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MDR

Viele Unternehmen hoffen darauf, für Ihre IT-Sicherheit externe Ressourcen an Bord zu holen. Managed Detection and Response, kurz MDR, ist daher eine relativ neue und immer wichtigere Dienstleistung in der Cybersicherheitsbranche.

Doch was kann MDR leisten und worauf ist bei der Auswahl eines Dienstes zu achten? Der Artikel gibt dazu drei Ratschläge und fordert Standards für MDR ein: proaktives Handeln, Suche nach Cyberbedrohungen und 24/7-Verfügbarkeit der Dienste.

Es gibt zahlreiche verschiedene Definitionen von MDR und welche wohl am besten passt, ist größtenteils eine akademische Frage. Denn Anbieter erbringen MDR-Dienste auf unterschiedliche Weise, was es schwer macht, sie zu kategorisieren und zu vergleichen. Unternehmen und ihre IT-Security setzen jedoch bereits vermehrt auf externe MDR-Dienste, weil sie Mühe damit haben, alleine auf die eigenen Ressourcen aufbauend mit immer mehr und neueren Gefahren Schritt zu halten: Ein durchschnittliches SOC (Security Operations Center) erhält täglich mehr als 10.000 Warnmeldungen. Diese Zahl kann so überwältigend sein, dass viele SOC-Teams tatsächlich weniger als die Hälfte der eingehenden Alarme überhaupt priorisieren können. Den meisten SOC-Teams fehlt nicht nur die Zeit oder Manpower, sondern oft auch das Fachwissen, um eine vollständige Analyse eines Vorfalls durchzuführen, was zu unzureichenden Reaktionen führt. Systeme werden zudem ineffektiv wiederhergestellt. Hier setzt MDR als Dienst an.

MDR löst ein echtes Problem

Neue Technologien, Trends, Schlagworte und Fachausdrücke gibt es in der Cybersicherheit ständig. Und als Reaktion auf die sich ständig verändernde Gefahrenlage kommen immer wieder neue Angebote auf den Markt, die die Sicherheit in Unternehmen verbessern sollen. In gewisser Weise sind Schlagworte für neue, sich entwickelnde Technologien unvermeidlich. Doch MDR scheint mehr als nur ein Strohfeuer zu sein. Branchenkenner und Analystenhäuser erwarten, dass der Markt für MDR-Dienste bis 2025 ein Volumen von 2,2 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Laut Gartner nehmen dann bis zum selben Jahr mehr als die Hälfte aller Unternehmen MDR-Dienste in Anspruch. Dieses rasante Wachstum lässt sich nur realisieren, wenn eine Dienstleistung wirklich bei einem Problem Abhilfe schafft und IT-Sicherheitsdienste bietet, die man nicht selbst verwalten muss. Unternehmen suchen nach einem solchen Angebot, um nicht selbst Personal einzustellen, welches am Arbeitsmarkt ohnehin kaum zu finden ist.

Die drei grundlegenden Merkmale eines MDR-Dienstes

Das Ziel jedes CISOs ist es, neue Technologien einzusetzen, die das Unternehmen besser schützen als zuvor. Der Markt für Sicherheitstechnologien ist für CISOs jedoch sehr schwer zu überblicken und entwickelt sich obendrein sehr schnell. Darüber hinaus macht es eine fehlende Standardisierung von Begriffen, Prozessen und Technologien schwer, die Services, Tools oder Technologien von Anbietern zu vergleichen, zu bewerten und auszuwählen. MDR ist hierfür ein gutes Beispiel und es ist an der Zeit, sich auf branchenweite Standards zu einigen, die festlegen, was eine Dienstleistung für die Jagd auf Bedrohungen und die folgende Reaktion ausmacht. Obgleich verschiedene MDR-Dienste eine Vielzahl von unterschiedlichen Merkmalen aufweisen können, kann man sich auf diese drei grundlegende Bestandteile eines MDR-Dienstes einigen: proaktives Handeln, Suche nach Cyberbedrohungen und 24/7-Verfügbarkeit.

Worauf man beim Bewerten eines MDR-Dienstes achten sollte

1. Proaktives Handeln

MDR-Dienste präsentieren sich als ein Team von Sicherheitsexperten, das ein Unternehmen rund um die Uhr „im Auge behält“. Diese versprechen, Daten mit einem ausgereiften und umfassenden Sicherheitsansatz zu schützen, der Angriffe erkennen und darauf reagieren kann - selbst solche, die sich bereit im Netzwerk befinden. Das hört sich gut an, aber es ist wichtig zu verstehen, was Anbieter unter „Reaktion“ verstehen. Einige Anbieter benachrichtigen ihre Kunden über einen Vorfall lediglich und überlassen es ihnen dann, sich um den Angriff zu kümmern. In Sachen Reaktion gilt es also, den potenziellen MDR-Anbieter explizit zu fragen:

  • Welche proaktiven Reaktionsmöglichkeiten sind inbegriffen?
  • Inwieweit sind diese Reaktionsmaßnahmen automatisiert?
  • Welche Rolle spielt der Kunde bei den Reaktionsmaßnahmen?
  • Wie sieht der Genehmigungsprozess für Reaktionsmaßnahmen aus?
Daniel Clayton, VP of Global Support and Services
Daniel Clayton
VP of Global Support and Services, Bitdefender
(Bildquelle: Bitdefender)

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