Über gestohlene Zugangsdaten drangen Angreifer in GitHub-Repos von Meta ein und erbeuteten Quellcode sowie Daten von 1.500 Beschäftigten.
Datenleck bei Meta: Hacker erbeuten Daten aus GitHub

Über kompromittierte Zugangsdaten eines Mitarbeiters verschafften sich Angreifer Zugriff auf GitHub-Repositories von Meta. Dabei flossen Quellcode und versehentlich hochgeladene Mitarbeiterdaten ab.
Der Social-Media-Konzern Meta informiert derzeit rund 1.500 Personen darüber, dass ihre personenbezogenen Daten bei einem Sicherheitsvorfall offengelegt wurden. Angreifer hatten mithilfe gestohlener Anmeldedaten eines einzelnen Mitarbeiters unbefugt auf GitHub-Repositories des Unternehmens zugegriffen. Betroffen sind überwiegend Beschäftigte von Meta in den USA.
Quellcode und versehentlich gespeicherte Personaldaten
Nach Angaben von Meta machten geschäftliche Daten und Quellcode bestimmter Produkte rund 99 Prozent des erbeuteten Datenvolumens aus. Der Anteil personenbezogener Daten liege bei lediglich einem Prozent. Nach internen Richtlinien ist das Speichern solcher Informationen auf externen Entwicklungsplattformen wie GitHub untersagt; die Daten seien versehentlich in den Code-Repositories gelandet. Ein wesentlicher Teil habe zudem aus synthetischen oder anonymisierten Testdaten bestanden.
Meta betonte, dass der Vorfall auf gestohlenen Nutzerdaten basiere und keine Schwachstelle in eigenen Produkten vorliege. Auch interne Netzwerke und Systeme seien nicht kompromittiert worden.
Gegenmaßnahmen und Überwachung
Der unberechtigte Zugriff wurde vor wenigen Wochen entdeckt und umgehend unterbunden. Meta arbeitet bei den Ermittlungen mit GitHub und den Strafverfolgungsbehörden zusammen und hat die zuständigen Regulierungsbehörden informiert. Als Reaktion wurden alle in den betroffenen Repositories hinterlegten Secrets und Tokens ausgetauscht. Zudem führt der Konzern automatisierte Scan-Mechanismen ein, um das versehentliche Hochladen sensibler Daten künftig vorab zu blockieren. Den betroffenen Personen bietet Meta kostenlose Dienste zur Kredit- und Darknet-Überwachung an.
(red)




