Die Rechtslage sei "grottig"

Deepfakes: Fitzek fordert harte Strafen für KI-Firmen

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Bildquelle: Matthias Wehnert / Shutterstock.com

Autor Sebastian Fitzek (54) fordert ein härteres Durchgreifen gegen digitale Gewalt und kritisiert KI-Firmen, die die Werkzeuge für pornografische Deepfakes bereitstellen. «Nicht nur das Erstellen, Konsumieren und Verbreiten virtueller Vergewaltigungen muss strafbewehrt sein», schrieb Fitzek in einem Instagram-Beitrag.

«Auch das Zurverfügungstellen der Waffen, mit denen Frauen diese Verbrechen angetan werden: die Firma, die die KI für jedermann in den Vertrieb bringt, die pornographische Fakes überhaupt erst möglich macht, sollte mit derart empfindlichen Strafen belegt sein, dass es ihr das wirtschaftliche Fundament wegreißt», führte der Berliner Schriftsteller aus.

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Fitzek: Rechtslage ist «grottig»

«Plattformen, die keine Schutzmechanismen einbauen, sollten so lange stillgelegt werden, bis sie es tun.» Auch Suchmaschinen, mit denen sich «digitale Verbrechen kinderleicht finden lassen», sollten seiner Ansicht zufolge mit Schadenersatz zur Rechenschaft gezogen werden.

Die Rechtslage sei mit Blick auf das Durchgreifen bei pornografischen Deepfakes «grottig», schrieb Fitzek in dem Post weiter. Bei Deepfakes wird etwa das Gesicht einer Frau in ein anderes Video – etwa eine Porno-Sequenz – eingefügt oder die Stimme künstlich nachgeahmt, so dass es aussieht, als würde sie Dinge tun oder sagen, die nie passiert sind.

Neues Gesetz soll auch vor Deepfakes schützen

Auf Bundesebene hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Cyber-Strafrecht zu reformieren und Strafbarkeitslücken zu schließen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte angekündigt, noch im Frühjahr einen Gesetzentwurf vorzulegen.

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Der Entwurf für ein digitales Gewaltschutzgesetz sei fertig und auf der Zielgeraden, so Hubig am Freitag in einem von ihrem Ministerium veröffentlichten Instagram-Video. Geplant ist, das Herstellen und Verbreiten pornografischer Deepfakes unter Strafe zu stellen. Zudem sollen Betroffene Accounts sperren lassen können.

Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der «Spiegel» berichtet hatte. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich «in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung» handle. Zudem würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet».

dpa

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