Nach dem Abbau von rund 8.000 Arbeitsplätzen gesteht Meta-Chef Mark Zuckerberg in einem internen Schreiben organisatorische Fehler bei der KI-Umstrukturierung.
Meta-Geschäftsführer Mark Zuckerberg hat in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter eingeräumt, dass dem Unternehmen bei der Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz Fehler unterlaufen sind. In dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, versuchte der Unternehmenschef die Belegschaft über die zukünftige Ausrichtung zu beruhigen. Zuckerberg erklärte wörtlich:
„Angesichts der Komplexität dieser Änderungen haben wir Fehler gemacht und werden ziemlich sicher noch mehr machen.“
Mark Zuckerberg, Meta-Geschäftsführer
Er fügte hinzu, dass er sich nun darauf konzentriere, so viel Stabilität wie möglich zu bieten. Zugleich schränkte er ein: „Ich möchte nicht zu viel versprechen, weil sich die Welt in einer Weise verändert, die außerhalb unserer Kontrolle liegt“. Für das verbleibende Jahr 2026 schloss er weitere unternehmensweite Entlassungen aus.
Personalabbau und organisatorische Probleme bei Meta
Im Mai 2026 hatte Meta eine umfassende Umstrukturierung angekündigt, bei der etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft entlassen wurden, was knapp 8.000 Beschäftigten entspricht. Gleichzeitig wurden rund 7.000 Mitarbeiter neuen Projekten im Bereich der künstlichen Intelligenz zugewiesen. Der Konzernchef plant, für Angestellte, die mit dem Training von KI-Modellen betraut wurden, langfristig neue Aufgabenbereiche zu finden. Zu diesem organisatorischen Spielraum hieß es in dem Memo: „Indem wir wichtige neue Rollen für die Menschen geschaffen haben, konnten wir auch die Größe der Teams verringern, da wir wussten, dass wir einige Leute zurücktransferieren können, wenn wir an manchen Stellen Fehler machen“.
Die interne Umstellung führte laut Berichten zu erheblichen strukturellen Problemen. In einigen KI-Abteilungen wurden extrem flache Hierarchien eingeführt. In der Abteilung Applied AI Engineering kam es dadurch zu einem Verhältnis von bis zu 50 Mitarbeitern pro Manager. Zuckerberg kündigte an, diese weiten Kontrollspannen der Führungskräfte wieder zu reduzieren.
Um die Zusammenarbeit zwischen den verkleinerten Teams zu stärken, plant Meta im Juli 2026 einen großflächigen Hackathon sowie höhere Budgets für Firmenveranstaltungen. Die finanziellen Aufwendungen für die KI-Infrastruktur belaufen sich laut aktuellen Prognosen auf 125 bis 145 Milliarden US-Dollar. Die Ankündigung möglicher Aktienemissionen zur Finanzierung dieser Vorhaben hatte den Aktienkurs von Meta zuletzt um mehr als pfünf Prozent sinken lassen.
(red)