budgets, der sich immer mehr durchsetzt, besteht darin, die Kosten für Storage zu senken und die Datenspeicherung gleichzeitig zu verbessern. Auf den ersten Blick klingt das wie ein Paradoxon, aber der Trend im Jahr 2024 wird darin bestehen, drei Schlüsselfaktoren zu nutzen, die dieses vermeintliche Paradoxon zur Realität machen: (1) Speicherkonsolidierung auf einer einzigen, skalierbaren und hoch verfügbaren Plattform mit hoher Performance, (2) autonome Automatisierung und (3) Pay-as-you-go, also flexible Verbrauchsmodelle für hybride Cloud-Storage-Implementierungen (Private- oder Public-Cloud).
Bei der Speicherkonsolidierung können beispielsweise 20 Speicher-Arrays durch ein oder zwei Arrays ersetzt werden, die bis in den Multi-PByte-Bereich skaliert können und eine 100-prozentige Datenverfügbarkeit garantieren. Weniger Arrays senken sofort die Kosten für die Verwaltung der IT-Ressourcen und des Speichers ebenso wie für Strom, Kühlung und Platz. Diese Kosteneinsparungen können für wichtige IT-Projekte verwendet werden. Autonome Automatisierung vereinfacht die Speicherung, indem sie Prozesse und die Verwaltung von Anwendungen und Arbeitslasten intelligent automatisiert. Es ist praktisch kein menschliches Eingreifen erforderlich. Die Speichersysteme laufen von selbst und ermöglichen einen `Set-it-and-forget-it´-Betriebsmodus. Die IT-Mitarbeiter können sich auf wertschöpfende Tätigkeiten und den Aufbau von KI-Funktionen konzentrieren. Die Nutzung flexibler Verbrauchsmodelle zur bedarfsgerechten und möglichst effizienten Bezahlung der Speichernutzung senkt die Investitions- und Betriebskosten, wodurch Geld für andere IT-Projekte frei wird.
Nr. 3: Green-Storage erblüht
Mehr Speicherkapazität bei gleichem Formfaktor und weniger Speicher-Arrays sind Teil eines Trends, Unternehmensspeicher und Rechenzentren im Allgemeinen umweltfreundlicher zu gestalten. Weniger Arrays bedeuten einen geringeren Kohlendioxidausstoß, weniger Kühlung und weniger Systeme, die es nach Ende ihres Lebenszyklus‘ zu entsorgen gilt. Das schlägt sich in einer wesentlich geringeren Umweltbelastung nieder. Außerdem bedeutet die Konsolidierung mehrerer Arrays in einer einzigen Speicherplattform, dass sie Energie verbrauchen. Speicher-Upgrades bringen auch Energieeinsparungen mit sich, was sich angesichts der steigenden Energiekosten in diesem Jahr auch in Kosteneinsparungen niederschlägt. Konsolidierung bedeutet zudem eine wesentlich bessere und effizientere Raumnutzung.
Die hohen Energiekosten, die Notwendigkeit, die Kosten für die Nutzung von Flächen zu senken, das Bestreben, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, und der Wunsch, die Auswirkungen ausgedienter Speicher-Arrays auf die Umwelt zu verringern, wird zu mehr Audits der Speicherinfrastruktur führen, um Ineffizienzen und Verschwendung von Speicherkapazität zu minimieren.
Der Aufschwung von Green Storage wird sich im Jahr 2024 in einem geringeren Energieverbrauch bei gleichzeitigem Schutz der Daten niederschlagen. Systeme mit größerer Kapazität benötigen weniger Platz als herkömmliche Arrays. Software-defined Storage erhöht die Speichernutzung und sorgt dafür, dass weniger Kapazität ungenutzt „für den Fall der Fälle“ vorgehalten werden muss. Zu Green Storage gehört auch eine Datenlebenszyklusstrategie, die mehr Flexibilität und eine bessere Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards ermöglicht.
Im Rahmen umfassenderer Nachhaltigkeitsinitiativen wird Storage 2024 stärker unter die Lupe genommen werden, um die Effizienz und den Umweltschutz zu verbessern. Unternehmen werden sich zunehmend der KI zuwenden, um die Speicherkapazität zu optimieren und die Verwaltung zu rationalisieren, was zu mehr Effizienz führt. Gartner prognostiziert, dass bis 2025 die Hälfte aller Rechenzentren KI/ML einsetzen wird, um die Effizienz um bis zu 30 Prozent zu steigern. KI wird auch zur Optimierung der Kühlung eingesetzt werden. Immer mehr Unternehmen, die Wasser zur Kühlung ihrer IT-Systeme nutzen, sehen sich gezwungen `wasserpositiv´ zu werden. Das heißt, dem Kreislauf mehr Wasser zuzuführen als sie ihm entnehmen. Green-IT verändert die Art und Weise, wie Speicher-Administratoren über die Zukunft nachdenken müssen.
Nr. 4: Nahtlose Hybrid-Cloud-Integration
Die Umstellung auf Hybrid-Cloud ist schon seit Jahren im Gange, weil Unternehmen erkannt haben, dass ein ausgewogener Ansatz zur Kombination der Public Cloud mit einer maximierten Nutzung der Private-Cloud wirtschaftlich am sinnvollsten ist. Neu an diesem Trend ist, wie dominant die Hybrid-Cloud für Datenspeicherung in Unternehmen geworden ist. Neue Funktionen haben es für Unternehmen einfach gemacht, On-Prem-Private-Cloud-Storage und Public-Cloud-Storage als eine integrierte, software-definierte Infrastruktur zu verwalten, als ob die Public Cloud nur ein weiteres Array wäre, das in der Benutzeroberfläche identifiziert wird. Fortschritte bei der Verwaltung von Hybrid-Cloud-Storage im letzten Jahr haben dazu geführt, dass dieser Ansatz vor allem von großen Unternehmen in vollem Umfang genutzt wird.
Es ist auch einfacher geworden, die Hybrid-Cloud zu skalieren. Wenn ein großes Unternehmen aufgrund eines unerwarteten Anstiegs des Datenverkehrs seine Kapazität schnell erweitern muss, kann es mit einem einzigen, softwaredefinierten Speichersystem mit mehreren PByte vor Ort schnell skalieren. Es kann von einer Cloud-ähnlichen Erfahrung profitieren und dabei seine eigene Infrastruktur nutzen, ohne dass es zu Ausfallzeiten oder Komplexität kommt. Die Hybrid-Cloud ist vor allem wegen geringer Kosten und hoher Kontrolle so stark und attraktiv. Unternehmen können ihre Kosten senken, indem sie nach der Speicherkonsolidierung vieler Arrays auf ein oder zwei Systeme ein On-Prem-Storage-System verwenden. Sie müssen auch nicht die versteckten Kosten für das Hin- und Herschieben von Daten aus der öffentlichen Cloud tragen. Sie können die Public-Cloud für die Anwendungsfälle nutzen, für die sie am besten geeignet ist, beispielsweise für Datenarchivierung, Backups, Disaster-Recovery oder DevOps. Unternehmen erhalten eine bessere Kontrolle über ihre Daten, indem sie sie vor Ort behalten und so die Einhaltung der Vorschriften gewährleisten, insbesondere der jüngsten Vorschriften zu Data-Governance und Datenschutz.
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👈 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👉 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage, erläutert vier Entwicklungen, die seiner Ansicht nach die technologische Entwicklung rund um Storage und Data Management im kommenden Jahr prägen werden:
»Die Nachfrage nach generativen KI-Lösungen wird eine neue Welle der Container-Einführung auslösen.
Der Ansturm auf die Entwicklung und Implementierung generativer KI-Lösungen führt zu einer neuen Welle des Interesses und der Akzeptanz von Containern – aufbauend auf dem bestehenden Wachstum dieser Technologie. Um den Anforderungen der KI gerecht zu werden, benötigen Datenwissenschaftler und Entwickler eine agile Plattform, die es ihnen ermöglicht, mit den Geschäftsanforderungen Schritt zu halten. Kubernetes und Container werden zunehmend als die ideale Plattform für diesen Zweck angesehen.

Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Container für KI in fast allen Phasen von grundlegender Bedeutung sind, da jedes KI-Tool in Containern verpackt ist. Sie sind auch entscheidend für den Erfolg des schwierigen Teils der KI – das Training großer Sprachmodelle. Bevor ein Modell trainiert werden kann, müssen viele Prozesse durchgeführt werden, einschließlich der Datenkuration, -bereinigung und -erweiterung. Die Tools, die diese Aufgaben ausführen, befinden sich alle in Containern.
Container etablieren sich zunehmend und die Entwicklung verlief bislang in zwei Wellen. Die erste Welle war zustandslos, das heißt, die Arbeitslasten wurden in Container verlagert. Die zweite Welle war zustandsabhängig, sprich Datenbanken und kritische Anwendungen wurden in Container verlagert, was eine Datenspeicherung erforderte. Nun steht eine dritte Welle bevor, wobei Container die KI-Datenpipeline und die Tool-Chain vorantreiben. Die Abhängigkeit von Containern wird sich 2024 und darüber hinaus fortsetzen, angetrieben durch KI.
Neue Vorschriften werden den Technologieeinkauf im Jahr 2024 beeinflussen.
Politische und regulatorische Änderungen in der EU und den USA wirken sich auf den Technologiemarkt aus und zwingen die Käufer, neue und aufkommende Vorschriften bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Dies wird sich auch 2024 fortsetzen.
Regulatorische Veränderungen zeichnen sich an zwei Fronten ab: IKT-Resilienz (einschließlich Cybersicherheit) und Nachhaltigkeit. Ein Beispiel dafür ist die Umsetzung des EU-Gesetzes zur digitalen Widerstandsfähigkeit (Digital Operational Resilience Act, DORA), das die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors gegenüber IKT-bezogenen Vorfällen stärken soll. Was die Nachhaltigkeit betrifft, so müssen Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen nach Scope 1, 2 und 3 melden, was sich auch auf ihre Lieferketten erstreckt. Beides wird bis 2025 vollständig in Kraft treten.
Ein weiteres Beispiel ist die EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD), die die Regeln, für die von Unternehmen zu berichtenden sozialen und ökologischen Informationen verschärft. Die neuen Vorschriften sollen Anlegern helfen, die Auswirkungen von Unternehmen auf die Gesellschaft und die Umwelt zu beurteilen, bevor sie Entscheidungen über den Kauf von Technologien treffen.
Dies hat zur Folge, dass Unternehmen vor dem Kauf eine gründliche Analyse aller technologischen Anlagen durchführen müssen, da sie wissen, dass ihre Entscheidungen letztendlich in der Berichterstattung erscheinen werden, und sie nicht mit einer ineffizienten und verschwenderischen Infrastruktur überrumpelt werden wollen. Technologieanbieter müssen sich darüber im Klaren sein, dass ihre Produkte und Lösungen sowohl jetzt als auch in Zukunft den Vorschriften entsprechen. Für diejenigen, die sich insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeit auszeichnen, wird dies ein Wettbewerbsvorteil sein.
Energieverbrauch und Stromkosten werden die Verlagerung von CapEx zu OpEx beschleunigen.
Anhaltende Sorgen über den Zustand der Wirtschaft, schwierige Geschäftsbedingungen und hohe Energiekosten werden den Technologiemarkt im Jahr 2024 erheblich beeinflussen. Dies wird den Trend zu OpEx-Ausgaben gegenüber CapEx beschleunigen.
Das Geld ist knapp, und die anhaltenden Sparmaßnahmen im kommenden Jahr werden Technologie-Abonnementdienste sehr attraktiv machen, da die Kunden nur für das bezahlen wollen, was sie auch nutzen, und so große Investitionsausgaben vermeiden. Neben den direkten Budgetbeschränkungen wird das Wachstum der Abonnements auch weiterhin durch die Unsicherheit über die volle Auslastung neuer Anlagen getrieben werden.
Es ist sinnvoll, sich für ein Abonnement eines Dienstes zu entscheiden und Investitionsausgaben zu vermeiden, wenn die begründete Möglichkeit besteht, dass eine Investitionsanlage nicht voll ausgelastet wird. Abonnementdienste sind jedoch nur dann erfolgreich, wenn sie durch entsprechende SLAs abgesichert sind. Bei der Vielzahl der auf dem Markt angebotenen Abonnements werden die Käufer immer wählerischer bei der Auswahl ihrer Investitionen und verlangen SLAs, die wichtige Bereiche des Dienstes wie Datenschutz und Energieeffizienz/Nachhaltigkeit garantieren.
Dieser Trend ist auch in Rechenzentren zu beobachten, wo die Betreiber beginnen, On-Demand-Modelle zu bevorzugen, die eine Just-in-Time-Bereitstellung von Anlagen ermöglichen. Dies ermöglicht ihnen eine bessere Kontrolle der Energiekosten durch einen geringeren Stromverbrauch, was ihnen auch hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit wird die Plattformnutzung in Rechenzentren über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren der größte Faktor bei den CO2-Emissionen sein. Die Unternehmen werden sich dessen bewusst und berücksichtigen dies bei ihren Kaufentscheidungen für das kommende Jahr und darüber hinaus.
Die Nachfrage nach mehr Effizienz und Innovation in Rechenzentren wird angesichts der Kapazitätsknappheit steigen.
Viele Unternehmen, die auf Rechenzentren angewiesen sind, berichten, dass ihr drängendstes Problem derzeit die Kapazität ist. Eine wachsende Zahl von Rechenzentren ist überlastet und verfügt nicht über den nötigen Platz oder die nötige Leistung, um neue Plattformen zu installieren.
Darüber hinaus herrscht in vielen Gebäuden und Regionen eine zunehmende Knappheit bezüglich der Energieversorgung, die Unternehmen daran hindert, Rechenzentren zu bauen und zu erweitern. Das bedeutet, dass sie nach energieeffizienteren Lösungen suchen müssen. Auch die nun frühzeitige Aufhebung der `Energiepreisbremse´ und die Aufhebung des „Klima- und Transformationsfonds“ wir für weiter steigenden Druck in Sachen Energiekosten sorgen. Daher fordert ja der BITKOM nun sogar einen gesonderten Industriestrompreis für IT-intensive Unternehmen.
Im Jahr 2024 wird dies zu weit verbreiteten Bemühungen führen, Effizienzsteigerungen zu erzielen, selbst bei bestehenden Rechenzentrumsplattformen, da dies die einzige Möglichkeit ist, Platz und Energie zu gewinnen, um den Einsatz neuer Technologien im Rechenzentrum zu ermöglichen.
Um die Nachhaltigkeit der bestehenden Rechenzentrumsflächen zu optimieren, werden die Betreiber auf neue, energieeffizientere Technologien umsteigen, die weniger Platz und Kühlung benötigen. Dies verlängert insgesamt die Lebensdauer des Rechenzentrums – ein wesentlicher Faktor angesichts Bedarf an neuen Technologien im Zuge des Aufstiegs der KI.
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👈 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👈 Infinidat: Storage-Trends 2024
👉 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
Die Lernkurve aus so manchem Cloud-Projekt führt immer öfter zu einem zumindest teilweisen Cloud-Exit. Dieser Trend nimmt laut Christoph Maier, CEO bei Thomas-Krenn, 2024 weiter Fahrt auf:
»Die deutsche Wirtschaft bildet 2023 mit einem negativen Wachstum das wirtschaftliche Schlusslicht der Eurozone. Diese Rezession wird sich auch auf die IT-Branche auswirken: Ein Selbstläufer wird das kommende Jahr damit nicht, jedoch wird es durchaus Chancen für die Unternehmen dieser Industrie geben. Sie liegen insbesondere in technologischen Schüben sowie den nach wie vor hohen Energiekosten.
Trend 1 – Cloud-Exit:
Der generell zu hinterfragende Total Cost-of-Ownership (TCO) sowie intransparente und komplexe Preismodelle gerade bei den großen Hyperscalern führen dazu, dass vornehmlich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nicht wie erhofft von der Cloud profitieren. Hinzu kommen nach wie vor Datenschutz-Fragezeichen im Hinblick auf US-Anbieter. Bereits 2023 ist daher die Zahl von Exit-Szenarien aus reinen Cloud- hin zu hybriden Umgebungen gestiegen. Dieser mit dem starken Wachstum bei HCI-Lösungen begonnene Trend wird 2024 bei KMU weiter an Fahrt aufnehmen. Das gilt umso mehr, da solche Hybrid-Clouds durchaus die Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) abrufen können.

Trend 2 – Hardware-Kosten:
Zwar wird 2024 nach derzeitigen Prognosen eine gewisse wirtschaftliche Erholung einsetzen; diese wird jedoch von überschaubarer Größe sein und auch erst im Lauf des Jahres auftreten. Gleichzeitig steht 2024 nach dem Ausrüstungshoch, während der Covid-Pandemie eine weitere Modernisierungswelle an; zudem endet der Support unter anderem für Windows Server 2019. Die Unternehmen werden demnach Investitionsbereitschaft zeigen, dabei jedoch noch stärker auf die Kosten bei der Hardware-Beschaffung achten. Das gilt gleichermaßen für Server, Storage samt Unified-Systemen sowie für Clients.
Trend 3 – Energieeffizienz:
Was seit dem Beginn der aktuellen geopolitischen Krisen gilt, wird auch 2024 weiterhin eines der zentralen Themen bleiben – Energie. Das gilt für Gas wie für elektrischen Strom. Die 2024 erwartete Modernisierungswelle bei der IT wird Unternehmen dabei durchaus Gelegenheiten geben, Fortschritte zu erzielen. Dafür sorgen unter anderem nochmals optimierte Prozessoren sowie neue Player in diesem Bereich. Entsprechend sparsame Systeme werden besonders gefragt sein, denn sie zahlen nicht nur auf die Kosten ein, sondern auch auf die immer weiter greifenden gesetzlichen Vorgaben, Stichwort `ESG´.
Trend 4 – Edge Computing:
Alles andere als ein neues Phänomen, kann Edge-Computing im Jahr 2024 signifikant an Bedeutung gewinnen. Ein Grund dafür liegt in den Maßnahmen rund um Cloud-Exit und hybride Szenarien; Unternehmen, die hier Veränderungen anstoßen, werden diese vermehrt bis zur Edge führen. Auch die Energieeffizienz ist hier ein treibendes Element. Insbesondere werden die zunehmenden Digitalisierungsbestrebungen eine zentrale Rolle spielen, dem Edge-Ansatz noch mehr in die Breite zu verhelfen.
Trend 5 – Zusammenarbeit:
Nicht nur die Collaboration innerhalb von Unternehmen hat sich seit der Coronapandemie geändert, sondern auch über die Unternehmensgrenzen hinaus. Agile Low-Code-Systeme und das Ansinnen nach mehr Digitalisierung spielen hierbei eine Rolle. Zudem wird sich die Zahl der Systemhäuser 2024 weiter konsolidieren; die verbliebenen werden dabei größer werden und mehr Services anbieten. Kommt eine Zusammenarbeit zustande, wird diese daher enger sowie intensiver und damit eine umfangreiche Bandbreite abdecken: Hersteller und Systemhäuser werden mehr denn je die Rolle von vertrauensvollen Ratgebern einnehmen.
KI – Werkzeugkasten aber kein richtiger Trend
Vielleicht ist es auf den ersten Blick erstaunlich, dass KI nicht zu den Trendthemen des Jahres 2024 zählt. Für uns liegt das nicht daran, dass die Relevanz nicht vorhanden wäre, ganz im Gegenteil. KI ist als Trend dominant und gleichzeitig diffus. Zudem ist es ein Werkzeugkasten, es gibt ja nicht die eine KI. Daher sehen wir andere Trends, die vielfach KI nutzen oder zur sicheren, rechtskonformen, effizienten Bereitstellung beitragen können. Ökologie und Ökonomie sind dabei aus unserer Sicht zentral, und das mit weniger Cloud-Beitrag. Es werden vielfach eher evolutionäre Schritte sein, auch vor dem Hintergrund der Rezession. Einmal mehr wird gelten: Wer die richtigen Entscheidungen trifft, wird als Gewinner hervorgehen.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👈 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👈 Infinidat: Storage-Trends 2024
👈 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👉 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
Western Digital sieht für das Jahr 2024 drei Trendhemen:
1. Datacenter-Storage – Nachhaltige Speicherlösungen für mehr Energieeffizienz
»Europa steht 2024 vor der zentralen Herausforderung, Umwelteinflüsse zu minimieren und die vereinbarten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen«, sagt Uwe Kemmer, Director EMEA Field Engineering bei Western Digital. »Das gilt vor allem für Industrien, die große Mengen an Daten benötigen und produzieren. Hier sind Unternehmen und Organisationen ebenso gefordert wie Rechenzentrumsbetreiber.

Bereits heute beanspruchen Rechenzentren mit 1 bis 1,5 Prozent des globalen Stromverbrauchs erhebliche Energiemengen – nicht nur für den Betrieb, sondern vor allem für die Kühlung. Der steigende Bedarf an Speicherplatz, vorangetrieben durch technologische Innovationen wie künstliche Intelligenz (KI) und Machine-Learning (ML), verstärkt diese Herausforderung. Welche Rolle diese Fortschritte spielen zeigt sich an dem explosionsartigen Wachstum des KI-Server-Marktes, der bis 2027 voraussichtlich ein Volumen von 150 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Damit einher geht ein prognostizierter globaler Energieverbrauch von 85 bis 134 Terawattstunden jährlich.
Unternehmen fokussieren sich verstärkt auf Lösungen, die eine Steigerung der Energieeffizienz und Abfallvermeidung unterstützen. Nachhaltige Hardware, insbesondere hochkapazitive HDDs, kann Unternehmen helfen, Rechenzentren umweltfreundlicher zu gestalten. Eine wegweisende Entwicklung in diesem Bereich sind SMR-HDDs. Die neue Generation von Festplatten bietet eine bis zu 15 Prozent höhere Dichte im Vergleich zu aktuellen Laufwerken mit der höchsten Kapazität und herkömmlicher magnetischer Aufzeichnungstechnologie (CMR).
Ein Beispiel ist unsere 28 TB Ultrastar DC HC680 SMR HDD. Die HDD besteht zu 40 Prozent aus recycelten Materialien und arbeitet pro TByte zehn Prozent energieeffizienter. Höhere Kapazitäten bieten Rechenzentren einen weiteren Vorteil: Mit weniger stromsparenden Festplatten lässt sich die gleiche Datenmenge speichern. Dies reduziert Strom- sowie Kühlbedarf und senkt die Kosten.«
2. Automotive – Besseres Nutzererlebnis mit schnellem Flash-Storage

»Das Jahr 2024 steht für Automobilhersteller im Zeichen eines nahtlosen Kundenerlebnisses«, erwartet Christoph Mutz, Senior Product Marketing Manager bei WD. »Führende Hersteller erweitern bereits die Infotainment-Systeme ihrer neuesten Modelle, um Smartphones über die Bildschirme in den Fahrzeugen besser zu integrieren. Die Einhaltung der geltenden Sicherheitsstandards hat dabei höchste Priorität.
Mit höher auflösenden Displays und neuen Funktionen für ein besseres Nutzererlebnis nimmt zugleich die Komplexität der Infotainment-Systeme zu – und damit der Bedarf an Rechenleistung und Hochgeschwindigkeitsspeichern. Es ist anzunehmen, dass die Speichersysteme in den Fahrzeugen in ähnlicher Weise wachsen und sich entwickeln werden, wie wir es bereits bei Smartphones und PCs beobachten konnten.
In diesem Kontext gewinnen Universal-Flash-Storage (UFS) und Embedded-MultiMediaCard (eMMC) an Bedeutung. Flash-Storage bietet hohe Datenraten von bis zu 800 MByte/s für eMMC und bis zu 1.450 MByte/s pro Datenübertragungskanal für UFS3.1. Verglichen mit bisherigen Speicherlösungen werden diese den datenintensiven Anforderungen moderner Infotainment-Systeme besser gerecht.
In Zukunft wird eine klare Trennung zwischen Unterhaltungs- und anwendungskritischen Daten wie Code- und Blackbox-Informationen notwendig sein, um einen sicheren Fahrzeugbetrieb zu gewährleisten. Die zunehmende Komplexität der Automobiltechnologien und der steigende Datenbedarf erfordern zuverlässige Speicherlösungen, die der intelligenten Fahrzeugsicherheit Vorrang einräumen. eMMC und UFS sind dafür prädestiniert und werden bei Automobilherstellern künftig stärker nachgefragt werden.
3. Film- und VoD-Branche – Zuverlässige Speicher für immersive und Spezial-Effekte

»Die Filmbranche, allem voran der (Subscription-)Video-on-Demand-Markt (SVoD/VoD), transformiert sich«, meint Ruben Dennenwaldt, Head of Product Marketing & Marketing Operations EU/CIS bei WD. »Jüngsten Prognosen zu Folge wird 2024 erstmals die Anzahl der Haushalte in Westeuropa, die mindestens einen Abonnementdienst nutzen, die in Nordamerika übertreffen. Bis 2028 soll die Anzahl der europäischen Nutzer gar auf fast eine halbe Milliarde ansteigen.
Damit ist auch aus wirtschaftlicher Sicht ein starkes Wachstum im VoD- und SVOD-Bereich verbunden. Bis 2028 soll der Markt für SVoD und VoD um mehr als acht Prozent jährlich wachsen (compoung annual growth rate, CAGR) und ein Marktvolumen von etwa 40 Milliarden Euro erreichen. Ein weiterer Faktor sind die Pläne der populären SVoD-Anbieter in weitere Europäische Länder zu expandieren.
Die Entwicklung macht sich bereits heute in den produzierten Inhalten bemerkbar. So machten letztes Jahr europäische Filme einen erheblichen Anteil8 auf Streaming-Plattformen in den einzelnen Regionen aus. In Zukunft ist davon auszugehen, dass Europa als Ursprung für VoD-Inhalte noch weiter an Bedeutung zunehmen wird, um so Neukunden zu gewinnen. Dementsprechend ist mit erheblichen Auswirkungen auf die Investitionen für Serien und Filme zu rechnen.
Gleichzeitig steigt der Bedarf an hochwertigen visuellen Inhalten. Streaming-Plattformen tragen dieser Anforderung Rechnung, indem sie ihre Richtlinien für die Content-Produktion überarbeiten und beispielsweise die Verwendung hochwertiger Kameras mit sehr guter Auflösung und schnellen Bildraten vorschreiben. Ab 2024 wird daher der Übergang von 4K zu 8K und darüber hinaus (12K) stärker spürbar werden.
Dies verspricht ein intensiveres Fernseh- und Kinoerlebnis, bringt aber auch mehr Speicherbedarf und damit höhere Anforderungen an Datenspeicherlösungen mit sich. Hinzukommen Spezialeffekte und immersive Visuals (VFX). Die erforderlichen Daten sind enorm. Visuelle Effekte, die über eine Aufnahme (Shot) gelegt werden, wie Weltraum- oder Sci-Fi-Szenen, erreichen bis zu 1 TByte oder mehr. Um dies in Relation zu setzen: Ein durchschnittlicher zweistündiger Film besteht aus 1.250 Einzelaufnahmen, Actionfilme oder Blockbuster aus mehr als 3.000 Einzelaufnahmen. Visuell anspruchsvolle Filme können somit bis zu 3 PByte Daten erzeugen.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👈 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👈 Infinidat: Storage-Trends 2024
👈 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👈 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👉 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024

2023 war gefüllt mit Berichten über neue Cyberangriffe auf namhafte Unternehmen, politisch oder wirtschaftlich motivierten Aktivitäten von Hackergruppierungen oder neue kritische Schwachstellen in weitverbreiteten Systemen.
Frank Schwaak, Field CTO EMEA bei Rubrik, ist sich sicher, dass auch das Jahr 2024 zahlreiche Herausforderungen für die Cybersicherheit bereithält. Die Bedrohungslandschaft entwickelt sich weiter: Von der exponentiellen Zunahme von Daten und Angriffen auf virtualisierte Infrastrukturen über neue Regularien bis hin zur Rolle der künstlichen Intelligenz (KI). Besonders fünf Entwicklungen tragen dazu bei, dass sich die Cybersicherheitslandschaft im kommenden Jahr nachhaltig verändern könnte:
»1. Neue Sicherheitsstrategie aufgrund der Datenexplosion
Prognosen des neuen Rubrik Zero Labs Reports gehen davon aus, dass die Menge an Daten, die ein Unternehmen sichern muss, im Jahr 2024 um 42 Prozent steigen und sich in den nächsten fünf Jahren sogar versiebenfachen wird. Das ist auf die zunehmende Verbreitung von datenerzeugenden Geräten und die Nutzung von künstlicher Intelligenz zurückzuführen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese Daten in einer schnell wachsenden und sich stetig verändernden Umgebung zu sichern. Für viele Unternehmen wird der Schwerpunkt bei der Cybersicherheit im nächsten Jahr daher darauf liegen, in Cloud- und SaaS-Umgebungen dieselbe Transparenz und Übersicht über ihre Daten zu erlangen, die sie bereits in lokalen Umgebungen erzielen können. Denn: Bei der modernen Cybersicherheit geht es nicht mehr um den Schutz einzelner Schlösser, sondern um eine miteinander vernetzte Karawane. Während die wertvollen Kronjuwelen, im heutigen Fall die Daten, früher in den Schlössern versteckt waren, sind sie nun über die gesamte Karawane verteilt – was das gesamte Sicherheitskonstrukt verändert.
2. Angriffe auf virtualisierte Infrastrukturen
Da Unternehmen ihre traditionellen Ziele wie Computer und mobile Geräte immer besser schützen, verlagern einige böswillige Akteure ihre Angriffe bereits auf virtualisierte Infrastrukturen wie SaaS- und Linux-Anwendungen, APIs und Bare-Metal-Hypervisoren. Ein Beispiel dafür ist die massive Angriffswelle auf die Virtualisierungs-Plattform VMware ESXi Anfang 2023, aufgrund der das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sogar die zweithöchste Bedrohungslage »3 / Orange« ausgerufen hatte. Zum einen bieten diese Angriffe den Angreifern Vorteile hinsichtlich Geschwindigkeit und Umfang. Zum anderen ist die Cyberkriminalität eine »Mitläufer«-Wirtschaft, die schnell bekannte Erfolgsstrategien adaptiert. Deshalb werden wir im Jahr 2024 voraussichtlich noch mehr Vorfälle dieser Art sehen.
3. Edge-Geräte als Ziel staatlicher Hackergruppen
Von Regierungen unterstützte Hacker-Gruppierungen sehen in Edge-Geräten eine Möglichkeit, sich von gewöhnlichen Ransomware-Banden abzuheben. Ein bekannter Fall ist die mit China in Verbindung stehende Gruppierung BlackTech. Diese verwendete gestohlene oder schwache Anmeldeinformationen mit Administratorenrechten, um Cisco-Router zu kompromittieren und schwer zu entdeckende Hintertüren zur Aufrechterhaltung ihres Zugangs zu installieren. Diese Art des Eindringens erfordert beträchtliche technologische Fähigkeiten und kann großen Schaden anrichten. Staatliche Gruppen könnten diesen Edge-Zugang sogar vor anderen cyberkriminellen Gruppen „verteidigen“, um ihren heimlichen Zugriff nicht zu verlieren. Edge-Geräte werden damit auch im kommenden Jahr eine wichtige Front im Bereich der Cybersicherheit bilden.
4. Vormarsch der KI
Seit ChatGPT öffentlich verfügbar ist, hat die Menge an Phishing-Mails um 1.265 Prozent zugenommen. Künstliche Intelligenz wird im Jahr 2024 eine noch zentralere Rolle in der Cybersicherheit spielen – sowohl für die Angreifer als auch für die Verteidiger. Bösartige Akteure werden KI nutzen, um Angriffe zu automatisieren, schnell neue Malware zu generieren und die Effektivität von Social-Engineering-Kampagnen weiter zu steigern. Die »Guten« werden KI in ihre Cybersicherheitsstrategien integrieren, um Bedrohungen effektiver zu erkennen und abzuwehren. KI wird außerdem an Bedeutung gewinnen, um den Fachkräftemangel in der Cybersicherheit abzufedern.
5. Erhöhter Druck durch neue Regularien
Die Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen SolarWinds und seinen Chief Information Security Officer (CISO) wegen nicht gemeldeter Cyberrisiken zeigt: Sowohl CISOs als auch das gesamte C-Level werden aufgrund neuer Vorschriften und Meldepflichten im nächsten Jahr verstärkt unter Druck stehen. Mit Blick auf DORA, NIS2 und EHDS müssen CISOs ihre Organisation nicht nur gegen bösartige Akteure schützen, sondern auch die Einhaltung dieser strengeren Vorschriften sicherstellen.
Fazit
2024 wird die Welt der Cybersicherheit weiter in Atem halten. Wenn Unternehmen diese Entwicklungen auf ihrem Radar haben und die entsprechenden Vorbereitungen treffen, sind sie dem Aufbau einer echten Cyber-Resilienz fünf Schritte nähergekommen.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👈 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👈 Infinidat: Storage-Trends 2024
👈 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👈 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👈 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👉 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus
Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus

»Geopolitische Konflikte werden zunehmend auch im digitalen Raum ausgetragen, was zu einer Erhöhung der Bedrohungslage von Staaten, Unternehmen, Behörden und Organisationen führt«, sagt Dr. Christian Polster, Mitgründer und CEO bei Materna Radar Cyber Security. »Der Vergleich durch IT-Sicherheitsmaßnahmen eine sichere Burg zu errichten ist heutzutage überholt: Bis vor kurzem war es der Ansatz durch eine reine Verstärkung der Verteidigungsanlage mit all ihren Mauern, Gräben, Toren und Wehrtürmen die Angreifer fernzuhalten. Doch die Metapher der sicheren Burg veraltet gerade: Erstens sind IT-Infrastrukturen heute notwendigerweise in viele Richtungen hin offen – man denke nur an die Themen Cloud, Software-as-a-Service, Home-Office und Verbindungen zu Lieferanten. Zweitens haben die Angreifer ausreichend Expertise, Zeit, Technologien und Ressourcen, um selbst die größten Hindernisse zu überwinden. Wir müssen uns eingestehen: Der zu schützende Bereich wird zunehmend größer, die notwendigen Mauern immer länger und zunehmend löchrig.
Deshalb braucht es einen Paradigmenwechsel in der Cybersecurity: Es reicht nicht länger, Schutzschilde hochzuziehen. Wir brauchen eine Strategie des »sicheren Scheiterns«. Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht alle Gefahren im Vorfeld abwehren können und uns darauf konzentrieren, Angriffe schnell zu erkennen, professionell zu managen und die Auswirkungen zu minimieren. Es geht um Cyber-Resilienz. Dafür bedarf es eines Cyber-Resilienz-Konzepts mit klaren Prozessen und Notfallplänen. Die Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiter – nach wie vor der Hauptangriffsvektor für Attacken – sowie ein strukturierter Zugang zum Information Security Management System (ISMS) mit einem Security Operations Center (SOC) im Zentrum sind entscheidend, um die eigene Cyber-Resilienz zu stärken.
Die Vorgaben der Europäische Union mit der Richtlinie zur Sicherheit von Netz- und Informationssystemen (NIS-2) sieht Maßnahmen vor, die bis Oktober 2024 von Unternehmen und Behörden mit mindestens 50 Beschäftigten oder zehn Millionen Euro Jahresumsatz umzusetzen sind. Die Umsetzung dieser Vorgaben wird europäischen Unternehmen und Institutionen helfen, sich für die neue Realität zu wappnen.«
👈 Barracuda Networks: Security als fortlaufenden Prozess leben
👈 Bitdefender: KI-basiertes Scamming-as-a-Service skaliert Cyberbetrug
👈 Commvault: Datensicherung und Datensicherheit benötigen KI-Unterstützung
👈 Datadobi: Storage, Sexiest Technology Alive?
👈 FTAPI: Sicher Daten zu teilen wird neue Kernaufgabe der Cyber-Resilienz
👈 Infinidat: Storage-Trends 2024
👈 Pure Storage: Spagat zwischen Leistung und Effizienz
👈 Thomas-Krenn: Ökologie trifft auf Ökonomie – immer seltener in der Cloud
👈 Western Digital: Data Center, Automotive und Filmindustrie
👈 Rubrik: Datenexplosion, KI und Vorschriften: Prognosen für die Cybersicherheit 2024
👉 Materna: Sicher scheitern: Schutzschilde hochziehen reicht nicht mehr aus






