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Tech Giganten

Bildquelle: Koshiro K / Shutterstock.com

Tech-Giganten wie Google und Microsoft wollen nach Angaben des Weißen Hauses Milliardensummen im Kampf gegen Cyberkriminalität investieren. «Die Realität ist, dass die meisten unserer kritischen Infrastrukturen (...) vom privaten Sektor betrieben werden, und die Regierung kann diese Herausforderung nicht allein bewältigen», sagte US-Präsident Joe Biden am Mittwoch (Ortszeit) vor einem Treffen mit den Chefs der größten Technologieunternehmen der Welt.

Nach Angaben des Weißen Hauses sagten mehrere Unternehmen während des Treffens Verpflichtungen und Initiativen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität zu. Demnach will etwa Apple ein neues Programm zur kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit in der gesamten Technologie-Lieferkette einrichten. Der Konzern wolle dabei mit seinen Zulieferern zusammenarbeiten und Sicherheitsschulungen sowie die Behebung von Schwachstellen vorantreiben. Microsoft will den Angaben nach in den kommenden fünf Jahren 20 Milliarden US-Dollar (rund 17 Milliarden Euro) investieren, um zum Beispiel fortschrittliche Sicherheitslösungen schneller bereitstellen zu können.

Google will der US-Regierung zufolge in den kommenden fünf Jahren mehr als 10 Milliarden US-Dollar (rund 8,5 Milliarden Euro) in bestimmte Programme zur Cybersicherheit investieren und außerdem 100 000 Amerikanern dabei helfen, von der Industrie anerkannte Zertifikate für digitale Fähigkeiten zu erwerben. Amazon kündigte demnach an, die Sicherheitsschulungen, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern anbietet, auch der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auch andere Unternehmen wie Microsoft und IBM sollen Zusagen gemacht haben.

Cybersicherheit sei für die Regierung ein Gebot der nationalen und wirtschaftlichen Sicherheit, hieß es weiter aus dem Weißen Haus. Man räume der Cybersicherheit einen so hohen Stellenwert ein «wie nie zuvor». In eine Initiative zur Cybersicherheit, die vor allem Infrastruktur in den Blick nimmt, sollen Erdgaspipelines mit aufgenommen werden.

dpa


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