Mit DevOps Produktivität und Qualität von Software-Lösungen auf die nächste Stufe heben

Der DevOps-Ansatz gewinnt in der Software-Unternehmenswelt rasant an Bedeutung. Wenig überraschend, denn vielerlei Studien und Erfahrungsberichte verheißen eine positive Zukunft für Unternehmen, die sich offen gegenüber Automatisierung und erhöhter Flexibilität zeigen.

Doch was bedeutet DevOps genau, was unterscheidet DevOps von anderen Management-Methoden und wie können Unternehmen dieses Konzept erfolgreich umsetzen?

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Im Rahmen von DevOps wird auf weitläufige Automatisierung zurückgegriffen, um zu verbessern, wie Produkte entworfen, erstellt und geliefert werden. Wie der Name schon sagt, bringt DevOps zwei große, oft isolierte Teams zusammen: Development (Entwicklung) und Operations (Betrieb). Ziel ist es, durch eine durchgehend automatisierte Integrations- und Bereitstellungspipeline schnellere Software-Releases zu ermöglichen. Agile Ansätze bewegen kleinere Teams zur Zusammenarbeit, um schnell auf neue Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Da sich DevOps und Agile optimal ergänzen, sollte man beide Verfahren am besten zusammen einsetzen.

Die Vorteile von DevOps

Dass eine enge Verzahnung von Betrieb und Entwicklung dem Unternehmen und seinen Kunden gleichermaßen deutliche Vorteile bietet, beweisen aussagekräftige Studien. Standard-Ops bedeuten demzufolge im Schnitt einen 41 Prozent höheren Zeitaufwand als DevOps, unter anderem weil Entwickler 21 Prozent mehr Zeit mit Bugfixing und Optimierung verbringen. Mit DevOps lassen sich Supportfälle zudem 60 Prozent schneller bearbeiten und so ein Drittel mehr Zeit in die Verbesserung der Infrastruktur stecken. Die Studienergebnisse decken sich auch mit Erfahrungsberichten aus den Unternehmen: Über die Hälfte der DevOps-Adopter berichtet von verbesserter Kooperation und fast jeder Vierte von höherer Code-Qualität. Das bedeutet mehr Effizienz und verringerte Kosten.

Durch die Automatisierung von Konfiguration, Bereitstellung, Tests, Warnmeldungen und Überwachung kann ein kleines DevOps-Team dieselben Anwendungen warten, für die früher ein viel größeres Team nötig war. Insgesamt gewinnen Unternehmen durch die Einführung von DevOps in drei entscheidenden Kategorien: Schnelligkeit, Qualität und Zufriedenheit. Durch schnelleres Feedback und kürzere Vorlaufzeiten bei Änderungen beschleunigen sie die Markteinführung und erhöhen die Bereitstellungsfrequenz. Die höhere Qualität resultiert unter anderem aus einer geringeren Fehlerquote bei Änderungen. Zudem kann ein DevOps-Ansatz für zufriedenere Kunden und Teams sorgen – nicht zuletzt durch höheren Umsatz und Wettbewerbsvorteile.

DevOps einführen – Schritt für Schritt

Um DevOps im Unternehmen zum ersten Mal zu verankern, braucht es zunächst eine disziplinübergreifende und offene Unternehmenskultur. Entwickler und Betrieb teilen sich nämlich Fehlschläge und Erfolge bei allen Projekten. Eine enge Kommunikation und Vernetzung der verschiedenen Teams sind ebenfalls kritisch.

Doch neben einer Kultur der Offenheit sollten auch einige technische Voraussetzungen erfüllt sein: Eines der wichtigsten Fundamente ist dabei eine gut zugängliche Infrastruktur, die Informationsaustausch und Skalierbarkeit fördert. Die Cloud mit ihren flexiblen Infrastrukturkomponenten bietet sich also für eine umstandsfreie DevOps-Implementierung klar an. Sie verschafft im Hinblick auf Effizienz sehr viele Vorteile, da sie Kapazitäten nach Bedarf bereitstellt und weitere wichtige DevOps-Unterkonzepte wie Automatisierung und Agilität fördert. Eine Vielzahl von Cloud-Tools verringert dabei das nötige Vorwissen für den Umstieg.

Damit Entwickler und Engineers die nötigen DevOps Skills ausbilden können, ist die Kombination von Trainings in agilen Methoden und technischen Schulungen vonnöten. Zu Ersteren zählen beispielsweise die Grundlagen von SCRUM, Berichtswesen mit Agile Boards oder das Planen mit Agile User Stories. Im technischen Bereich empfehlen sich verschiedene Trainings zum Umgang mit den Cloud-Plattformen von AWS, Azure und Co.

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Was macht einen kompetenten DevOps-Partner aus?

Referenzen können einen ersten Überblick über potenziell mögliche DevOps-Partner verschaffen: AWS/Azure DevOps, ITIL-Zertifizierung, SCRUM, SRE, um nur einige zu nennen. Doch bei der Bewertung eines DevOps-Anbieters sind auch Softskills im menschlichen Bereich von entscheidender Bedeutung. Für die Unternehmensführung ist die Gewissheit wichtig, dass der DevOps-Partner nicht nur in technischer Hinsicht qualifiziert ist. Er muss auch die aktuelle Umgebung, Einschränkungen und Branchennormen verstehen und in der Lage sein, die Einführung von DevOps fristgerecht zu realisieren. Denn nur weil ein potenzieller DevOps-Partner auf dem Papier alle Voraussetzungen erfüllt, heißt das nicht unbedingt, dass es das Unternehmen und seine langfristigen Ziele versteht.

Die Zukunft von DevOps

In den nächsten 10 Jahren wird sich DevOps in großen Unternehmen noch weiter durchsetzen und könnte dabei zum unangefochtenen Standard der Projektbereitstellung werden. Verwandte Technologieaspekte wie Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und Cloud werden zunehmend mit DevOps verschmelzen. Daher werden die sogenannten DevSecOps die jetzige Ausprägung angesichts der ernsten Bedrohungslandschaft fast vollständig ersetzen. Im IT-Bereich geben mittlerweile über 30 Prozent der Organisationen an, auf KI zu setzen – AIOps für effizientere und automatisierte DevOps gewinnen somit ebenfalls mehr an Bedeutung. Nicht zuletzt nimmt auch Cloud Computing, insbesondere serverlose Architekturen, Microservices und Edge Computing, weiterhin an Wichtigkeit zu. Cloud wird Dev(Sec)Ops daher künftig noch stärker stützen und Flexibilität, Skalierbarkeit, Verfügbarkeit sowie Kostenoptimierung erhöhen.

Nisha Lehmann

Merkle – a dentsu company -

Customer Success Manager

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