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DigitalisierungDie Digitalisierung wird die Karten auf den Märkten vollkommen neu mischen: Künftig wird die Fähigkeit eines Unternehmens, sich dem digitalen Wandel anzupassen, stark über seine Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Welche Vorteile stecken für den Mittelstand in Digitalen Geschäftsmodellen?

Diese Zukunftsprognose schreckt viele kleine und mittlere Betriebe auf. Im Kern ist die Prognose über die Bedeutung der Digitalisierung zwar richtig, allerdings verstellt sie den Blick für ein wichtiges Detail: Durch die Digitalisierung ergibt sich eine große Bandbreite an neuen Chancen. Auch kleine und mittlere Betriebe können sie ergreifen, indem sie digitale Geschäftsmodelle entwickeln oder ihr bestehendes Geschäftsmodell nachjustieren, um es gezielt auf das digitale Zeitalter auszurichten.

Lesen Sie in dieser Serie demnächst folgende Beiträge von Dr. Inessa Seifert:

Teil 1: Warum der Mittelstand digitale Geschäftsmodell braucht

Teil 2: Welche Vorteile digitale Geschäftsmodelle dem Mittelstand bringen (mit Praxisbeispielen)

Teil 3: Welche neuen Geschäftsmodelle in der Produktion entstehen

Teil 4: Wie man digitale Geschäftsmodelle entwickelt (Vorgehen)

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Neue Produkte, neue Kunden: Die Vorteile digitaler Geschäftsmodelle

Am Ende des Ideenfindungs- und Entwicklungsprozesses zum digitalen Geschäftsmodell können neue oder bessere Produkte und Dienstleistungen, ein größerer Kundenstamm oder neue Wachstumsfelder bzw. Erlösquellen stehen.

Zahlenfakten

Bild: Der Dialog mit Mitarbeitern ist mit 70 Prozent die wichtigste Quelle aller neuen Ideen von Vorreiterunternehmen (Bildquelle Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V.).

Für manche kleinen und mittleren Betriebe bieten digitale Technologien sogar eine Art Überlebensversicherung, im Sinne der Chance, ihr Unternehmen trotz widriger Rahmenbedingungen weiterzuführen. Ein Beispiel hierfür sind Betriebe in eher ländlichen Regionen, deren Kundenbasis vor Ort durch den demographischen Wandel und die Urbanisierung zu erodieren droht. Auf lange Sicht können diese Entwicklungstrends den Erhalt des Unternehmens gefährden. Mithilfe eines Online-Shops und geschicktem SEO- sowie Online- und Social Media-Marketing können sie sich einen neuen Vertriebskanal für ihre Produkte und Dienstleistungen erschließen, der den Kreis potenzieller Kunden von der heimischen Region auf die gesamte Republik oder gar auf die ganze Welt ausweitet. Insofern eröffnen digitale Technologien nicht nur neue Wachstumsperspektiven, sondern können auch zum Erhalt von mittelständischen Betrieben beitragen.

Durch Online-Plattformen neue Kundengruppen erschließen

Ein Beispiel aus dem Handwerk zeigt, wie sich mit digitalem Werkzeug schrittweise das Geschäftsmodell gewinnbringend erweitern lässt. Ein Maler- und Lackiererbetrieb, zu dessen Kernangebot die Fertigung individueller Farbmischungen gehörte, ließ eine Plattform für sich entwickeln, um seine Farbmischmaschine durch zusätzliche Aufträge besser auszulasten. Im ersten Entwicklungsstadium war die Plattform eine Mischung aus Online-Shop und -Konfigurator. Über sie können Kunden aus der ganzen Republik ihre Gestaltungswünsche für Wohnung, Möbel usw. und Parameter wie die Flächenmaße eingeben. Auf Basis dieser Angaben entwirft der Betrieb dann drei individuelle Farbkonzepte, die sie den Kunden als Farbmuster nach Hause schicken. Die Kunden können den Wohlfühltest in den eigenen vier Wänden machen, ehe sie sich für ein Konzept entscheiden und ihre Wunschfarbe nach Hause geliefert bekommen. Mit der Plattform lastete der Malerbetrieb nicht nur seine Farbmischmaschine besser aus, sondern erschloss sich zudem eine neue Kundengruppe: die junge Do-It-Yourself -Bewegung der urbanen Ballungszentren, die eigentlich für das Handwerk schwer zu erreichen bzw. im weiteren Sinne sogar Konkurrenz ist. Im nächsten Schritt soll die Plattform weiterentwickelt werden. Das Ziel: Andere Handwerksbetriebe aus den Ballungszentren sollen sich der Plattform anschließen können. Kunden, die ein individuelles Farbkonzept für ihre Wohnung wünschen, aber in den eigenen vier Wänden Rolle und Pinsel lieber den Profis überlassen, können dann über die Plattform bequem einen Maler- und Lackiererbetrieb in ihrer Stadt mit dem Streichen beauftragen. So profitieren alle Beteiligten: der Maler- und Lackiererbetrieb dehnt seinen Kundenstamm weiter aus, andere Handwerksbetriebe können zusätzliche Aufträge gewinnen und die Kunden kommen in den Genuss eines maßgeschneiderten Angebots, dessen Service erheblich verbessert wurde.

Allein dieses Beispiel zeigt: Auch kleine und mittlere Betriebe können von neuen Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Technologien profitieren.

Welche neuen Geschäftsmodelle sich in der Produktion auftun und wie kleine und mittlere Unternehmen konkret ein digitales Geschäftsmodell entwickeln können, lesen Sie in den kommenden Beiträgen der Serie „Digitale Geschäftsmodelle“ von Mittelstand-Digital. Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen anbieterneutral über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.

Dr. Franz Büllingen, Leiter der Begleitforschung Mittelstand-Digital, WIK Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste

Dr. Franz BüllingenStudium der Soziologie und Volkswirtschaft an der Universität Bielefeld sowie Projektassistenz an der Freien Universität Berlin. Als Projektleiter tätig im Bereich Innovationsforschung und Systemanalyse bei der TA-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages sowie der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR). Seit 1993 ist Dr. Büllingen bei der WIK GmbH beschäftigt und leitet die Abteilung „Kommunikation und Innovation".

http://www.mittelstand-digital.de/

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