DWX - Developer Week 2017
26.06.17 - 26.06.17
In Nürnberg

AppDRoadshow 2017
27.06.17 - 06.07.17
In Köln, Hamburg, Stuttgart, München, Zürich

Next IT con.
27.06.17 - 27.06.17
In Nürnberg

PM CHALLENGE IlluMinate: Communication
29.06.17 - 29.06.17
In München, SkyLounge

DIGILITY - Augmented und Virtual Reality
05.07.17 - 06.07.17
In Köln

DigitalisierungKleine und mittlere Unternehmen, die das Geschäftsmodell ihres Betriebs auf das digitale Zeitalter ausrichten wollen, haben viele Fragen, auf die sie nicht immer eine Antwort finden.

Denn tatsächlich stehen sie einer Flut an Informationen und Expertenratschlägen gegenüber und sind mit einem schwer zu überblickenden Dschungel an Technologieprodukten und Anbietern konfrontiert.

Lesen Sie in dieser Serie demnächst folgende Beiträge:

Teil 1: Warum der Mittelstand digitale Geschäftsmodell braucht

Teil 2: Welche Vorteile digitale Geschäftsmodelle dem Mittelstand bringen (mit Praxisbeispielen)

Teil 3: Welche neuen Geschäftsmodelle in der Produktion entstehen

Teil 4: Wie man digitale Geschäftsmodelle entwickelt (Vorgehen)

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An dieser Stelle lohnt es sich für Unternehmerinnen und Unternehmer innezuhalten und sich auf ihre Stärke zu besinnen: Wenn sie an diesem Punkt angekommen sind, haben sie nämlich die Relevanz der Digitalisierung für den eigenen Betrieb erkannt. Das ist die Grundvoraussetzung für ein gutes digitales Geschäftsmodell. Es lohnt sich, auch weiterhin einen kühlen Kopf zu bewahren. So können sich Unternehmerinnen und Unternehmer nämlich auf einen Weg begeben, der sich für mittelständische Betriebe -das zeigt die Erfahrung von Mittelstand-Digital – als praktikabel erwiesen hat, um ein Geschäftsmodell für die digitale Zukunft zu entwickeln: Von der Entwicklung der Geschäftsidee, über das Konzept bis hin zur Umsetzung sollten sie systematisch vorgehen, dann gelangen sie in nur drei Schritten zum neuen Geschäftsmodell.

Schritt 1: den Kunden verstehen

Im ersten Schritt steht die Frage im Mittelpunkt: „Welchen Kundennutzen bietet meine Geschäftsidee?“. Um eine Antwort zu erhalten, analysiert man systematisch seine Kunden. Es geht darum, ihre Interessen und Bedürfnisse zu verstehen und vor allem, ihre Probleme zu erkennen. Denn im digitalen Zeitalter entscheiden nicht mehr länger nur Produkte, sondern Lösungen –bestehend aus Produkten und Dienstleistungen–über den wirtschaftlichen Erfolg. Das eigene Angebot muss also die Probleme des Kunden lösen und ihm dadurch einen echten Nutzen bringen.

Mittelstand Erfolgsfaktoren

Bild: Mit 72 Prozent spielt laut einer Studie von PwC und Strategy& die Vernetzung mit Kunden und Partnern die wichtigste Rolle für den Erfolg digitaler Geschäftsmodelle. 

Schritt 2: das Geschäftsmodell entwickeln

Im zweiten Schritt wird das Geschäftsmodell selbst entwickelt. Ein Geschäftsmodell beschreibt, wie ein Unternehmen in seinen Grundsätzen funktioniert. Es muss erklären, mit welchem Angebot man die Probleme seines Kunden lösen kann – und wie man damit Gewinne erzielt. Hier muss man schauen, ob man selbst sein Leistungsangebot entsprechend justieren kann oder doch die Unterstützung von Partnerunternehmen benötigt. In diesem Schritt wird auch geprüft, welches Risiko mit den neuen Ideen einhergeht und welche Investitionen sich lohnen.

Schritt 3: die Umsetzung anpacken

Damit die Umsetzung gelingt, muss man zunächst einen detaillierten Plan zur neue Wertschöpfungsstruktur ausarbeiten. Er umfasst einerseits alle Akteure, die von der Neuausrichtung betroffen sind, zum Beispiel Zulieferer, Partner oder Kunden. Andererseits beschreibt er auch die neuen Aufgaben aller Beteiligten und Arbeitsabläufe. Zudem regelt er die Verantwortlichkeiten klar und deutlich. Bei der Planung können Unternehmen auch auf digitale Werkzeuge zurückgreifen, die sie dabei unterstützen. Gut gerüstet können die Unternehmen dann die Umsetzung in Angriff nehmen.

Dieser Beitrag gehört zur „Digitale Geschäftsmodelle“ von Mittelstand-Digital. Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen anbieterneutral über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Auch bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle stehen sie ihnen zur Seite. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.

Dr. Franz Büllingen, Leiter der Begleitforschung Mittelstand-Digital, WIK Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste

Dr. Franz BüllingenStudium der Soziologie und Volkswirtschaft an der Universität Bielefeld sowie Projektassistenz an der Freien Universität Berlin. Als Projektleiter tätig im Bereich Innovationsforschung und Systemanalyse bei der TA-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages sowie der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 1993 ist Dr. Büllingen bei der WIK GmbH beschäftigt und leitet die Abteilung „Kommunikation und Innovation".

http://www.mittelstand-digital.de/

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