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TeddybärDie Firma Spiral Toys verkauft ans Internet angeschlossene Plüschtiere der Marke „Cloudpets“, die Sprachaufzeichnungen zwischen Kindern und Eltern auch aus der Ferne möglich machen. 

Mit Hilfe einer mobilen App werden kurze Begrüßungen, Glückwünsche zum Geburtstag oder andere Nachrichten aufgenommen und diese über einen Cloud-Dienst an den Nachwuchs gesendet beziehungsweise Antworten auf dem Kuscheltier eingesprochen und via Smartphone empfangen.

Die sensiblen Aufzeichnungen im .wav-Format sind jedoch nun im Internet durch ein großes Datenleck offengelegt und stehen fremden Personen zur Verfügung. Betroffen sind 800.000 registrierte Benutzer mitsamt E-Mail-Adressen.

Wie konnte es dazu kommen?

Kriminellen war dies durch eine nicht ausreichend gesicherte MongoDB-Datenbank des Anbieters möglich. Ein Informant, der das kritische Sicherheitsleck bemerkte, schrieb dem Hersteller mehrfach hinweisende Nachrichten, jedoch mit ausbleibender Reaktion (Quelle: Troyhunt.com). Dies ist nicht das erste Mal, dass durch mangelhafte Sicherheit bei „smarten“ Spielzeugen Daten missbraucht werden. Weihnachten 2015 griffen Eltern zur elektronischen „Hello Barbie“, die ebenfalls ungeschützt bestimmte Daten an eine Cloud schickte.

Zum aktuellen Fall kommt erschwerend hinzu, dass die Accounts der 800.000 betroffenen Personen eine unzureichende Passwortstärke aufweisen. „123456“, „password“ oder „abc“ sind nur wenige Beispiele, die für den Login verwendet werden. Diese sehr simplen und damit leicht zu umgehenden Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben lassen sich sehr schnell knacken und gewähren rasch Zugang zu sensiblen Daten. Deshalb empfiehlt sich immer eine gewisse Komplexität, die lang genug ist und aus mehr als einem Wort besteht. 

Was aber tun, wenn sich trotz starkem Passwort Kriminelle Zugang zu einer ungeschützten Datenbank verschaffen, wie im Falle von „Spiral Toys“?

Das „Internet der Dinge“ bleibt ein gefährlicher Ort, da viele Hersteller softwareseitig noch keinerlei Sicherheitsmechanismen in ihre Gerätschaften implementiert haben. Erschwerend kommen die Vielzahl und damit verbunden die Heterogenität von Geräten hinzu, die mit einer Cloud kommunizieren.

Tipps für das „Internet der Dinge“:

  • Sichere Passwörter als Grundlage: Das A und O für einen guten Schutz bietet ein sicheres Passwort, bestehend aus einer umfassenden Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen.
  • Differenzierung: Es sollte darüber nachgedacht werden, welche internetverbundenen Geräte wirklich benötigt, und auf welche verzichtet werden kann. Durch diese differenzierte Überlegung fallen einige Risikofaktoren aus.
  • Bewusster Umgang mit Daten: Nicht alle Daten sind für die öffentlich breite Masse bestimmt, darunter fällt jede Art von personenbezogenen Daten, wie Anschrift, Telefonnummer, sensible Bilder oder audiovisuelle Aufnahmen. Ein umsichtiger und kritischer Umgang ist daher auch mit dem „Internet der Dinge“ zu empfehlen.

www.gdata.com

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