Anzeige

Home Office

Remote Work, mobiles Arbeiten, war in der Unternehmenswelt lange Zeit nicht gang und gäbe. Jahrzehntelang waren Arbeitnehmer in Europa in einer Geschäftsroutine verwurzelt, die von einem repetitiven Arbeitsalltag gekennzeichnet war. 

Arbeitnehmer und Arbeitgeber mussten zwischen verschiedenen Wirkungsstätten hin- und herpendeln. Die Corona-Pandemie hat dieses Modell auf den Kopf gestellt. Das Ergebnis: Zahlreiche Arbeitnehmer fordern nun von ihren Arbeitgebern langfristig flexiblere Arbeitsrichtlinien. 

Es ist unwahrscheinlich, dass die Belegschaften von Unternehmen Vollzeit ins Büro zurückkehren werden. Vielmehr gibt es die Erwartungshaltung an eine neue Norm: hybride Arbeitsmodelle als flexibler Ansatz, der es den Mitarbeitern ermöglicht, das Arbeiten von verschiedenen Orten aus (zu Hause, unterwegs oder im Büro) zu kombinieren. 

Auf dem Weg in eine flexiblere Zukunft 

Da Arbeitnehmer im Home-Office mehr Stunden arbeiten als solche, die nicht im Home-Office tätig sind, suchen immer mehr Menschen nach einer besseren Work-Life-Balance abseits der Pandemie. Zudem haben viele Unternehmen bereits für ihre Mitarbeiter den Plan entwickelt, an einem oder zwei Tagen in der Woche von zu Hause aus zu arbeiten, während andere Organisationen sogar die Möglichkeit eröffnet haben, dauerhaft remote zu arbeiten. 

Ein schwieriger Spagat 

Die Zukunft der Arbeit, die Home-Office mit Präsenzzeiten im Büro kombiniert, stellt Arbeitgeber vor Herausforderungen. Sie wissen, dass Datenschutzverletzungen bei einer Remote-Arbeitsroutine viel wahrscheinlicher sind. Dies wird durch Zahlen des National Cyber Security Centre (NCSC) untermauert. Ihre Kernaussage: Im Jahr 2020 waren mehr britische Unternehmen mindestens einmal pro Woche von Datenschutzverletzungen oder Cyber-Angriffen betroffen als im Jahr 2017. Dies macht einen Anstieg um zehn Prozentpunkte aus. Gleichzeitig müssen die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Vertrauen, die Sicherheit und die benötigten Technologien und Tools zur Verfügung stellen, damit sie produktiv, kollaborativ und flexibel an frei wählbaren Orten arbeiten können und vor Hacker-Angriffen geschützt sind.  

Es gibt zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen, die IT-Verantwortliche treffen, um Sicherheitsrisken gering zu halten. Diese reichen von der Sicherstellung, dass die Mitarbeiter eine angemessene Cyber-Security-Schulung erhalten, bis hin zum Einsatz eines Anti-Phishing-Schutzes. Wenn diese zum Schutz von Remote-Mitarbeitern während der Pandemie implementiert wurden, sollten sie auch längerfristig eine sichere Basis für flexibles Arbeiten schaffen. 

Stärkere Schutzmaßnahmen 

In einem ersten Schritt sollten alle Mitarbeiter ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) auf ihrem Laptop installiert haben. So wird remote der gleiche Sicherheitsstandard wie am stationären Arbeitsplatz geboten. Während der Büroarbeit sind Mitarbeiter über ein mehrstufiges Sicherheitssystem abgesichert, die präventiv Cyber-Bedrohungen ausschalten. Denn: die riskantesten Cyber-Bedrohungen sind solche, die zunächst unentdeckt bleiben.  

Die Cloud-Sicherheit ist ein weiterer wichtiger IT-Security-Bereich, der besonders beim standortunabhängigen Arbeiten relevant wird. Ein Beispiel: Videokonferenzdienste sind während der Pandemie populär geworden, aber sie sind keineswegs sicher. Vor diesem Hintergrund müssen Unternehmen stärkere Sicherheitsmaßnahmen implementieren, wie z. B. die Überprüfung von Meeting-Links, die Forderung nach einer Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und die Gewährleistung von Geräten mit angemessenen Sicherheits-Features. 

Bedrohungen verändern sich dynamisch 

Hacker haben ihr Vorgehen infolge der pandemiebedingten Umstellung auf Remote Work verändert und diesbezüglich angepasst – es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird, wenn Unternehmen dauerhaft eine hybride Arbeitsweise ermöglichen. Die Nutzung von Heimnetzwerken begünstigt Phishing-Angriffe, die sich zur häufigsten Cyber-Bedrohung entwickelt haben. Auch massive und einfache DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) haben zugenommen. 

Hacker nutzen diese Techniken nicht nur, um an sensible Daten der Mitarbeiter zu kommen. Sie versuchen auch, Data Harvesting-Malware wie Remote Access Trojaner, Info-Stealer, Spyware und Banking-Trojaner einzuschleusen, um Gelder zu stehlen und Botnetze aufzubauen. Die von Mitarbeitern verwendeten Laptops müssen Cyber-Bedrohungen abwehren und den Zugriff auf Unternehmensdaten verhindern. Ein Beispiel: Mit Secured-core PC, einer Microsoft-Initiative, die von AMD unterstützt wird, können Mitarbeiter ihre Laptops mit robusten Sicherheitsfunktionen booten. Das Resultat: Die Geräte sind vor Firmware-Schwachstellen und unautorisiertem Zugriff geschützt. 

Verschollene Laptops 

Wenn Mitarbeiter außerhalb beispielsweise in Cafés remote arbeiten, besteht auch das Risiko, dass Firmengeräte in die falschen Hände geraten. So wurde festgestellt, dass alle 53 Sekunden ein Laptop gestohlen wird. 

Geht ein Laptop verloren, ist die softwarebasierte Festplattenverschlüsselung (Full Disk Encryption, FDE) in der Regel die erste Maßnahme zum Schutz der Benutzerdaten. Sie schützt allerdings nicht vollumfänglich und lässt Lücken für Hacking-Angriffe. Dem wirkt die Verschlüsselung des Systemspeichers entgegen: Wenn ein Laptop in die falschen Hände gerät, kann nicht einfach die Verschlüsselung der gesamten Festplatte umgangen werden, indem die im Speicher deponierten Codes missbraucht werden.  

Hybrides Arbeiten als Teil der neuen Normalität 

Während Unternehmen vor der Entscheidung stehen, ob sie den Status quo beibehalten oder ihre Mitarbeiter dazu ermutigen, wieder öfter ins Büro zu gehen, zeigt sich deutlich, dass eine Form des hybriden Arbeitens auf Dauer Bestand haben wird. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen ihre Entscheidungen treffen und Investitionen in die Technologien tätigen, die ihren Mitarbeitern ein sicheres Arbeiten, unabhängig vom Standort des Arbeitsplatzes, ermöglichen.  

Roger Benson, Senior Director Commercial EMEA
Roger Benson
Senior Director Commercial EMEA, AMD

Artikel zu diesem Thema

HomeOffice
Jun 15, 2021

Home-Office-Verbot: Hälfte würde kündigen

Die im Zuge der Corona-Pandemie verstärkt zum Tragen gekommene Möglichkeit des…
DSGVO
Jun 12, 2021

Tipps zur Aufrechterhaltung der DSGVO-Compliance

Mit der Pandemie sind nun viele Berufstätige zunehmend abhängig von einem sicheren…
Hybride Arbeitsmodelle
Mär 30, 2021

Hybride Arbeitsmodelle – und was Unternehmen dafür benötigen

Der Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr hat einiges in Bewegung gesetzt. Der…

Weitere Artikel

Data Engineers

„Neue Normalität”: Was Data Scientists benötigen, um erfolgreich zu sein

Eine der letzten Entscheidungen des Bundeskabinetts vor der Sommerpause: Das Ende der Home-Office-Pflicht. Doch auch wenn die Rückkehr ins Büro nun wieder möglich ist – für die meisten Mitarbeiter wird der berufliche Alltag kein zurück auf die Vor-Corona-Zeit.
Klimaneutrale IT

Klimaneutrale IT: Unternehmen haben noch keinen Plan

Eine klimaneutrale IT-Infrastruktur ist für viele Unternehmen noch eine riesige Herausforderung. Dabei gibt es einige Ansatzpunkte, die zu schnellen Ergebnissen führen.
Büro

Wie der Sitzplatz im Großraumbüro Zufriedenheit, Teamwork und Produktivität stärkt

Viele von uns befinden sich noch im Homeoffice, doch einige zieht es bereits wieder in das reguläre Arbeitsumfeld – gemeinsam mit den Kollegen. Nicht wenige von uns arbeiten in einem Großraumbüro, welches Vor- und Nachteile mit sich bringt.
Home Office

Hybrid Work – die neue Normalität im Arbeitsleben

Die Pandemie hat beschleunigt, was sich bereits zuvor abzeichnete: Der hybride Arbeitsplatz – ein Mix aus Homeoffice und Büro-Präsenz – wird zur Normalität im Arbeitsleben. Dell Technologies nennt wesentliche Aspekte, die die neue Normalität im Arbeitsleben…
Diversität

Diversität: Nur 10 Prozent der Tech-Unternehmen sind Vorreiter

90 Prozent der globalen Unternehmen haben Schwierigkeiten, Diversität und Inklusion innerhalb ihrer Technologie- bzw. IT-Teams zu verwirklichen, so die Studie "The key to designing inclusive tech: Creating diverse and inclusive tech teams" des Capgemini…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.