Defizite bei Qualifizierung und Systemsteuerung

Messbarer Wertbeitrag fehlt: Economist-Studie deckt KI-Paradoxon auf

KI Geld

Eine Studie von Economist Enterprise zeigt hohe Zuversicht bei KI im TMT-Sektor. Jedoch fehlt vielen Unternehmen ein Framework zur Messung des Ertrags.

Eine Untersuchung von Economist Enterprise im Auftrag des Technologieunternehmens HCLTech untersucht den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Branchen Telekommunikation, Medien, Halbleiter und Technologie (TMT). Die Erhebung basiert auf Angaben von mehr als 200 Führungskräften der obersten Ebene aus Unternehmen in den USA und Europa.

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Die Ergebnisse belegen, dass KI die Verschmelzung der einzelnen Teilbereiche vorantreibt. Unternehmen müssen traditionelle Branchengrenzen überdenken, da Wettbewerber und Partner zusammenwachsen. Gleichzeitig legt die Studie ein Ertrags-Paradoxon offen: Während 91 Prozent der befragten Unternehmen angeben, dass ihre KI-Investitionen Ergebnisse liefern, verfügt nur ein Drittel der Organisationen über Frameworks zur Verifizierung und Messung des tatsächlichen geschäftlichen Nutzens.

Defizite bei Qualifizierung und Systemsteuerung

Neben den Messproblemen dokumentiert der Bericht eine Umsetzungslücke beim Skalieren von KI-Anwendungen von der Experimentierphase in den Regelbetrieb. Obwohl die Weiterbildung von Arbeitskräften bei künftigen Budgetentscheidungen Priorität genießt, besitzen derzeit 20 Prozent der befragten Firmen eine konkrete Strategie zur Weiterqualifizierung oder gezielten Neueinstellung von Fachkräften.

Zudem berichten 17 Prozent der Organisationen, dass interne Steuerungsregelungen die konkrete Funktionsweise ihrer KI-Systeme aktiv bestimmen. Charlotte Bullard Davies, leitende Expertin für Forschungsmethoden und Innovation bei Economist Enterprise, kommentierte die Befunde folgendermaßen:

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„Unsere Studie macht deutlich, dass Branchenführer erkennen, wie KI neue Erlösmodelle erschließen, Kundenbeziehungen stärken sowie den Kontakt zu ihren Endkunden vertiefen kann. Unternehmen, die strategische Ausrichtung, Zusammenarbeit im Ökosystem sowie konsequente Governance erfolgreich miteinander verbinden, werden für künftiges Unternehmenswachstum am besten aufgestellt sein.“

Charlotte Bullard Davies, leitende Expertin für Forschungsmethoden und Innovation bei Economist Enterprise

Übergang zur Industrialisierung von KI-Anwendungen

Anil Ganjoo, Leiter für Wachstum sowie globaler Leiter des TMT-Bereichs bei HCLTech, ordnete die Entwicklung für die Branchenstruktur ein: „Die einstigen Grenzen zwischen den einzelnen TMT-Bereichen lösen sich rasch auf, da KI auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette verankert wird. Die nächste Ära des Wachstums und der Wettbewerbsvorteile wird Unternehmen gehören, die über das Experimentieren mit KI sowie deren Einführung hinaus zur Industrialisierung übergehen und ihre KI-Investitionen nutzen, um messbare geschäftliche Wirkung zu erzielen, unverwechselbare Erlebnisse zu schaffen sowie neue Wachstumsquellen zu erschließen.“

(HCLTech/red)

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