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Verbraucher und Verbraucherinnen haben in Deutschland immer häufiger die Möglichkeit, mobil mit dem Smartphone an der Kasse zu zahlen. Das Angebot an mobilen Bezahl-Apps für das Smartphone hat in den letzten zwei Jahren in Deutschland zugenommen und ermöglicht es VerbraucherInnen aus einer Vielzahl von Anbietern zu wählen.

„Gegenüber 2018 nutzen mehr Verbraucher und Verbraucherinnen eine oder mehrere Apps, um an der Kasse zu bezahlen“, kommentiert Projektleiterin Caroline Coelsch ein Ergebnis der EHI-Verbraucherbefragung*, „aber bei einigen stehen Bedenken noch vor der Nutzung.“

Convenience versus Sicherheit

Rund 38 Prozent der Befragten stehen dem Bezahlen mit dem Smartphone im Jahr 2020 aufgeschlossen gegenüber. Sie sind der Meinung, dass das Bezahlen mit dem Smartphone schneller, einfacher und moderner ist und ihnen eine gute Alternative zu den bestehenden Zahlungsarten bietet. Ihnen stehen allerdings 62 Prozent an Skeptikern gegenüber, die sich mit dem Thema noch nicht anfreunden konnten. Hier gibt es vor allem Bedenken bei Sicherheit, Datenschutz und bei der Notwendigkeit persönliche Daten in den Bezahl-Apps zu hinterlegen.

Mehr App-Nutzung

2020 nutzen bereits 17 Prozent der Befragten eine oder mehrere Apps, um an der Kasse mit dem Smartphone zu bezahlen. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als 2018. Die Bezahl-Apps funktionieren entweder kontaktlos über eine NFC-Schnittstelle (z.B. Apple Pay oder Google Pay), oder via Bar- oder QR-Code (z.B. Bluecode und Payback Pay). Die Apps, die am häufigsten genutzt wurden, stammen von Anbietern wie Apple Pay, PayPal, Payback Pay und Google Pay, die alle einen starken Markennamen haben und zusätzliche Mehrwertfunktionen - etwa das Sammeln von Treuepunkten – oder einen Omnichannel-Ansatz bieten. Das größte Vertrauen der VerbraucherInnen genießen aber trotzdem weiterhin die konventionellen Zahlungsdienstleister, die sowohl eigene Lösungen anbieten als auch mit oben genannten Anbietern bei mobilen Bezahlverfahren kooperieren: 73 Prozent der Befragten stuften Kreditkartenanbieter und 79 Prozent Banken/Sparkassen als voll und ganz vertrauenswürdig ein.

Ab und zu mobil bezahlen

Die Mehrheit der VerbraucherInnen, die bereits mit mobilen Apps bezahlen, nutzt diese selektiv für bestimmte Einkäufe. Nur 5 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie mit den Bezahl-Apps alle ihre Einkäufe bezahlen. 60 Prozent hingegen bezahlen „ein paar“ Einkäufe, also immer mal wieder, mit dem Smartphone. Das verdeutlicht, dass mobile Bezahl-Apps größtenteils zusätzlich zu anderen Zahlungsarten verwendet werden.

Kontaktloses Bezahlen bei Corona

Fast zwei Drittel der befragten Verbraucher und Verbraucherinnen haben angegeben, dass sich ihr Bezahlverhalten aufgrund der Corona-Pandemie verändert hat. Allerdings sagten nur 6 Prozent der Befragten, dass Sie aufgrund von Corona mobil mit dem Smartphone am Point of Sale gezahlt haben. Aus der Stichprobe gehen die girocard (kontaktlos und gesteckt mit PIN) und die Kontaktlos-Funktion der Kreditkarte als klare Gewinner hervor, die während der Corona-Pandemie verstärkt genutzt wurden. Weitergehende qualitative Befragungen in der digitalen Fokusgruppe zeigen, dass sich VerbraucherInnen von den Zahlungsdienstleistern mehr Aufklärung und verständliche Informationen zum Thema Datenschutz und Sicherheit wünschen.

Methode:
*Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Kantar wurde eine zweistufige Verbraucherbefragung durchgeführt, um den Status quo zum mobilen Bezahlen in Deutschland in 2020 abzubilden. Im ersten Schritt wurde an die Fragestellungen der repräsentativen Onlinebefragung von 2018 angeknüpft und diese mit Fragestellungen zum Bezahlverhalten während der Corona-Pandemie ergänzt. An der repräsentativen Verbraucherbefragung haben 1.017 Verbraucher teilgenommen. Im zweiten Schritt wurde eine digitale Fokusgruppe durchgeführt, um Informationsstand, Beweggründe, Bedenken und Barrieren der VerbraucherInnen beim mobilen Bezahlen mit dem Smartphone herauszuarbeiten.

http://www.ehi.org


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