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Am 4. Juni werden die Wirtschaftsminister Deutschlands und Frankreichs sowie Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft weitere Details zu Gaia-X vorstellen – dem Projekt zum Aufbau einer dezentralen Cloud, die die digitale Souveränität der europäischen Wirtschaft stärken soll. 

  • Die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Corona-Krise die Abhängigkeit der Wirtschaft von globalen Cloud-Plattformen erhöhen wird
  • Knapp drei Viertel der Führungskräfte setzen auf eigene Daten-Plattformen
  • Nur rund ein Fünftel kennt Gaia-X, aber über die Hälfte sagt, dass dezentrale Cloud-Infrastrukturen der richtige Weg sind, um die Vorteile der Cloud mit digitaler Souveränität zu verknüpfen
  • Johannes Koch: „Gaia-X holt keinen Rückstand auf, sondern ist einen Schritt voraus“

Laut einer Umfrage im Auftrag von Hewlett Packard Enterprise (HPE) ist für die große Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland (85 Prozent) digitale Souveränität ein wichtiges oder sehr wichtiges Ziel ihrer Digitalisierungs-Strategie – die Hälfte der Befragten glaubt allerdings auch, dass die Corona-Krise die Abhängigkeit der Wirtschaft von globalen Cloud-Plattformen erhöhen wird. Befragt wurden insgesamt 2152 Geschäftsführer, Bereichsleiter und Manager in Deutschland und Frankreich. (*) Knapp drei Viertel der Führungskräfte in beiden Ländern sagen, dass sie eigene digitale Plattformen nutzen oder aufbauen, um Daten zu aggregieren und zu analysieren – über die Hälfte nutzt dafür globale Cloud-Plattformen oder plant dies. Rund die Hälfte der Befragten gibt zudem an, dass der Verkauf von Daten oder digitalen Diensten Teil ihres Geschäftsmodells ist oder künftig sein wird. Zwar kennt nur rund ein Fünftel der Umfrage-Teilnehmer Gaia-X – allerdings sagen jeweils 57 Prozent der Führungskräfte in beiden Ländern, dass dezentrale Cloud-Infrastrukturen für sie ein Mittel sind, um die Vorteile der Cloud mit digitaler Souveränität zu verknüpfen.

Gaia-X holt keinen Rückstand auf, sondern ist einen Schritt voraus, denn die Zukunft gehört dezentralen Cloud-Infrastrukturen“, sagt Johannes Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland und Senior Vice President DACH bei Hewlett Packard Enterprise. „Die Führungskräfte in Deutschland und Frankreich setzen auf eigene Daten-Plattformen, um die Cloud aus einer Position der Souveränität heraus nutzen zu können. Initiativen wie Gaia-X werden helfen, diese Souveränität zu stärken und gleichzeitig Netzwerk-Effekte zu schaffen. Das ist entscheidend, denn die europäische Wirtschaft wird nur dann in der zweiten Halbzeit der Digitalisierung erfolgreich sein, wenn sie aus der Hoheit über ihre Daten eine Hoheit über die Daten-Wertschöpfung macht.“

Die größten Unterschiede zwischen den Führungskräften in Deutschland und Frankreich gab es im Hinblick auf die Fortführung strategischer Digitalisierungs-Initiativen während der Corona-Krise. 61 Prozent der Befragten in Deutschland treiben diese Initiativen ohne Abstriche weiter voran oder nutzen die Krise sogar, um deren Umsetzung zu beschleunigen. In Frankreich sind dies nur 33 Prozent. Auch bei der Bewertung der digitalen Souveränität gibt es Unterschiede: Während 85 Prozent der deutschen Führungskräfte dies als wichtiges oder sehr wichtiges Ziel ihrer Digitalisierungs-Strategie bezeichnen, sind es in Frankreich 65 Prozent.

33 (D) bzw. 43 Prozent (F) der Führungskräfte geben an, dass ihr Unternehmen seit Anbruch der Corona-Krise mehr Cloud-Dienste nutzt als zuvor. Während rund die Hälfte der Befragten in beiden Ländern davon ausgeht, dass die Krise die Abhängigkeit von globalen Cloud-Plattformen insgesamt erhöhen wird, sehen nur 28 (D) bzw. 38 Prozent (F) ein hohes oder sehr hohes Risiko, dass die globalen Cloud-Plattformen ihre Macht über die digitale Wertschöpfung in ihrer eigenen Branche erhöhen werden.


Umfrageergebnisse für Deutschland (D) und Frankreich (F)

Bedeutung von digitaler Souveränität für die Digitalisierungs-Strategie

  • D: Für 85 Prozent ist digitale Souveränität sehr wichtig (44) oder wichtig (41)
  • F: Für 65 Prozent ist digitale Souveränität sehr wichtig (20) oder wichtig (45) 


Auswirkungen der Corona-Krise auf die Abhängigkeit von globalen Cloud-Anbietern

  • D: 50 Prozent gehen davon aus, dass die Corona-Krise die Abhängigkeit der Unternehmen von globalen Cloud-Anbietern erhöhen wird
  • F: 55 Prozent gehen davon aus, dass die Corona-Krise die Abhängigkeit der Unternehmen von globalen Cloud-Anbietern erhöhen wird


Anteil der Befragten, die eigene Plattformen nutzen, um Daten zu aggregieren und zu analysieren

  • D: 74 Prozent machen das heute (49) oder werden es in Zukunft tun (25)
  • F: 73 Prozent machen das heute (46) oder werden es in Zukunft tun (27)


Anteil der Befragten, die globale Public Clouds nutzen, um Daten zu aggregieren und zu analysieren

  • D: 58 Prozent machen das heute (43) oder werden es in Zukunft tun (15)
  • F: 59 Prozent machen das heute (49) oder werden es in Zukunft tun (10)


Anteil der Befragten, für die der Verkauf von Daten oder digitalen Diensten zum Geschäftsmodell gehört

  • D: Für 46 Prozent ist das heute der Fall (35) oder geplant (11)
  • F: Für 57 Prozent ist das heute der Fall (44) oder geplant (13)


Relevanz von dezentralen Cloud-Infrastrukturen, um die Vorteile der Cloud mit digitaler Souveränität zu kombinieren

  • D: Für 57 Prozent ist das sehr relevant (17) oder relevant (40)
  • F: Für 57 Prozent ist das sehr relevant (16) oder relevant (41)


Anteil der Befragten, die Gaia-X kennen

  • D: 23 Prozent
  • F: 22 Prozent


Fortsetzung strategischer Digitalisierungs-Initiativen in der Corona-Krise

  • D: 61 Prozent setzen ihre strategischen Digitalisierungs-Initiativen während der Krise fort (49) oder beschleunigen sie (12)
  • F: 33 Prozent setzen ihre strategischen Digitalisierungs-Initiativen während der Krise fort (26) oder beschleunigen sie (7)


Anteil der Befragten, die aufgrund der Corona-Krise mehr Cloud-Dienste nutzen als zuvor

  • D: 33 Prozent 
  • F: 43 Prozent 


Einschätzung des Risikos, dass globale Cloud-Anbieter ihre Macht über die digitale Wertschöpfung in der Branche des Befragten erhöhen werden

  • D: 28 Prozent sehen ein sehr hohes (7) oder hohes (21) Risiko
  • F: 38 Prozent sehen ein sehr hohes (9) oder hohes (29) Risiko


* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der in Deutschland 1149 und in Frankreich 1003 Personen teilnahmen, die als Entscheidungsträger in der Produktion, IT oder als Entscheidungsträger im kaufmännischen Bereich aller Branchen sowie im Digitalbereich tätig sind. Die Befragung fand zwischen dem 08.04.2020 und 17.04.2020 in Deutschland und zwischen dem 08.04.2020 und 20.04.2020 in Frankreich statt.  

www.hpe.com
 


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