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KI

Weltweit sammeln und besitzen Unternehmen riesige Datenmengen in Form von Dokumenten. Aufgrund mangelnder Digitalisierung können diese oftmals gar nicht – oder nur mit sehr hohem manuellen Aufwand – in Geschäftsprozesse eingespeist werden.

Diese Dokumente enthalten meist wichtige und geschäftskritische Informationen, weshalb der Verlust oder auch nur die zeitliche Verzögerung bei der Informationserfassung sich elementar auf den Erfolg eines Unternehmens auswirken kann.

Dank der raschen Fortschritte bei kognitiven Technologien zur automatisierten Texterfassung sind Unternehmen jedoch mittlerweile in der Lage, ihre unstrukturierten Geschäftsdokumente mit geringem Aufwand zu digitalisieren, klassifizieren und relevante Informationen automatisch auszulesen, um diese an nachfolgende Geschäftsprozesse zu übergeben. Mit derartigen vollautomatischen Lösungen können Unternehmen nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch die Datenqualität in ihren Systemen stark verbessern und Reaktionszeiten sowie wichtige Entscheidungen massiv beschleunigen.

Gerade Computer-Vision hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Die Fähigkeit zur schnellen Erkennung und Verarbeitung von Text auf jedem Gerät hat sich stark verbessert seit der Zeit, in der man Dokumente aufwendig einscannen und mit Texterkennung (OCR) analysieren musste. Diese rasche Entwicklung zeigt sich auch in den Zahlen der Branche: IDC prognostiziert, dass bis 2019 der Weltmarkt für Software für Content Analytics, Discovery und kognitive Systeme 9,2 Milliarden Dollar erreichen wird – mehr als doppelt so viel wie 2014.

Um diese Marktveränderungen optimal zu nutzen, müssen IT-Lösungsanbieter den stark wachsenden Bedarf für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz (KI) besser bedienen. Nur so können sie auch die Kundenanforderungen von Morgen erfüllen und bleiben relevant.

Der Mensch im Mittelpunkt

Es gibt eine grundlose Angst, dass Automatisierungslösungen mit künstlicher Intelligenz qualifizierte Mitarbeiter in den Unternehmen ersetzen könnten. Denn trotz oder gerade wegen auf künstlicher Intelligenz basierten Lösungen werden gut ausgebildete Mitarbeiter benötigt, die die Kernwerte des Unternehmens sowie die technologischen Prozesse verstehen. Menschen besitzen Eigenschaften, auf die KI-Lösungen angewiesen sind, etwa Empathie, Kreativität, Urteilsvermögen und kritisches Denken. Deshalb sind qualifizierte Mitarbeiter für den Erfolg eines Unternehmens auch in Zukunft unerlässlich.

Unternehmen als Treiber der digitalen Transformation

Unternehmen verlangen in erster Linie Systeme, die ihre Fachkräfte bei der täglichen Routinearbeit unterstützen und entlasten, so dass diese produktiver und kreativer arbeiten können. Moderne Systeme müssen aber vor allem auch fähig sein – ausgehend von Erfahrungen aus der Vergangenheit – Verhaltensweisen eigenständig zu erlernen und Vorschläge für das zukünftige Vorgehen zu machen. Dazu benötigen Unternehmen Fachkräfte, die in der Lage sind, diese Systeme anzuleiten, um so automatisierte Arbeitsabläufe überhaupt erst zu ermöglichen.

Robotic Process Automation (RPA) und maschinelles Lernen treiben die Automatisierung von repetitiven Routineaufgaben weiter voran. Unter RPA-Software versteht man leistungsstarke Lösungen, um manuelle, zeitaufwendige und regelbasierte Bürotätigkeiten effizienter durchführen zu können. Durch sie werden die Durchlaufzeiten reduziert und das zu geringeren Kosten als mit anderen Automatisierungslösungen. Zusätzlich wird künstliche Intelligenz mehr Arten dieser Aufgaben automatisierbar machen. Die Kombination aus RPA und maschinellem Lernen lässt so zweifellos ein großes Marktsegment mit hohem Bedarf entstehen; und zwar für die Identifizierung von Prozessen und deren intelligente Umsetzung.

Digitale Transformation

Die nächsten fünf Jahre

Es ist zu erwarten, dass Unternehmen, wenn sie erst einmal verschiedene Aufgaben durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz automatisiert haben, in einem zweiten Schritt die Auswirkungen dieser Abläufe auf ihre Organisation zunehmend überwachen und verstehen wollen. Im Endeffekt durchleben sie dadurch in den nächsten drei bis fünf Jahren einen grundlegenden Wandel. Dieser entsteht vor allem durch die Konvergenz von RPA und KI in folgenden Bereichen:

  1. Die Nutzung und Weiterentwicklung von RPA wird eine Welle von Weiterentwicklungen des maschinellen Lernens nach sich ziehen, z. B. für die Automatisierung von Aufgaben oder die Dokumentenverarbeitung. Auch Prozesse, die grundlegende Entscheidungsfindungen betreffen, profitieren stark von RPA. Anwendungsfälle, die traditionell mit der Erfassung von Daten aus Dokumenten verbunden waren, werden dagegen mit immer neuen dokumentenbasierten RPA-Anwendungsfällen konvergieren. Die KI-Technologie findet jetzt immer breitere Anwendung und bietet Vorteile für die Identifikation und Automatisierung von Prozessen sowie deren Analyse.
     
  2. KI wird außerdem zur Automatisierung grundlegender Aufgaben führen, die heute von qualifizierten Mitarbeitern ausgeführt werden. Sie wird große Auswirkungen auf die Zusammensetzung und Größe des Personalbestands von Unternehmen haben und zwar vor allem in den Sektoren Fintech, Gesundheit sowie Transport und Logistik. Unternehmen aus allen Brachen profitieren vor allem von optimierten Prozessen für die Kundenbeziehung. Aber auch Behörden können den Bürgern durch intelligente Automatisierung zukünftig schnellere Reaktionszeiten und verbesserten Service bieten.
     
  3. Und schließlich ist Robotik viel mehr als nur R2-D2 oder C-3PO. Software-Robotik wird viel schneller als die meisten Leute denken, das Arbeitsumfeld in Unternehmen durchdringen – bei Daten- und Dokumentenerfassung, RPA, Analytik sowie zur Überwachung und Berichterstattung – und zwar intelligent und situationsbezogen.

Bereit für den Wandel

Unternehmen müssen sich bereits heute für das Zeitalter der KI rüsten, um erfolgreich zu bleiben. Dies erfordert eine deutliche Verlagerung der erforderlichen Fähigkeiten im Unternehmen. Vor allem kommt es dabei auf die Mitarbeiter an, den neuen Technologien offen gegenüberzustehen und diese als Chance zu sehen, Wettbewerbsvorteile zu erringen.

Im Allgemeinen erledigen intelligente Systeme künftig immer mehr Arbeitsaufgaben. Zum Beispiel nimmt bei der Darlehensvergabe die Rolle des zuständigen Sachbearbeiters immer weiter ab, weil das System in der Lage sein wird, aufgrund des bisherigen Finanzierungsverhaltens des Kreditnehmers selbständig intelligente Entscheidungen zu treffen. Letztendlich muss sich der Sachbearbeiter nur noch um regelbasierte Ausnahmefälle kümmern. Dies wird den Kreditsachbearbeitern viele Routineaufgaben abnehmen, so dass sie mehr Zeit für die Kundenbetreuung verwenden können. Insgesamt erhöht das die Produktivität von Kreditinstituten deutlich.

Eine weitere Kompetenzverlagerung ergibt sich dadurch, dass zum Ablauf der Prozesse weniger menschliche Kontrolle und Fachwissen erforderlich ist. Wenn die Software immer mehr weiß, ist sie immer weniger von Mitarbeitern abhängig. Damit ist deren Aufgabenbereich zwar kleiner, aber gleichzeitig mit mehr Verantwortung verbunden.

Anthony MacciolaAnthony Macciola wurde im Oktober 2017 zum Chief Innovation Officer von ABBYY ernannt. Mit über 45 Patenten in den Bereichen mobiler IT, Textanalytik, Bildverarbeitung und Prozessautomatisierung ist er ein ausgewiesener Experte, der auf mehr als 25 Jahre an Erfahrung in Produktmanagement und -entwicklung für IT-Lösungen zurückblickt. 
 

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