Die 5 Top Trends im eCommerce: Von Headless bis Metaverse

Neue Technologien rütteln stark an den Pfeilern des eCommerce. Das Metaverse lockt mit virtuellen Showrooms und Messen. Große Brands wie Adidas und Nike haben bereits den Kampf um die besten Plätze eröffnet. Auch in den Bereichen Payment, Customer Experience, Headless-Lösungen und Cybersecurity öffnen sich neue Wege.

Metaverse: Virtuelle Showrooms, Messen, Trainings und Kollaborationen

Der weltweite Metaverse-Markt soll von geschätzten 194,4 Milliarden US Dollar im Jahr 2022 auf 758,6 Milliarden US-Dollar in 2026 wachsen. Das prognostiziert der Marktforscher Global Industry Analysts in einer aktuellen Studie. Davon möchten auch große Hersteller profitieren. Adidas arbeitet zum Beispiel bei dem Adidas Originals “Into the Metaverse”-NFT (Non Fungible Token) mit Bored Ape Yacht Club, Pixel Vault’s Punks Comic und dem Krypto-Investor Gmoney zusammen. Wer ein Adidas Originals NFT besitzt, erhält physische Produkte und zusätzlich digitale Werte, an denen das Trio um Adidas fleißig bastelt.   

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Virtual Reality ist auf dem Vormarsch und ein Schritt in Richtung Metaverse. Für Unternehmen bietet die Technologie interessante, professionelle Anwendungsbereiche: Showrooms, Events, Trainings oder die Zusammenarbeit interner Teams werden durch VR auf ein neues Level gehoben. Solche Metaverse-Projekte zu erstellen ist längst kein Hexenwerk mehr. Gewisse Softwarelösungen und Dienstleister machen den Einstieg ins Metaverse leicht.

Augmented Reality macht Online-Shopping attraktiver: Für viele Gamer ist Virtual Reality (VR) bereits fester Bestandteil des Spieleerlebnisses geworden, Augmented Reality (AR) findet im Online-Handel zunehmend Anwendung. Mixed Reality rundet das Angebot an virtuellen Angeboten ab, vermischt die virtuelle Erweiterung der realen Welt mit einer vollständig virtuell erzeugten Dimension. Der Gipfel ist das Metaverse – ein Begriff, der durch Mark Zuckerbergs Vorstellung im letzten Herbst nun in aller Munde ist. Ein Metaversum, wie der Facebook-Gründer es proklamiert, wird es in den nächsten Jahren zwar noch nicht geben; doch Metaverse als Sammelbegriff für digitale, dreidimensionale Welten spielt bereits heute eine zunehmend wichtigere Rolle. Immer mehr Unternehmen treiben die Digitalisierung voran, setzen VR ein – nicht zuletzt wegen der Erfahrungen in der Corona-Pandemie: Digitale Prozesse und virtuelles Zusammenkommen vereinfachen in vielen Bereichen die Arbeit, und sorgen vor allem bei Reise- und Transportkosten für immense Einsparungen.

Virtuelle Showrooms, Messen, Trainings und Kollaborationen: Anwendung findet die Technologie zum Beispiel in virtuellen Showrooms, in denen Unternehmen ihre Produkte auf einem erweiterten Level präsentieren. Diese bieten den Vorteil, dass Kunden nicht anreisen müssen, das Produkt aber nicht nur als Foto- oder Videopräsentation kennenlernen können. Vielmehr können sie im virtuellen Raum mit dem Produkt interagieren, zum Beispiel in Maschinen hineinschauen. Auch komplette Messen oder Events sind ein interessantes Anwendungsgebiet für VR, stellen ein erweitertes Angebot zum Showroom dar. Denkbar sind Messen, die Kunden auf der Unternehmens-Website dauerhaft zur Verfügung stehen, oder auch klassische Events mit verschiedenen Speakern und Ständen.

Payment: Buy now – pay later (BNPL)

Wer kennt das nicht: Beim Online-Shopping lacht einen das neue iPhone an, allerdings hat man gerade nicht das Geld dafür auf der hohen Kante. Gott sei Dank gibt es beim Check-out des Kaufvorgangs die Möglichkeit, den Artikel in Raten zurückzuzahlen oder den Betrag später auf Rechnung zu zahlen, sodass das Girokonto geschont wird.

Dieses Zahlen in Raten oder auf Rechnung wird neudeutsch als „Buy now-pay later“ (BNPL) bezeichnet und viele Onlineshops haben das für sich als Verkaufsfördermaßnahme entdeckt. Hierdurch lässt sich die durchschnittliche Höhe des Warenkorbs deutlich steigern und das Ganze ohne Risiko für den Onlineshop. Dieses Risiko wird von den BNPL-Anbietern übernommen (selbstverständlich gegen eine Gebühr zulasten des Onlineshops). So verwundert es nicht, dass neue BNPL-Anbieter z.B. Afterpay oder Affirm wie Pilze aus dem Boden schießen. Auch die Platzhirsche im Payment wie Klarna oder Paypal haben diese Zahlungsweise mittlerweile in ihr Standard-Portfolio aufgenommen.

Vor allem Unternehmen, die einen hohen Warenkorbwert bei niedriger Frequenz aufweisen, setzen BNPL-Produkte bevorzugt ein, da bei ihnen die Konversion das Warenkorbs kritisch ist. Oftmals brechen die Kunden den Einkauf ab, weil die zu zahlende Summe zu hoch ist. Mithin reden wir in diesem Kontext vor allem von Shops im Umfeld von Luxusartikel, Travel, Fashion, Autozubehör etc.

 

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Künstliche Intelligenz: Das bessere Einkaufserlebnis

Bequemer, einfacher, schneller und erfreulicher – so hätten Kund:innen gerne die Einkaufserlebnisse im E-Commerce. Doch jede:r zweite ist enttäuscht. Künstliche Intelligenz (KI) kann dabei helfen, auch die andere Hälfte zu begeistern.

Für viele Leute gehört Shopping, ob online oder offline, eher zum Pflichtprogramm. Die Mehrheit der deutschen Verbraucher:innen ist schon zufrieden, wenn die Produkte zu Hause ankommen, lediglich 17 Prozent von ihnen erwarten von Onlineshops erfreuliche Erlebnisse. Diese Zahlen einer Studie des Software-Unternehmens Freshworks sprechen für die große Frustration, die durch negative Kundenerlebnisse ausgelöst wird.

Das Problem: Häufig stimmt das durch Werbung vermittelte Image eines E-Commerce-Anbieters nicht mit der Realität überein. Angelockt durch eine schicke Oberfläche, ist jede:r zweite Verbraucher:in (52 Prozent) vom tatsächlichen Service der Shops enttäuscht. Hier ist noch Luft nach oben. Die E-Commerce Anbieter sollten das als Chance sehen, mit nur wenigen Maßnahmen die Erwartungen zu übertreffen. Dabei kann Technologie helfen und das Einkaufserlebnis im E-Commerce verbessern.

KI kann die Customer Experience auch direkt beeinflussen. In erster Linie betrifft das die Kommunikation und Interaktion mit den Kund:innen. Die hier beschriebenen Use Cases zeigen, wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning für mehr Freude beim Online-Einkauf sorgen:

  • Smarte KI-Chatbots
  • KI-gestützte Voicechats
  • Text- und Sentiment-Analyse
  • KI-gestützte Empfehlungssysteme
  • Assistenten für den Einkauf

 

Software-Lösung: Wann macht ein Headless-Ansatz wirklich Sinn?

Headless ist im Laufe der letzten Jahre zum Buzzword im Marketing, E-Commerce und der IT-Branche avanciert und wird gerne als „Lösungsansatz der Zukunft“ betitelt.

Als Alternative zu klassischen Content Management Systemen (CMS) konzipiert, besteht die Grundidee darin, statt einer einzigen monolithischen Softwarelösung auf viele verschiedene zu setzen und das Frontend vom Backend zu entkoppeln. Das erlaubt einen höheren Grad an Flexibilität und Agilität, schafft zudem Zukunftsfähigkeit und erleichtert die Wartbarkeit, gleichzeitig werden Prozesse dadurch deutlich komplexer und sind mit höheren Kosten verbunden. Aber was beinhaltet ein Headless Ansatz genau, welche Vor- und Nachteile bietet er und welche Learnings lassen sich aus der Praxis ableiten?

Content Management Systeme bilden die Basis der meisten Webseiten. Sie ermöglichen die Erstellung, Verwaltung und Veröffentlichung von Inhalten. Wenn aber mehrere Kanäle oder Apps aufeinander abgestimmt mit Inhalten befüllt werden sollen, wie z.B. im Falle eines Onlineshops, kommen klassische monolithische Softwarelösungen mit eng verbundenem Back- und Frontend an ihre Grenzen. Ein Headless Ansatz kann hier Abhilfe schaffen. Es entkoppelt die beiden Bereiche voneinander, so dass bei veränderten Bedürfnissen, z.B. um einen neuen Login Bereich einzuführen oder eine Newsletter Funktion zu integrieren, einzelne Bausteine verändert werden können, ohne das gesamte System anfassen zu müssen.

Bei einem Headless Ansatz sind Frontend und Backend durch beliebig viele Schnittstellen (APIs) miteinander verbunden. In der extremsten Ausprägung kann es sich sogar um eine Sammlung loser Schnittstellen handeln, die ausschließlich im Frontend zusammengefügt werden. All diese Varianten werden unter dem Begriff „Headless“ subsummiert.

Welche Vor- und Nachteile Headless mit sich bringt, für wen Headless wirklich Sinn macht und welche Learnings aus der Praxis bekannt sind, ist in diesem Fachbeitrag zusammengefasst. 

 

Cybersecurity: Zahlungsbetrug effektiv bekämpfen

E-Commerce-Händler blicken einem vielversprechenden Geschäft entgegen, höchste Zeit die eigene Betrugsprävention auf den Prüfstand zu setzen, um Kunden und das Geschäft gegen die neuesten Tricks zu schützen.

Laut einer Umfrage des Merchant Risk Council (MRC) für das Jahr 2021 berichteten 74 % der Online-Händler weltweit von einer Zunahme der Betrugsversuche in der Pandemie. Zu wissen, wie man sich vor Zahlungsbetrug schützen kann, wird deshalb immer wichtiger.

Alexa von Bismarck, Deutschland-Chefin des Zahlungsdienstleisters Adyen, stellt in diesem Gastbeitrag die häufigsten Tricks beim Zahlungsbetrug vor und erklärt, mit welchen Strategien Online-Händler sich dagegen wehren können:

  • Cardtesting – Wie Betrüger gestohlene Zahlungsdaten überprüfen
  • Kontoübernahme – Wer zahlt hier mit welchen Daten?
  • Triangulation Fraud – Online-Handel über zwei Ecken
  • Erstattungsbetrug – Wenn das Rückgaberecht ausgenutzt wird
  • Geschenkkartenbetrug – Die Gefahr von Gutscheinen

Die große Anzahl immer ausgefeilterer Betrugsmaschen kann auf den ersten Blick überwältigend wirken. Wenn Sie sich jedoch frühzeitig um ein umfassendes Risikomanagementsystem kümmern, können Sie damit eine stabile Abwehr schaffen und Ihr Geschäft effektiv und nachhaltig vor Betrügern schützen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien und individuell anpassbarer Risikoregeln lassen sich Auffälligkeiten im Zahlungsverhalten von Kunden schnell erkennen. Mithilfe individueller Risikoprofile können Sie datenbasierte Entscheidungen treffen, die Ihnen dabei helfen werden, neuen Betrugsstrategien immer einen Schritt voraus zu sein.

 

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