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Die Anforderungen an Produktivität und Verfügbarkeit von Menschen als Mitarbeitern und als Privatpersonen steigen ständig. Arbeitgeber brauchen Angestellte, die immer komplexere Aufgaben lösen können. Private Konsumenten erwarten Rund-um-die-Uhr-Service für ihre Einkäufe und ihren Bedarf an Rat und Hilfe.

Künstliche Intelligenz (KI) kann helfen, diese Ansprüche zu erfüllen und gleichzeitig das Leben leichter zu machen. Besonders für selbstständige Gewerbetreibende sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), in denen oft viele Aufgaben auf dem Tisch einer Person liegen, ist KI ein wertvolles Mittel zur Bewältigung einiger Pflichten – Tag und Nacht ohne Zuschlag.

Was ist Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz lässt Maschinen selber denken. Der Entwickler stattet sie mit einem Grundwissen und verschiedenen Algorithmen aus. Vor allem aber gibt er ihnen die Fähigkeit, sich aufgrund von Erfahrungen mit seinen Nutzern neues Wissen anzueignen und entsprechend zu handeln. Diese Kompetenz heißt maschinelles Lernen. Computer nehmen Logik, Argumente, Sprache, Planungsfähigkeiten und Wissen auf eine Art und Weise auf, die der des Menschen ähnelt. Das tun sie so gut wie unermüdlich rund um die Uhr.

Die gesamte komplexe Intelligenz des Menschen kann von Maschinen in naher Zukunft aber bei Weitem nicht nachgebildet werden. Einige Teilbereiche des menschlichen Reflektierens und Kommunizierens kann ein Computer jedoch schon heute nachahmen. Diese Technologie hilft an einigen Stellen im Alltag, wo der Nutzer sie kaum bewusst wahrnimmt.

Wie hat sich KI in den letzten Jahrzehnten entwickelt und wie wird sie angewandt? 

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten Philosophen und Mathematiker die Vision einer universellen Rechenmaschine, die mithilfe von Algorithmen Probleme selbstständig lösen können. Doch erst ab Mitte der 70er Jahre wurden KI Systeme praktisch umgesetzt. Sogenannte Expertensysteme konnten in der Medizin bei Diagnose- und Therapieentscheidungen unterstützen.

Dank leistungsfähiger Computer konnten Mitte der 80er Jahre neuronale Netze entworfen werden. Diese lieferten erste Erfolge im Bereich des maschinellen Lernens. So konnte das Programm Netttalk durch Eingabe von Beispielsätzen das Sprechen erlernen. Der erste Meilenstein der Künstlichen Intelligenz gelang in den 90er Jahren, als eine KI-Schachmaschine den Schachweltmeister Garri Kasparow besiegte. Seit 1997 werden Robotik und KI miteinander verbunden. Begonnen mit mobilen Robotern, die in Wettkämpfen gegeneinander antreten, geht die Forschung über Serviceroboter bis hin zu autonomen Robotern, die durch maschinelles Lernen ihr Verhalten verbessern. 

Doch erst seit 2010 begann die Kommerzialisierung der KI, bedingt durch bessere Verfahren und leistungsfähigere Hard- und Software. Dank Deep Learning, in-Memory-Datenbanken, Multi-Core-Architekturen und verbesserten Algorithmen rücken KI-Anwendungen zunehmend ins Interesse von Unternehmen. Womit wir in der heutigen Zeit angekommen sind, in der Alexa, Cortana oder der Google Assistant Teile des Alltags aber auch des Arbeitens mitbestimmen.

Im Zuge der digitalen Transformation wird KI ständig weiterentwickelt und in neue Dienste gestellt. Neue Anwendungsbereiche werden ständig getestet und ausgebaut. KI ist zukunftsweisend, doch wohin sie uns noch führen wird, darüber kann derzeit nur spekuliert werden.

Wie funktioniert und lernt KI?

KI-Software wird für bestimmte Funktionen entwickelt. Dies können Sprach- oder Bilderkennung, aber auch das Erkennen von Fehlern in schriftlichen beziehungsweise numerischen Datensätzen zum Zwecke der Qualitätskontrolle sein. Diese verschiedenen Fähigkeiten lassen sich je nach Anwendungsbereich auch kombinieren. Jede Fertigkeit braucht spezialisierte, intelligente Algorithmen zum Arbeiten und Lernen. Anschließend wird das Modell an möglichst vielen Datensätzen, idealerweise durch Big Data gesammelt, trainiert. Ebenso wie menschliches Lernen funktioniert maschinelles Lernen am besten durch „Learning by doing“. Durch die Aufnahme viele verschiedener Daten übt KI die gewünschte Kompetenz und verbessert ihre Ausführung.

Treten Fehler auf, werden diese in der Test- und Trainingsphase durch menschliches Eingreifen korrigiert. Auch das verbessert die Fähigkeit der KI. Unter dem gesamten Prozess wird gemessen, wie genau die KI arbeitet. Dies bildet die Grundlage für eventuellen Optimierungsbedarf. Auch wenn das Programm schon live arbeitet, wird die ständige Optimierung fortgesetzt, um ideales Lernen und Arbeiten zu gewährleisten.

Wie können Selbstständige und KMUs KI für sich nutzen?

Vielerorts verfügbare und bewährte Software, die sich auf KI stützt, kann Selbstständigen und KMUs den Arbeitsalltag erleichtern. Eine schon heute verbreitete Anwendung ist die Automatisierung von Prozessen. Im Bereich Kundenservice zum Beispiel sind an vielen Stellen Chatbots im Einsatz, die die Kommunikation mit Kunden zu Standardfragen übernehmen. Anfragen zum Thema Öffnungszeiten, Paketverfolgung oder Status der Bestellung lassen sich prima von KI-gesteuerten Software-Robotern beantworten.

In der Buchhaltung kann KI Schlüsseldaten wie Rechnungsdatum, -betrag oder den Mehrwertsteuersatz auf Dokumenten erkennen und ordnet dieses dann dem entsprechenden Buchungskonto zu. Die KI einer Buchhaltungssoftware kann somit lästige Routinearbeiten automatisch übernehmen, wodurch sich kleine Unternehmen im administrativen Bereich viel Zeit sparen können.

KI kann auch Brücken bauen zwischen ansonsten nicht kommunizierenden Systemen. Nicht alle Standard-Softwares sind von vornherein integriert. Trotzdem mag man dem Vertrieb nicht zumuten, eine Kundenbestellung sowohl im CRM- als auch im ERP-System einzutragen und damit den doppelten Zeitaufwand zu betreiben. Hier können Software-Roboter helfen. Sie eignen sich besonders für standardisierte Aufgaben. Nachdem er sie gründlich erlernt hat, kann so ein Roboter täglich die Kundenaufträge weitgehend fehlerfrei von einem System ins andere kopieren. Menschliche Interaktion ist nicht erforderlich, vielmehr gibt der Roboter Zeit für den Kundenkontakt frei. 

KI ist der neue Freund und Helfer des Gewerbetreibenden. Schließlich kann Sie Bürokratie, Verwaltungsaufwand rund um Rechnungsstellung, Buchhaltung, Reisekostenabrechnung, steuerliche Fragen minimieren. Bedenkt man, dass allein Selbstständige knapp 25 Tage im Jahr mit diesen Tätigkeiten zubringen, gibt es hier viel Raum für technische Optimierung. Während der Roboter standardisierte Prozesse ausführt und Daten analysiert, erfindet der

Geschäftsmann neue Produkte und entwickelt Ideen weiter. Mit den weitreichenden Anwendungsmöglichkeiten kann KI schon heute den Alltag für KMUs wie auch Selbstständige entlasten und Zeit fürs Kerngeschäft freigeben.

Fabian Silberer, Gründer und Geschäftsführer von sevDesk

 

 


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