Konsolidierung von Workloads

Performance für Unternehmensspeicher: Eine Frage der Architektur

Datenspeicher

In den allermeisten Fällen hat sich die grundlegende Architektur der Datenspeicherung in Unternehmen seit Jahrzehnten kaum verändert.

Jahrelang waren Dual-Controller-Architekturen der Standard, insbesondere ALUA-Designs (Asymmetrical Logical Unit Access). Diese Architekturen stammen aus einer Zeit, in der Datenanforderungen noch vorhersehbar waren und die Systemleistung von der Festplattenleistung abhing. Das Dual-Controller-Setup war darauf ausgelegt, innerhalb dieses Rahmens eine grundlegende Hochverfügbarkeit und Failover-Fähigkeit zu bieten.

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Die digitale Landschaft sieht heute allerdings dramatisch anders aus. Mit dem Aufkommen von Echtzeit-Analysen, massiver Virtualisierung und Containerisierung, strengen Anforderungen an die Cyber-Speicherresilienz sowie unvorhersehbaren Arbeitslasten stößt das Hardware-Design von gestern an seine Grenzen. Um moderne Geschäftsanforderungen zu erfüllen, müssen Unternehmen über schrittweise Hardware-Upgrades hinausblicken und stattdessen grundlegende architektonische Innovationen vollziehen.

Der Engpass veralteter Designs

Die zentrale Einschränkung herkömmlicher Dual-Controller-Speichersysteme liegt in ihrer strukturellen Leistungsgrenze. Obwohl sie oft als hochverfügbar vermarktet werden, arbeiten viele dieser Systeme in einer Active-Passive-Konfiguration. Das bedeutet, dass nur ein Controller die Arbeitslast aktiv verwaltet, während der andere in Reserve wartet. Selbst bei Active-Active-Setups wird die Systemleistung durch die Rechenleistung, die Cache-Kapazität und die Interconnect-Bandbreite, die sich zwei Knoten teilen, stark begrenzt.

Wenn Workloads sprunghaft ansteigen, leiden diese Architekturen unter unvorhersehbaren Latenzen und Leistungsschwankungen. Um diese Leistungsgrenzen zu überwinden, sind Unternehmen gezwungen, zusätzliche Speichersysteme anzuschaffen. Dieser Ansatz löst eine Entwicklung aus, die als „Small Array Sprawl“ (Wildwuchs kleiner Speicherarrays) bekannt ist. Anstatt einen zusammenhängenden Datenbestand zu verwalten, sehen sich IT-Abteilungen damit konfrontiert, isolierte Kapazitätssilos zu verwalten, Arbeitslasten manuell neu zu verteilen und Anwendungen zu isolieren, um gegenseitige Leistungsbeeinträchtigungen zu verhindern.

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Die versteckten Kosten des Array-Sprawls

Die Folgen des Wildwuchses kleiner Arrays gehen weit über administrative Frustration hinaus. Die Verwaltung einer fragmentierten Speicherumgebung treibt die Investitionsausgaben (CapEx) in die Höhe, weil Unternehmen, um Leistungsspitzen abzudecken, immer wieder Hardware anschaffen müssen, die letztlich zu einem guten Teil ungenutzt bleibt. Gleichzeitig schnellen die Betriebskosten (OpEx) in die Höhe. IT-Ressourcen, die eigentlich strategischen Initiativen gewidmet sein sollten, werden stattdessen durch Routine-Wartungsarbeiten, Datenmobilitätsaufgaben und komplexe Zwischenschichten gebunden, die die zugrunde liegende Fragmentierung lediglich kaschieren können.

Darüber hinaus stellt der Platzbedarf veralteter Speicherstrukturen eine schwere Belastung für moderne Rechenzentren dar. Jedes zusätzliche kleine Speicherarray verbraucht wertvolle Stellfläche, zieht kontinuierlich Strom, erfordert eine umfangreiche Kühlung und erhöht den Aufwand für das IT-Management. In einer Zeit, in der Unternehmen aktiv versuchen, strenge Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und ihren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren, ist der Erhalt einer aufgeblähten, ineffizienten Hardware-Landschaft nicht mehr vertretbar.

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Eine Architektur für bessere Performance

Um die Grenzen veralteter Systeme zu durchbrechen, ist ein grundlegender Wandel in der Speicherarchitektur erforderlich. Die Lösung liegt im Übergang zu einer dreifach redundanten Multi-Controller-Architektur, die echte parallele Datenverarbeitung nutzt. Durch die Verteilung des Datenzugriffs auf drei aktive, zustandslose („stateless“) Controller eliminiert das Speichersystem den Engpass, der Dual-Controller-Modellen inhärent ist.

Diese Drei-Wege-Parallelarchitektur stellt sicher, dass Rechenleistung und Bandbreite dynamisch ausbalanciert werden, was eine lineare Skalierbarkeit sowie eine extrem vorhersehbare, ultrakurze Latenz bietet. Da die Architektur von Natur aus eine höhere Redundanz bietet, kann sie mühelos die absolute Verfügbarkeit bereitstellen, die für geschäftskritische Unternehmensanwendungen erforderlich ist, ohne Durchsatzeinbußen bei Wartungsarbeiten oder Komponentenausfällen. Anbieter solcher Systeme sind sogar in der Lage, eine 100-prozentige Garantie für die Datenverfügbarkeit zu geben.

Top Speed durch intelligente Software und Speicherintegration

Echte architektonische Modernisierung bedeutet nicht bloß das Hinzufügen eines dritten Controllers; sie erfordert einen Software-Defined-Ansatz, der den Datenfluss durch das System neu definiert. Anstatt sich ausschließlich auf Flash-Medien zu verlassen, um Geschwindigkeit zu erzeugen, nutzen fortschrittliche Speicherarchitekturen DRAM-Arbeitsspeicher als Beschleuniger. Durch den Einsatz hochentwickelter, selbstlernender Caching-Algorithmen kann das System aktive Daten dynamisch identifizieren und im DRAM ablegen, der um ein Vielfaches schneller arbeitet als herkömmlicher Flash-Speicher.

Wenn dieses hochintelligente Caching mit einer optimierten Metadatenstruktur kombiniert wird, die vollständig im Arbeitsspeicher gehalten wird, kann das System massive Schreibspitzen verarbeiten und eine durchgehend niedrige Latenz von bis zu 35 Mikrosekunden (µs) liefern. Zudem kann das System durch die Entkopplung der physischen Datenebene von der logischen Ebene mittels softwaredefinierter Speicherzuweisung im Falle eines Laufwerksausfalls automatisch eine Selbstheilung und einen Daten-Rebuild durchführen, ohne die Leistung aktiver Anwendungen zu beeinträchtigen.

Der geschäftliche Mehrwert der Konsolidierung

Das ultimative Ziel bei der Einführung einer modernisierten Multi-Controller-Speicherarchitektur ist die umfassende Konsolidierung von Workloads. Indem Unternehmen Dutzende veralteter Arrays durch eine hocheffiziente, einheitliche Speicherplattform ersetze, können sie ihr Betriebsmodell grundlegend transformieren.

Die Konsolidierung unterschiedlicher Workloads auf einer einzigen, hochresilienten Architektur vereinfacht die IT-Umgebung drastisch und erübrigt komplexe Replikationen sowie manuelle Datenverteilungen. Die physischen Vorteile sind ebenso gravierend: Unternehmen können den Platzbedarf ihres Rechenzentrums um über 70 Prozent reduzieren, was zu massiven Einsparungen bei Strom, Kühlung und Stellfläche führt. Letztlich ermöglicht die Investition in die richtige Speicherarchitektur Unternehmen, die betriebliche Komplexität zu reduzieren, eine kontinuierliche Datenverfügbarkeit zu garantieren und ein nachhaltiges Fundament für zukünftiges Wachstum zu schaffen.

Eric Herzog

Eric

Herzog

Chief Marketing Officer

Infindat

Eric Herzog is Chief Marketing Officer (CMO) at Infinidat. Prior to joining Infinidat in 2021, he held senior positions at several major companies in the storage industry, including IBM and Violin Memory.
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