Anzeige

Anzeige

Die anhaltende Digitalisierung von Prozessen im Arbeitsleben wirkt sich auch auf die Zusammenarbeit in Unternehmen aus. Eine Team-Bildung ist auf Basis der heute zum Einsatz kommenden Kommunikations-Tools viel schneller und leichter möglich. Gefördert wird dabei der Austausch von Informationen und Wissen untereinander. 

Von solchen kollaborativen Arbeitsszenarien ausgehend, ist der Weg zum Social Learning-Konzept für Unternehmen nicht mehr weit.

Zuerst einmal die gute Nachricht für Verantwortliche im Management und Personalbereich sowie auch für Lösungsanbieter: Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, denn es existieren bereits ausgereifte Werkzeuge für den nachhaltigen Wissensaustausch in Unternehmen. Viele Best Practice-Beispiele bestätigen zudem, dass nach Überwinden der ersten Hürden einer erfolgreichen Integration in eine vorhandene Arbeitsumgebung nichts mehr im Wege steht. Mit diesem Ziel vor Augen gilt es jedoch zuerst einmal, sich mit diesem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen. Denn Social Learning-Strukturen einzuführen und umzusetzen, erfordert verbindliche Vorgaben und ein klares Konzept, das auch eine fortlaufende Betreuung im Arbeitsalltag sicherstellt.

Social Media ebnet den Weg für Soziales Lernen

Für viele sind soziale Medien und Netzwerke inzwischen feste Bestandteile ihres Alltags. Davon profitieren auch Unternehmen, denn sie können auf vorhandene Erfahrungen einzelner Mitarbeiter mit Social Media aufbauen. Oft besteht durch die Nutzung sozialer Medien bereits ein natürliches Bedürfnis, Neuigkeiten und Wissen mit einer Gemeinschaft zu teilen. Dabei ist es selbstverständlich, dass Informationen offen verfügbar sind und geteilt werden. Dieses Prinzip lässt sich auch auf die verfügbaren Informationen und Wissensressourcen innerhalb eines Unternehmens übertragen. Hier ermöglicht eine geeignete Social Learning-Plattform, die mit vergleichbaren Funktionen anderer sozialer Netzwerke arbeitet, einen optimalen Einstieg.

Solche Social Media-affine Mitarbeiter davon zu überzeugen, einen neuen Weg für den Austausch von Wissen und ihre Weiterbildung zu beschreiten, sollte keine große Hürde darstellen. Hat man sie für die neuen Methoden gewonnen, ist das nächste bedeutende Etappenziel erreicht. Bei der weiteren Integration fungieren sie erfahrungsgemäß als wichtiger Katalysator, da sie den Austausch mit Kollegen über dieses Tool aktiv fördern.

Zusammenarbeiten und voneinander lernen

Beim Sozialen Lernen geht es allerdings nicht nur um den Austausch unter Mitarbeitern. Stattdessen kollaborieren und interagieren Trainer, Lernende, Mitarbeiter und Experten gewissermaßen auf einer Ebene. Genauer betrachtet existiert der „klassische Lernende“ eigentlich nicht mehr, denn jeder Teilnehmer trägt mit seinem speziellen Wissen und gesammelten Erfahrungen zum Wissenstransfer bei. Diese Kenntnisse können auf der Lernplattform (LMS) gespeichert und der Community zur Verfügung gestellt werden.

In der neuen Generation von LMS-Tools, die mit nativen sozialen Funktionen ausgestattet sind, werden Trainingsmodule in kollaborative Geschäftsbereiche gegliedert. Ein Mitarbeiter und Mitglied einer solchen Community kann im Rahmen einer neuen Aufgabe nach den am besten geeigneten Schulungsmaterialien sowie nach Referenzdokumenten suchen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die jeweiligen Experten zu identifizieren bzw. direkt zu kontaktieren, um passende Antworten zu erhalten.

Auf diese Weise wird die Aus- und Weiterbildung stärker im Kontext mit der Arbeitsumgebung verankert, was bei einem allgemeinen E-Learning-Portal in diesem Maße nicht möglich wäre. Lernen ist somit ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit – sozusagen als „Training on the Job“.

Social Learning

Social Learning nach 70-20-10-Modell

Es gibt viele Fragen in Zusammenhang mit der Wirksamkeit des Sozialen Lernens und der Qualität der ausgetauschten Informationen. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass Social Learning bewährte Methoden wie Präsenztraining oder E-Learning-Kurse nicht ersetzt. Es ergänzt sie vielmehr und bereichert das Weiterbildungskonzept, indem es sinnvolle Interaktionen anbietet. Dabei konzentriert es sich auf die aktuellen Bedürfnisse der Teilnehmer im Arbeitsalltag und stellt die entsprechenden Inhalte bereit, die sie zu diesem Zeitpunkt benötigen.

Das in den 80er Jahren entwickelte 70:20:10-Modell macht deutlich, welcher Anteil des erlernten Know-hows durch welche Lernform erworben wird. Dabei zeigt sich, dass 70 Prozent des Fachwissens, wie bereits beschrieben, durch Aufgaben und Herausforderungen „on the job“ erlangt werden. 20 Prozent eignen sich die Mitarbeiter durch die Zusammenarbeit sowie den Austausch mit Kollegen an, und nur 10 Prozent des Erlernten stammt aus klassischen Fortbildungsarten wie Präsenzschulungen, Seminaren und E-Learning-Kursen.

Fazit

Mit Social Learning können Unternehmen den Austausch von Qualitäts-Know-how forcieren. Ein LMS-Tool bietet moderne Austauschmöglichkeiten, durch die der Lernende schon bei der Erstellung der Inhalte unterstützt und begleitet wird. Außerdem kann er auf dem informellen, schnellen Weg bei der Content-Erstellung mit Kollegen zusammenarbeiten. Auch die formalere Arbeitsweise über Workflows ist problemlos einzuführen, um das gemeinsam zusammengestellte Wissen an einen Trainer, Experten oder Kollegen zu übergeben, damit diese dann offiziell bei der Fertigstellung und Umsetzung zur Seite stehen können.

Eric GabasEric Gabas, Solution Manager, 1day1learn (Jalios-Tochterunternehmen)

 

Weitere Artikel

Leadership

Förderliche oder destruktive Führung?

Die Aufgabe einer guten Führungskraft ist es, einen Raum zu schaffen, in dem die Mitarbeiter sich selbst verwirklichen können und gleichzeitig zu einem gemeinsamen Ziel beitragen.
Freelancer

Trotz 87 Euro-Stundensatz – IT-Freelancer unter dem Durchschnitt

Kein Geheimnis – es besteht Digitalisierungsbedarf! In Zeiten von autonomen Fahrzeug-Konzepten, Blockchain-Technologie im Bankwesen und disruptiven Software-Lösungen kommen die IT-, Finanz- und Automotive-Branche kaum an Freelancern vorbei.
Freelancer

Selbstständig als IT-Experte und Steuern: Das ist wichtig

Bei IT-Spezialisten, die sich selbstständig machen beziehungsweise als Freelancer aktiv sind, ist es nicht anders als mit anderen Branchenexperten auch: Sie möchten ihre Kernkompetenzen und ihre Umsätze fokussieren, sich aber möglichst wenig mit Regelungen…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.