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Manchmal braucht es in Unternehmen frischen Wind, etwas Neues oder einfach einen Stein des Anstoßes. Ob für die Leitung eines wichtigen Projekts, den Ausgleich von Kapazitäten oder das Einholen wichtiger Erfahrung: Immer mehr Betriebe greifen zum Modell Interimsmanagement – das belegen Zahlen der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management.

Im Jahr 2019 nahmen Unternehmen hierzulande erstmals über 10.000 Manager auf Zeit in Anspruch, Tendenz steigend. Diese Entscheider übernehmen Ergebnisverantwortung für ihre Arbeit in einer Führungsposition oder in Projekten, bis eine bestimmte Herausforderung gelöst oder ein Projekt beendet ist. „Durch die Verbindung von Beratungsexpertise mit Linienkompetenz bietet das Modell mehr als nur eine Vakanzüberbrückung“, weiß Steffen Haas, Geschäftsführer der ASE Automotive Senior Experts GmbH und Experte für Interimsmanagement. „Im Mittelpunkt stehen die Beschaffung von externem Know-how, die Optimierung von Strukturen und Prozessen oder auch die Sicherstellung eines professionellen Projektmanagements.“ Der Manager auf Zeit bringt Fachkompetenz, Umsetzungs- sowie Führungsstärke mit und steuert diese Attribute im jeweiligen Unternehmen bei.

Motivator oder Moderator?

Im Laufe eines Projektes muss der Interimsmanager eine ganze Reihe von Rollen erfüllen. „Je nach Unternehmen, Position und Projekt kann die Anforderung an den Interim Manager variieren“, so Haas. „In manchen Fällen braucht es die autoritäre Persönlichkeit, die strikt durchgreift. Andere Situationen erfordern einen Motivator, der ein ganzes Team durch seine Präsenz mitzieht. Manchmal fehlt es auch einfach an einem Moderator, der sich in der Lage sieht, Konflikte mit ruhiger Hand zu lösen. Die Möglichkeiten reichen weit.“ Es besteht allerdings ein positiver Aspekt, der alle Typen eint: Der Blick von außen. Nicht selten fahren sich auch absolute Profis bei zu langer Beschäftigung mit einem Problem fest – oft erweist sich in einem solchen Fall eine neue, unbeeinflusste Sichtweise durch einen Interimsmanager als hilfreich.

So kann bereits das Engagement an sich als Treiber für Effizienz und Effektivität wirken. Immer dann, wenn ein Unternehmen vor neuen Herausforderungen steht – zum Beispiel in einer Krise, bei Wachstumsdruck, Restrukturierung, Unternehmensnachfolge, Eigentumsübergang, Change-Management oder dem Aufbau neuer Geschäftsfelder –, bringt allein die Installation eines neuen Fachmanns den benötigten Schwung. „Außerdem machen die minimalen Einstellungs- und Kündigungsformalitäten den Interimsmanager kurzfristig einsetzbar und er agiert durch volle Integration in die Geschäftsabläufe deutlich ergebnis- und praxisorientierter als ein klassischer Unternehmensberater“, erklärt der ASE-Geschäftsführer.

Eine Frage der Qualifikation

Auch darf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die anstehenden Aufgaben nicht in eine zu zeitintensive Angelegenheit ausarten – dennoch sollten Unternehmen ihren Interimsmanager sorgfältig auswählen und das Anforderungsprofil den eigenen Wünschen und Bedürfnissen anpassen. Allerdings existieren einige Charakteristika, die jeder Kandidat, unabhängig von Person und Aufgabenfeld, erfüllen sollte, damit Unternehmen ihn in Betracht ziehen können. „Ein gewisses Maß an Erfahrung gehört sicherlich zu den Schlüsselelementen“, weiß Haas. „Wer in seinem Werdegang bereits eine Vielzahl von unternehmerischen Herausforderungen bewältigt und dabei vielleicht auch noch überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt hat, kann sehr wahrscheinlich auch neue Aufgabenstellungen schnell und kompetent meistern.“

Da die alleinige Überbrückung von Vakanzen oft nicht im Mittelpunkt steht, erweisen sich weitreichende Projektmanagement-Fähigkeiten als unabdingbar. Damit Unternehmen bei der Erkundung des vielfältigen Marktes für Interimsmanager nicht zu lange im Dunkeln tappen, bieten Vermittlungsportale die Möglichkeit, den geeigneten Kandidaten für die jeweilige Position zu finden. Vermittler verfügen über ein großes Netzwerk an hoch qualifizierten und operativ erfahrenen Führungskräften. Interimsmanager analysieren, synthetisieren, konzeptionieren, übernehmen, kommunizieren, entscheiden, kontrollieren und vieles mehr – wahre Allrounder in der Unternehmenslandschaft.     

www.ase-automotive.com


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