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Neue Daten- und Cloud-Dienste wie Azure IoT Edge und Azure Cosmos DB, Updates bei den Entwicklerwerkzeugen rund um Visual Studio 2017 sowie neue Cognitive Services – diese und weitere Ankündigungen hat Microsoft im Rahmen der jährlichen Entwicklerkonferenz Build 2017 präsentiert.

Azure IoT Edge macht Peripherie-Geräte, sogenannte „Edge Devices“, cloudfähig, sodass Unternehmen die Intelligenz von Cloud-Anwendungen auf ihre Geräte ausweiten können. Die neue Datenbank Azure Cosmos DB ist besonders für rechenintensive Anwendungen ausgelegt, wie sie bei Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) und künstliche Intelligenz (KI) notwendig sind. Die Cognitive Services für Bild-, Audio-, Text-, Sprach- und Emotionserkennung werden auf 29 Dienste erweitert: Bing Custom Search, Custom Vision Service, Custom Decision Service und Video Indexer sind ab sofort verfügbar. Mit Hilfe des Cortana Skills Kits können Entwickler (zunächst aus den USA) Microsofts digitale Assistentin mit neuen KI-Fähigkeiten ausstatten. Azure Service Fabric wird zukünftig Container fast jeden Typs und jeder Plattform unterstützen: Mit Windows Server Container und einer Preview von Docker Compose können Container-basierte Anwendungen auf Service Fabric bereitgestellt werden. Entwickler können ab sofort eigene Apps und Zusatzfunktionen für Microsoft Teams entwickeln und veröffentlichen. Visual Studio 2017 for Mac ist ab sofort verfügbar.

Die Ankündigungen

Informationen intelligent zusammenfügen

Cloud-Computing ist mit der Preview von Azure IoT Edge nun auch für so genannte Edge Devices möglich, also für alle mit einem Computer verbundenen, externen Geräte. Erweiterungen für Microsoft Graph ermöglichen es Unternehmen, aus Daten von Geräten, Sensoren und Geschäftsanwendungen geschäftsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen und unternehmenskritische Entscheidungen abzuleiten. Mit neuen Technologien lässt sich die physische Welt zunehmend auf die gleiche Weise durchsuchen, wie die digitale – während gleichzeitig Datensicherheit, Datenschutz und Produktivität gewährleistet sind.

Mit Microsoft Azure und Visual Studio Apps entwickeln: auf jeder Plattform und für jede Plattform

Azure Cosmos DB ist der branchenweit erste weltweit verfügbare Multi-Model-Datenbank-Service, der eine horizontale Skalierung mit einer garantierten Verfügbarkeit, hohem Datendurchsatz, einer konfigurierbaren Konsistenz sowie einstelliger Millisekunden-Latenz für über 99 Prozent der Anfragen bereitstellt. Die Datenbank ist damit für besonders performante Cloud-Dienste und rechenleistungsintensive Anwendungen geeignet, wie sie beispielsweise beim Internet der Dinge, künstlicher Intelligenz oder mobilen Anwendungen vorkommen. Azure Cosmos DB unterstützt dabei jede Art von Daten, einschließlich Graphen, und erhöht die Flexibiltät der Entwickler durch die Bereitstellung dieses schemafreien Datenbank-Dienstes inklusive Unterstützung von NoSQL-APIs.

MySQL und PostgreSQL Managed Services, die neuen Dienste sind ab sofort Bestandteil der Azure SQL Database und bieten Entwicklern mehr Flexibilität sowie zugleich hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Das amerikanische Start-up DocuSign setzt auf Microsoft Azure als bevorzugte Cloud-Plattform für die weltweite Expansion. Mit mehr als 300.000 Unternehmen und 200 Millionen Nutzern in 188 Ländern hat sich DocuSign auf elektronische Signaturen und die Digitalisierung des Schriftverkehrs spezialisiert. Für die Verarbeitung der Datenmengen, die bei den digitalen Transaktionen anfallen, nutzt DocuSign Azure.

Neue Migrationsdienste für Datenbanken erleichtern Oracle- und SQL Server-Kunden die Migration ihrer Daten sowie das Update von Anwendungen. Die Dienste stehen zunächst als Preview zur Verfügung.

Erweiterung der Azure SQL-Datenbank. Die neue Managed Instance Private Preview erweitert die SQL Server-Kompatibilität auf Instanzebene und erleichtert die Migration bestehender SQL Server-Anwendungen in die Azure SQL-Datenbank. Die „Threat Detection“ sowie die Preview für den Graph-Support sind ab sofort generell verfügbar.

Visual Studio 2017 for Mac ist verfügbar. Entwickler arbeiten ab sofort nahtlos in Windows- sowie Mac-Umgebungen, mit voller Unterstützung von mobilen, Web- und Cloud-Anwendungen. Zudem erhalten sie Zugang zu der Preview von Docker-Werkzeugen, Azure Functions, der Open-Source-Bibliothek für Entwickler, sowie Xamarin.IoT.

Azure Cloud Shell. Die neue Azure Cloud Shell ist eine authentifizierte, browserbasierte Shell für das Arbeiten mit Azure von der Kommandozeile aus. Azure verwaltet und aktualisiert die Cloud Shell über häufig verwendete Kommandozeilen-Tools und gängige Programmiersprachen. Die Shell bietet eine benutzerfreundliche Umgebung, die automatisch mit einem in Azure hinterlegten Home-Verzeichnis synchronisiert wird, um persistente Dateien, zum Beispiel bevorzugte Automatisierungsskripte, zu aktivieren.

Die Verfügbarkeit von Windows Server Container in Azure Service Fabric, neue Werkzeuge für Visual Studio und die Preview von Docker Compose, mit der Container-basierte Anwendungen in Service Fabric bereitgestellt werden können, ermöglichen zukünftig die Verwendung von Containern fast jeden Typs, auf jeder Plattform, und erleichtern so die Entwicklung von unternehmenskritischen und einfach skalierbaren Applikationen.

Cognitive Services, Bot Framework und Deep Learning

Neue Cognitive Services, darunter Bing Custom Search, Custom Vision Service, Custom Decision Service und Video Indexer, stehen zur Verfügung. Für Echtzeit-Übersetzungen von Präsentationen gibt es zudem das neue PowerPoint-Add-in Presentation Translator. Damit wächst das Angebot auf 29 Dienste, unter anderem für Bild-, Audio-, Text-, Sprach- und Emotionserkennung, die eine natürliche Kommunikation mit Computersystemen ermöglichen. Mit dem Start der neuen Cognitive Services Labs erhalten Entwickler zudem ab sofort Zugriff auf Services, die sich aktuell noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden, um mit neuen Anwendungsszenarien zu experimentieren.

Über die neuen Adaptive Cards können Entwickler im Microsoft Bot Framework plattformübergreifend so genannte Rich Cards bereitstellen, die Inhalte um Bilder ergänzen. Für die Veröffentlichung stehen im Bot Framework jetzt auch neue Kanäle zur Verfügung, darunter Bing, Cortana und Skype for Business.

Mit der Private Preview zu Azure Batch AI Training können Entwickler und Data Scientists ab sofort eine Testumgebung in der Cloud konfigurieren und dieses Modell mit mehreren CPUs, GPUs und feldprogrammierbaren Gate-Arrays testen.

Cortana-Partnerschaften. Zusätzlich zu dem bereits angekündigten Lautsprecher von Harman Kardon mit Cortana startet Microsoft mit HP und Intel weitere Partnerschaften für Cortana-fähige Geräte.

Die Preview von Cortana Skills Kit erlaubt es Entwicklern, Cortana mit Bots aus dem Microsoft Bot Framework zu verbinden. Damit lässt sich Microsofts digitale Assistentin mit neuen KI-Diensten ausstatten. Das Cortana Skills Kit ist derzeit in den USA erhältlich.

Office 365: Entwickler und Drittanbieter können eigene Apps für Microsoft Teams veröffentlichen

Microsoft Teams für Entwickler: Ab sofort können Entwickler Anwendungen für den chatbasierten Arbeitsbereich von Office 365 über den Office Store veröffentlichen. Zudem wird die Auffindbarkeit von Apps in Microsoft Teams künftig erhöht und die Apps können durch zusätzliche Funktionen, auch von Drittanbietern, erweitert werden.

Weitere Schnittstellen für Microsoft Graph, darunter APIs für SharePoint und Planner, werden bereitgestellt. Dabei wird eine Art Datenverzeichnis erstellt, das Informationen zu den Beziehungen zwischen Personen und ihren Dokumenten über alle Office 365-Dienste hinweg beinhaltet.

Daten und Workflows automatisch erweitern: Entwickler und unabhängige Softwareanbieter (ISVs), die ihre Software-as-a-Service (SaaS)-Anwendungen auf Microsoft Azure hosten, können ihre Daten und Workflows ab sofort automatisch auf autorisierte Office 365-Kunden über den Standard-Connector für PowerApps und Microsoft Flow erweitern. Mit Flow lassen sich diese Anwendungen verbinden und die Workflows zwischen den Apps automatisieren. Zudem unterstützt PowerApps die Entwicklung eigener datenbasierter Services, die sich für den Unternehmensbetrieb im Web oder für Mobilgeräte ausrollen lassen, ohne dafür programmieren zu müssen.

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