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Automation

Der permanente Wandel und die Entwicklung neuer Technologien schreitet immer schneller voran und macht auch vor der Automatisierungs-Branche keinen Halt. Doch wie entwickelt sie sich im Jahr 2020 und was kommt auf Unternehmen zu? Dieser Beitrag bietet einen Einblick in bevorstehende Automatisierungs-Themen und -Trends.

1. RPA wird zu „Intelligent Automation“

Aus dem Bericht des Analysten Gartner „Critical Capabilities Report for Robotic Process Automation (RPA)” und dem RPA-Manifest von HfS ist absehbar, dass Kunden verstärkt auf ergänzende, integrierte Technologien zurückgreifen, um ihre Automatisierungsprojekte im Jahr 2020 voranzutreiben. Das betrifft beispielsweise Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML), Prozess-Orchestrierung, Cognitive Capture, Optical Character Recognition (OCR) und fortschrittliche Analyseverfahren. Diese sind notwendig, um einen höheren Geschäftswert zu erzielen – und noch stärker von Automatisierung zu profitieren. Dieser Trend hat sich bereits im Jahr 2019 abgezeichnet. Für das Jahr 2020 zeigt sich, dass Robotic Process Automation (RPA) als eigenständiges Angebot wegfällt und der Markt sich weiter in Richtung einer umfassenden Automatisierungsplattform bewegt. Der Grund dafür ist schnell erklärt: RPA automatisiert schon seit vielen Jahren einfache Tätigkeiten wie beispielsweise Daten von einem System in ein anderes zu kopieren. Wichtiger ist es aber nun, auch deutlich komplexere Prozesse zu optimieren, was RPA der alten Generation allerdings nicht leisten kann.

2. Eingebettete, zweckgebundene KI etabliert sich

Schon jetzt bringen KI oder ML für Unternehmen zahlreiche Vorteile, denn Arbeit wird durch sie effizienter. Doch eine Herausforderung bleibt bestehen: Es gibt einen massiven Fachkräftemangel. Weltweit sind nur ca. 300.000 KI-Forscher und -Experten aktiv. Die Nachfrage am Markt deutet aber darauf hin, dass Millionen benötigt werden. Deshalb suchen viele Unternehmen im Jahr 2020 verstärkt nach Automatisierungslösungen mit integrierten KI-Funktionen. Damit reduzieren sie die Komplexität ihrer Prozesse, denn durch KI müssen Menschen deutlich seltener in Abläufe eingreifen. Zudem verringert sich die Zeit bis zum Return-on-Investment (ROI) deutlich.

3. Volles Potenzial von Automatisierungsplattformen ausschöpfen

Prozesse effizienter zu gestalten, wird auch im Jahr 2020 für die meisten Unternehmen hinsichtlich ihrer Automatisierungsvorhaben wichtig sein. Die Tools sorgen aber nicht nur für einen höheren Wirkungsgrad, sondern bringen zudem weitere Vorteile mit sich: So hat beispielsweise ein amerikanisches Logistikunternehmen durch 2.000 Software-Roboter über 75 Millionen Dollar jährlich eingespart, indem es die Bots für die Automatisierung von Geschäftsprozessen eingesetzt hat. Gleichzeitig entwickelte das Unternehmen aber auch einen Bot, der jährlich 15 Millionen Dollar Umsatz generiert. Im Jahr 2020 werden Unternehmen deshalb entdecken, welches Potenzial Automatisierungstools noch bieten.

4. Zielgerichtete interne und externe Kommunikation ist notwendig

Die Angst vor der Automatisierung nimmt weiter zu. Mitarbeiter befürchten, dass KI sie ersetzen könnte. Es ist daher wichtig, dass Unternehmen zielgerichtet kommunizieren. Führungskräfte müssen zukunftsweisende Arbeitsvision aufzeigen, die für Mitarbeiter attraktiv ist. Laut einer Untersuchung von HBR würden 90 Prozent der Menschen ein Prozent ihres Lebensgewinns eintauschen, um einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. In nordischen Ländern konnten Unternehmen Erfolge erzielen, indem sie ihre Automatisierungsinitiativen so gestalteten, dass die Mitarbeiter sich auf die Innovationen – und nicht auf die digitalen Kollegen – konzentrieren, Stress reduzieren sowie eine ausgeglichene Work-Life-Balance kreieren konnten.

Das scheint zu funktionieren, denn das Weltwirtschaftsforum bestätigt, dass vor allem in nordischen Ländern sehr viele zufriedene Menschen leben. Es ist wichtig, Vertrauen aufzubauen, damit Mitarbeiter den Wandel durch Automatisierung verstehen können. Mit einer Vision schafft man die Basis für eine gemeinsame Zukunft – sowohl intern als auch extern. Denn auch gegenüber Kunden ist dies wichtig: Sie sind mehr denn je mit Unternehmen über verschiedenste Touchpoints und Kanäle verbunden und erwarten hervorragende User Experiences. Sie möchten eine Beziehung zu Unternehmen aufbauen. Marken, die zweckmäßig agieren, haben loyalere Kunden. Deshalb deutet im Jahr 2020 alles darauf hin, dass Unternehmen ihre Automatisierungsprojekte zielgerichteter durchführen.

5. Die Rezession beschleunigt die Einführung von Automatisierungstools

Mehrere vor- und nachlaufende Marktindikatoren deuten darauf hin, dass das Jahr 2020 eine Rezession einläuten wird – dies bestätigen auch zahlreiche Finanzanalysten. Um dennoch Geschäftserfolge zu erzielen, werden sich innovative Führungskräfte darauf konzentrieren, ihre Automatisierungsprojekte voranzutreiben. Damit können sie nicht nur ihre Betriebsausgaben reduzieren, sondern trotz des rückläufigen Markts wettbewerbsfähig bleiben.


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