ERP-Ausblick 2023:

Mehr Nachhaltigkeit, weniger Medienbrüche und mehr mobile Anwendungen

Für viele Unternehmen war das Jahr 2022 eine Herausforderung, dominiert von globalen Krisen. Die Inflationsrate stieg in Deutschland auf über zehn Prozent und übertraf damit den letzten Rekordwert von 1951, begleitet von anhaltenden Lieferengpässen und signifikant steigenden Energiekosten. „Tatsächlich gehen erstmals Trends, die durch Zwang entstehen mit einem Bedürfnis des Marktes zusammen: Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind wesentliche Faktoren bei Wirtschaftsentscheidungen geworden, entsprechend wirtschaftende Unternehmen verzeichnen vollere Auftragsbücher.

Ein zentrales Werkzeug zur Optimierung des eigenen Wirtschaftens ist eine ERP-Lösung, die nicht nur der eigenen Produktion, sondern auch Lieferketten einen klaren Rahmen gibt“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat aus Stuttgart.

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Recycling als Teil der Lieferkette

In Zeiten von Lieferengpässen und steigender Rohstoffpreise sind Alternativen wie die Kreislaufwirtschaft notwendig, um einerseits Energie, aber auch Rohstoffe einzusparen. In den kommenden Jahren werden sich ressourcenschonende Produktionsmethoden weiter durchsetzen, daher sollten Unternehmen bereits jetzt verstärkt prüfen, ob sich beispielsweise beim Einsatz von Kunststoff auch Recyclate eignen. Ein ERP-System kann Unternehmen in der nachhaltigen Produktion unterstützen. Eine Produktionsplanung und -steuerung kann ressourcenschonend erfolgen. Denn mehr und mehr wirken sich diese Faktoren auf die Lieferantenwahl aus: „Lieferketten werden zukünftig nicht allein auf der Basis von Preisen aufgebaut. Auch eine geringe Belastung der Umwelt und daher eine möglichst positive CO2-Bilanz werden eine Rolle spielen. Das Lieferkettengesetz greift dem bereits vor und stellt eine Vielzahl von Faktoren in den Vordergrund, die über Jahrzehnte keine wesentliche Rolle im internationalen Wirtschaftskreislauf gespielt haben“, so Christian Biebl von Planat.

Medienbrüche erzeugen Fehler

Ein wesentliches Problem sind dabei Insel- und Schattenlösungen, die teilweise nur bestimmte Prozessschritte abdecken oder die Brücke zwischen Software und Arbeitsplätzen schlagen. Doch jeder Medienbruch ist eine Schwachstelle, durch die sich Fehler einschleichen können. Im Rahmen der Studie „ERP-Herausforderungen 2022“ unter 250 Betrieben des Mittelstands ermittelte Planat, dass bei mehr als einem Drittel der Firmen noch Papier- oder Prozesse auf Excel-Basis genutzt werden. „Problematisch ist dabei, dass diese Einzelprozesse meist nahe an der Produktions- und Logistikebene im Einsatz sind. Die Fehler, die also auf Workshop-Ebene durch einen Medienbruch erfasst werden, skalieren sich dann hoch und führen am Ende möglicherweise zu Fehlentscheidungen auf Abteilungs- oder Geschäftsführungsebene“, analysiert Christian Biebl. Lückenlose Prozesse mit digitaler Erfassung von den Maschinenarbeitsplätzen über die Logistik bis zum Management sei daher entscheidend für optimale Datenqualität. Mobile Lösungen auf der Basis von Apps sind daher immer beliebter: „Kein Gerät ist so akzeptiert wie ein Smartphone. Mit Apps, die beispielsweise die Zeiterfassung in den ERP-Kern übertragen, werden wir dieser Akzeptanz gerecht“, sagt Christian Biebl. 

www.planat.de

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